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Balluff: RFID-HF-Transponder punkten mit Robustheit, Langlebigkeit und Temperaturbeständigkeit

Artikel | von Balluff | 21. Juli 2014
„Im industriellen Umfeld sind HF-Transponder klassischerweise für den Mehrwegeinsatz konzipiert. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Design, Anbringung und Speicherkapazität“. „Im industriellen Umfeld sind HF-Transponder klassischerweise für den Mehrwegeinsatz konzipiert. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Design, Anbringung und Speicherkapazität“.

HF-Transpondertechnologie

Klasse statt Masse

Robustheit, Temperaturbeständigkeit, Leistungsfähigkeit – wenn es um die dauerhafte Kennzeichnung in industriellen Anwendungen mit speziellen Anforderungen geht, sind langlebige HF-Transponder aus vielerlei Gründen unverzichtbar. Erweiterter Datenspeicher von bis zu 128 kByte, hohe Datenübertragungsraten und neue Bauformen stehen als aktuelle und zukünftige Anforderungen ganz oben auf der Liste, wie Oliver Pütz- Gerbig, Balluff, im Interview erklärt.

Oliver Pütz-Gerbig, Product Manager, Business Unit Identification bei Balluff, im Interview mit Dunja Kandel, „RFID im Blick“

Herr Pütz-Gerbig, welche Anforderungen an die HF-Transpondertechnologie stehen ganz oben auf der Liste?

Oliver Pütz- GerbigOliver Pütz- Gerbig Die Anforderungen an Transponder in Applikationen mit schwierigen Umgebungsbedingungen werden immer anspruchsvoller. Während bei UHF ein starker Trend zu günstigen Einweg-Tags geht, werden in industriellen Anwendungen im HF-Bereich überwiegend wiederverwendbare Datenträger genutzt. Gerade für den rauen Industrieeinsatz sind daher robuste, temperaturbeständige und widerstandsfähige Lösungen gefragter denn je.

Stichwort Hochtemperaturanwendungen: Welche Kriterien qualifizieren einen Tag für dieses Umfeld und bis wie viel Grad sind heutige Hochtemperaturtransponder ausgelegt?

Hochtemperaturfeste Tags spielen vor allem für Lackierstraßen in der Automobilindustrie eine entscheidende Rolle. Aber auch für Hochtemperaturprozesse in anderen Branchen erhalten wir zunehmend Anfragen. Tags für das klassische Lackierumfeld sind auf 220 bis 240 Grad ausgelegt. Hochtemperaturanwendungen verlangen sehr viel Prozess-Know-how und Entwicklungsaufwand für Gehäusedesign und -fertigung sowie Verbindungs- und Aufbaukonzept von Chip und Antennenspule. Also eine höchst komplexe Technologie, bei der auch eine hohe Lebensdauer erwartet wird.

Wie hoch ist die Lebensdauer, die Anwender erwarten können?

Tags für Standard-Anwendungen, die innerhalb ihrer spezifizierten Daten betrieben werden, sind für viele Jahre Einsatzfähigkeit konzipiert. Für Hochtemperaturdatenträger, die mehrmals pro Tag durch den Ofen laufen, haben wir eine Lebensdauer von mehr als 1.000 Stunden im Hochtemperaturbereich beziehungsweise mehr als 1.500 Temperaturzyklen qualifiziert.

Balluff hat neue HF-Tags mit größerem Datenspeicher auf den Markt gebracht. Für welche Anwendungen sehen Sie besonders Bedarf an High-Memory-Tags?

Wir beobachten, dass in Nischenanwendungen der Bedarf an großen Datenspeichern zunimmt. Die HF-Tags mit FRAMTechnologie verfügen über einen Datenspeicher von bis zu 128 kByte, derzeit der größte am Markt verfügbare User-Memory- Bereich. Noch vor wenigen Jahren war kaum vorstellbar, dass Datenträger mit diesen Speichergrößen benötigt würden. Heute ist der Bedarf da. Wir bedienen ein breites Spektrum an industriellen Anwendungen, die große Datenmengen am Objekt oder Werkstückträger speichern müssen. Im Automobilbereich beispielsweise wird bei Power-Train-Anwendungen die Fertigung von Antriebssträngen und Komponenten über diese Datenträger gesteuert. Aufgrund der Fertigungskonzepte muss eine Vielzahl an Prozessinformationen und Qualitätsdaten auf dem Datenträger dezentral abgelegt werden – und dafür reichen die gängigen ein bis zwei kByte definitiv nicht aus. Besonders vorteilhaft ist dabei für den Anwender, dass die Datenübertragungsrate bei diesen Systemen um bis zu acht mal schneller ist als bei Standard-HF-Systemen.

Rechnen Sie bei HF-Tags auf lange Sicht mit einer ähnlichen Preisentwicklung nach unten wie bei UHF-Transpondern?

Nein, einen Preisruck nach unten erkenne ich nicht. Langlebige HF-Tags mit entsprechenden Eigenschaften sind nicht auf Einweg-Massenanwendungen ausgelegt, sondern werden in Stückzahlen von einigen tausend pro Applikation eingesetzt. Hier spielt der Preis eine eher untergeordnete Rolle.

Welche Weiterentwicklungen in Bezug auf Transpondertechnologie und Design haben Sie außerdem im Blick?

Neue Befestigungsmöglichkeiten und Bauformen werden relevant. Die Tags müssen leicht anzubringen und zu entfernen sein, idealerweise mit möglichst wenig Werkzeugaufwand. Anschrauben ist nicht immer gewollt. Zudem möchten wir im UHF-Bereich ein vergleichbares Portfolio wie im HF-Segment anbieten, in dem Balluff mit unterschiedlichsten Datenträgern traditionell gut aufgestellt ist. Jetzt wollen wir im UHF-Bereich nachziehen und verstärkt die Produktpalette um robustere Bauformen erweitern. Und einen weiteren Trend sehen wir: Auf lange Sicht wird die Kombination von Sensorik und RFID-Datenträgern immer wichtiger. Auch damit werden wir uns auseinandersetzen.

Letzte Änderung am Montag, 21 Juli 2014 10:27
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