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RFID im Blick

Autovermieter Sixt optimiert Vermietabläufe mit UHF-RFID

Use Cases | von PR RFID im Blick | 24. November 2014
„Die UHF-Lösung zur Schlüsselverwaltung verkürzt die durchschnittliche Suchzeit nach dem passenden Schlüssel von vorher drei Minuten auf im Schnitt 30 Sekunden. Hochgerechnet auf bis zu 600 Vermietungen am Tag an großen Flughäfen ist das eine enorme Reduzierung und großer Gewinn für unsere Kunden.“ „Die UHF-Lösung zur Schlüsselverwaltung verkürzt die durchschnittliche Suchzeit nach dem passenden Schlüssel von vorher drei Minuten auf im Schnitt 30 Sekunden. Hochgerechnet auf bis zu 600 Vermietungen am Tag an großen Flughäfen ist das eine enorme Reduzierung und großer Gewinn für unsere Kunden.“ BILD: SIXT

Zufriedene Mietwagenkunden dank RFID

Der Autovermieter Sixt gehört zu den umsatzstärksten deutschen Unternehmen in der Branche und ist mit mehr als 2.000 Vermietstationen weltweit aktiv. Der Vermietmarkt ist dynamisch, die Konkurrenz zur Stelle – Kunden können an deutschen Großflughäfen mitunter aus zehn verschiedenen Anbietern auswählen. Die Zufriedenheit der Kunden mit dem Service ist somit ein hohes Gut im Wettbewerb. Um den Ablauf bei der Ausgabe und der Rücknahme von Fahrzeugschlüsseln deutlich zu verbessern, hat Sixt, von Februar 2014 an, in sechs Monaten eine innovative UHF-RFID-Anwendung in zehn Ländern ausgerollt. Im Interview mit „RFID im Blick“ berichtet Alexander Boone, Sixt, dass bereits nach kürzester Zeit messbare Verbesserungen eingetreten sind.

Alexander Boone, Head of Project- and Innovationmanagement, Corporate Development, Sixt, im Gespräch mit Jan Phillip Denkers, „RFID im Blick“

Im August 2014 hat Sixt den RFID-Rollout in Station weltweit abgeschlossen. Ziel war es, durch den Einsatz der UHF-RFID-Technologie den Service für die Kunden zu verbessern. RFID-Etiketten in den Fahrzeugschlüsselanhängern werden bei der Fahrzeugrückgabe erfasst und erzeugen so einen exakten Zeitstempel in der Verwaltungssoftware. Fehlerhafte Zeitangaben werden vermieden und die Abrechnung optimiert. RFID-Reader in den Countern ermöglichen eine permanente „Schlüsselinventur“. Der Nutzen: Stationsmitarbeiter finden den gesuchten Schlüssel für eine Fahrzeugübergabe in Sekunden anstatt minutenlang Schubladen zu durchsuchen.

HF-RFID reichte nicht aus

Alexander BooneAlexander BooneDie Idee, RFID-Technik zur Optimierung der Fahrzeugschlüsselverwaltung zu nutzen, war nicht neu im Sixt-Konzern. Bereits vor mehreren Jahren pilotierte Sixt eine auf HF-RFID-Technik basierende Lösung, die in deutschen Stationen eine Zeit lang genutzt wurde. Zuletzt jedoch konnte sie den Anforderungen von Sixt nicht mehr entsprechen.„Ein wichtiger Aspekt war, dass sich in der Zwischenzeit die UHF-Technik weiterentwickelt hat und wir 2013 einen großen Kostenvorteil bei den Verbrauchsmaterialien im Vergleich zu HF-Komponenten sahen“, blickt Alexander Boone zurück und führt aus: „Bei der Hardware, wie beispielsweise den Druckern, kam es zunehmend zu Engpässen, die unsere Abläufe blockierten, was zu einer Unzufriedenheit der Sixt-Mitarbeiter in den Stationen und am Hauptsitz in Pullach in der IT-Abteilung führte.“ So konnte Sixt das eigentliche Ziel, den Service für die Kunden zu verbessern, nicht erreichen.

UHF-RFID war die Lösung

Die HF-Lösung wurde somit nicht außerhalb Deutschlands ausgerollt, dennoch suchte Sixt weiter nach einer Lösung auf Basis von RFID. „Wir standen vor der Entscheidung, die HF-Lösung weiter nur in Deutschland zu nutzen oder eine komplett neue Lösung auf UHF-Basis aufzusetzen. Trotz der Skepsis in den Stationen und den zuständigen Abteilungen aufgrund der Erfahrung mit der HF-Lösung, für die es schlussendlich kein internes Commitment mehr gab, entschieden wir uns eine neue Lösung auszuschreiben“, berichtet Boone. Nach Gesprächen mit mehreren Systemhäusern entschied sich Sixt für die Zusammenarbeit mit dem Integrator Vilant Systems und für eine UHF-RFID-Lösung. „In gemeinsamen Tests mit Vilant traten die Effekte der Nutzung von UHF-RFID deutlich hervor, sodass wir bereits nach kurzer Zeit, Ende 2013, mit einem Pilotversuch an der Station im Flughafen Zürich starten konnten“, erläutert Boone.

