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Weltmeisterliche RFID-Systeme von Balluff: Produktionsanlagen sprechen heute HF und UHF

Artikel | von Balluff | 17. Juni 2014
Über 30 Jahre Erfahrung mit RFID: Expertise kommt vor Produktion Über 30 Jahre Erfahrung mit RFID: Expertise kommt vor Produktion

RFID-Systeme für Produktionsumgebungen

Während die Nachfrage nach industriellen LF-Systemen zurückgeht, wird HF mit immer schnelleren Leseraten und wachsender Speicherkapazität zur gefragten Technologie in Fertigungslinien. Für Sensorspezialist Balluff entscheidet der Kunde über Produktangebot und Neuentwicklungen. Seit 30 Jahren ist das Unternehmen im RFID-Segment den Bedürfnissen des Marktes zuvorgekommen, indem es Lösungskonzepte auf der Grundlage von Kundenbedürfnissen in die Serienfertigung integriert hat. Jetzt kündigt sich ein Generationenwechsel in der Technologie an: UHF-Lösungen greifen durch Flexibilität und Reichweite angestammte HF-Applikationen an. Oliver Pütz-Gerbig erklärt, warum HF-Systeme trotzdem noch viel Potenzial haben und innovative Produkte hervorbringen.

Anja Van Bocxlaer, „RFID im Blick“, im Interview mit Oliver Pütz-Gerbig, Product Manager, Balluff GmbH

Herr Pütz-Gerbig, der Bedarf an UHF-Lösungen scheint derzeit größer zu sein, als die Anfragen nach HF-Lösungen. Können Sie das bestätigen? Falls ja, heißt das, dass HF-Lösungen zukünftig weniger realisiert werden?

Es gibt tatsächlich eine signifikant wachsende Nachfrage nach UHF-Lösungen. Ganz klar – der HF- und UHF-Bereich verzeichnet mittlerweile das stärkste Wachstum im RFID-Segment bei Balluff. Darauf konzentrieren wir in diesem Bereich auch unsere Entwicklungsaktivitäten. Nach wie vor sind wir mit Abstand am stärksten bei Systemen im 13,56 MHz-Frequenzband und wir sehen auch, dass die Entwicklung dieser Systeme noch lange nicht zu Ende ist.

Welche Entwicklungen meinen Sie konkret?

Im vergangenen Jahr haben wir das BIS M-System, basierend auf einem in-house entwickelten RFID-ASIC, in Sachen Geschwindigkeit und Speicherkapazität auf ein neues Level gebracht. Mit bis zu 128 kBytes bieten die Transponder den größten am Markt verfügbaren User Memory-Bereich. Zugleich ist die Lesegeschwindigkeit abhängig vom Systemumfeld bis zu acht Mal schneller als der ISO Standard 15693. Parallel zu BIS M haben wir auch unsere HF-Controllerplattform BIS V weiterentwickelt. Diese Leistungssteigerung können Unternehmen nutzen, um Taktzeiten an Montagelinien zu reduzieren und Ausbringungsraten zu steigern. Auch unsere Schreib-Leseköpfe werden immer kompakter und leistungsfähiger. Im Fokus steht weiterhin die Erweiterung um industrielle Bus-Schnittstellen und IO-Link, um weltweit alle gängigen Steuerungssysteme bedienen zu können und einfachste Vernetzung mit Sensor-Komponenten zu ermöglichen.

„In unserem angestammten Anwendungsbereich mit Produktionsanlagen und Fertigungszellen ist HF oft das sinnvollere System, denn es ist flexibler und aufgrund der induktiven Kopplung wie Plug & Play zu handhaben.“
Oliver Pütz-Gerbig Identification Product Manager, Balluff

Sehen Sie einen Unterschied bei der Weiterentwicklung von LF-, HF- und UHF-Systemen?

Nach wie vor verwenden und pflegen wir die LF-Familien BIS C und BIS L da diese Produkte in speziellen Märkten und Anwendungen wie Werkzeugidentifikation weiter stark eingesetzt werden. Neue Entwicklungen in diesem Segment prüfen wir natürlich sehr sorgfältig, da der Trend in der Breite eindeutig zu HF- und zunehmend auch zu UHF-Lösungen geht. Diese Produkte sind leistungsfähiger und vielfältiger nutzbar. Mit der fortgeschrittenen Entwicklung von UHF ist die Vielfalt der realisierbaren Applikationen enorm gewachsen, da die Technik inzwischen nicht mehr nur Long-Range-Applikationen abdeckt, sondern auch Anwendungen bis hin zum Near Field-Bereich. In unserem angestammten Anwendungsbereich mit Produktionsanlagen und Fertigungszellen ist HF dennoch oft das sinnvollere System, denn es ist, beispielsweise was die Möglichkeit von sehr großen Datenspeichern angeht, viel flexibler und aufgrund der induktiven Kopplung wie Plug & Play zu handhaben. Bei einer UHF-Applikation ist dagegen immer eine genaue Analyse der System- und Prozessumgebung notwendig, und die Realisierung erfordert in der Regel eine aufwändigere und anspruchsvollere UHF-Systemlösung.

Welche Rolle spielen Unternehmenszukäufe bei der Entwicklung und in welche Richtung wird Balluff seine Kompetenzen weiter ausbauen?

Durch kluge Zukäufe haben wir unsere Kompetenz in der Identifikation über größere Reichweiten im HF-Bereich erweitert, und sind damit einem Kundenbedürfnis gefolgt. Während wir uns zuvor auf die Identifikation innerhalb einer Lesedistanz von 20 Zentimetern konzentriert haben, können wir heute auch Lesereichweiten abdecken, die über diese Grenze hinausgehen. Der UHF-Bereich bietet aktuell das größte Ausbaupotenzial, in dem wir sowohl readerseitig, wie auch antennenseitig neue Produkte entwickeln werden.

Produktentwicklung kontra Kundenbedürfnisse – wie sieht die Strategie von Balluff aus?

Balluff ist in der Wahrnehmung des Marktes schon immer ein Unternehmen gewesen, das sehr stark auf kundenspezifische Lösungen ausgerichtet ist. Auch unser Produktportfolio wird auf die Marktanforderungen abgestimmt. Kundenbedürfnisse fließen ständig in neue Produktentwicklungen ein, wenn ein entsprechendes Potenzial hinter der betreffenden Anwendung steckt. Auch in der Unternehmensstruktur ist diese Ausrichtung verankert: jede Business Unit besitzt eine Customizing-Gruppe, die sich explizit um kundenspezifische Produktlösungen kümmert. Hier können, basierend auf dem Serienprodukt-Baukasten, entsprechende kundenspezifische Entwicklungen schnell umgesetzt werden. Auch der Bereich Business Unit Systeme hat ganz klar den Fokus, kundenspezifische Lösungen zu entwickeln, die in der Folge auch als geschlossene Lösung angeboten werden können.

Letzte Änderung am Dienstag, 17 Juni 2014 12:00
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