Weltweiter Rollout in nur sechs Monaten

Da der Pilot am Flughafen Zürich für Sixt zufriedenstellend verlief, wurde der Rollout auf alle großen Flughafen- und Stadt- Stationen in den Ländern beschlossen, in denen die Stationen zum Konzern gehören und nicht als Franchise betrieben werden. „Die Investition rechnet sich erst ab einer gewissen Stationsgröße mit einem entsprechend hohen Vermietaufkommen. Das betrifft insbesondere Corporate-Standorte in der DACH-Region, Spanien, Frankreich, Benelux Großbritannien und den USA“, so Boone. Die Beschaffung der gesamten RFID-Hardware und die anschließende Konfiguration in Pullach zusammen mit Vilant-Ingenieuren fand im Februar 2014 statt. Der Rollout selbst auf rund 200 Standorte in zehn Ländern weltweit war im August nach gut sechs Monaten abgeschlossen. „Da Vilant beim Konzept des Systems auf eine ‚intelligente‘ UHF-Lösung geachtet hat, konnten, bis auf die Hardware-Installation, alle Rollout-Schritte remote erfolgen. Die Remote-Fähigkeit als Teil des Konzepts nutzen wir auch um Updates zu installieren und Fahrzeugdaten zu aktualisieren“, beschreibt Alexander Boone den technologischen Mehrwert.

Der Anhänger als Schlüssel

Drei Prozesse, so sahen es die Anforderungen von Sixt vor, sollten durch den innovativen Technologieeinsatz optimiert werden: Die exakte Dokumentation des Rückgabezeitpunktes, die ebenfalls korrekte Zeiterfassung an Schlüsseltresoren außerhalb der Stationsöffnungszeiten und die deutliche Reduzierung von Wartezeiten bei der Schlüsselübergabe. Der Schlüsselanhänger mit RFID-Etikett ist gleichsam der Schlüssel zur Optimierung aller anvisierten Prozesse, so Boone: „In den ersten sechs Monaten der neuen Lösung haben wir rund 80.000 Schlüsselanhänger mit einem einheitlich bedrucktem RFID-Etikett ausgestattet.“

Die Fahrzeugrückgabe

„In der Vergangenheit gab es immer wieder Kundenbeschwerden, dass auf Rechnungen zu viele Vermiettage abgerechnet wurden, was in der Folge aufwändig korrigiert werden musste. Zurückzuführen war dies darauf, dass Kunden die Autos zwar pünktlich abgaben, die Abgabe jedoch erst deutlich später dokumentiert wurde. Heute legt ein Stationsmitarbeiter den Schlüssel einfach auf einen Desktopreader und ein Popup in der Software informiert ihn visuell über den exakten Rückgabezeitpunkt“, erklärt Alexander Boone. Ähnlich funktionieren die Schlüsseltresore an Parkplätzen, die, entweder zur Rückgabe außerhalb der Stationsöffnungszeiten oder an Parkplätzen außerhalb der Reichweite von Stationen, aufgestellt sind. „Im Inneren der Schlüsseltresore wurde ein RFID-Readersystem installiert, welches zu 100 Prozent jeden eingeworfenen Schlüssel erfasst und die Daten entweder per LAN- oder GSM-Verbindung an das Verwaltungssystem sendet. Der Effekt ist der Gleiche wie in den Stationen: Der Rückgabezeitpunkt wird exakt dokumentiert“, erläutert Boone.

Die Fahrzeugvermietung

„Kein Kunde will warten, kein Kunde soll warten“, bringt Alexander Boone einen wichtigen Aspekt zur Kundenzufriedenheit auf den Punkt. „Wenn ein Kunde ein Auto mieten möchte und der Stationsmitarbeiter muss erst in, je nach Stationsgröße mehr als zehn, Countern und Schubladen nach dem passenden Schlüssel suchen, ist das Verständnis für die dadurch entstehende Wartezeit gering“, beschreibt Boone eines der Hauptprobleme im Vermietvorgang. Um Wartezeiten zu vermeiden, installierte Vilant pro Counter vier UHF-Antennen, die eine permanente Inventur aller in den Countern befindlichen Schlüssel ermöglicht. „Nach zahlreichen Stichproben war klar, dass diese Lösung die durchschnittliche Suchzeit von vorher drei Minuten auf im Schnitt 30 Sekunden verkürzt. Hochgerechnet auf bis zu 600 Vermietungen am Tag an großen Flughäfen ist das eine enorme Reduzierung und großer Gewinn für unsere Kunden“, so Boone.

Zufriedene Kunden, zufriedener Vermieter

„Natürlich schauen auch wir auf die wirtschaftlichen Aspekte der Investition in die UHF-Lösung. Aber der eigentliche ROI für uns ist, weniger Beschwerden wegen fehlerhafter Rechnungen und zufriedene Kunden aufgrund geringer Wartezeiten zu erhalten. Und diese Zufriedenheit ist in Fakten messbar“, sagt Alexander Boone. „Wir ermitteln Kennzahlen für die Beschwerdehäufigkeit. Seit Einführung der UHF-Lösung ist ein deutlicher Trend bei der Entwicklung der Zahlen zum Positiven erkennbar.“

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:50
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