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Turck: Lagerverwaltung mit UHF bei Coop

Use Cases | von Hans Turck | 15. Dezember 2014
Halvor Nassvik, Director Logistik, Coop Norge, zeigt das neue Logistikzentrum im Modell Halvor Nassvik, Director Logistik, Coop Norge, zeigt das neue Logistikzentrum im Modell BILD: Coop Norge Handel AS

Norwegischer Lebensmitteleinzelhändler Coop steuert Materialfluss von RFID-getaggten Paletten

Coop Norwegen nutzt seit rund einem Jahr die RFID-Technologie, um Paletten in den eigenen intralogistischen Prozessen zu tracken. Die RFID-Technologie unterstützt die Steuerung des Materialflusses vom Wareneingang bis zum Warenausgang in dem neuen Logistikzentrum in der Nähe von Oslo.

Walter Hein, Turck, im Interview mit Dunja Kandel, „RFID im Blick“

Coop ist einer der größten Lebensmittelhändler in Norwegen. Von dem 50.000 Quadratmeter großen Logistikzentrum, das kurz vor der Fertigstellung steht, sollen in Zukunft die östlichen Landesteile Norwegens mit rund 12.500 verschiedenen Artikeln aller Temperaturbereiche, aus dem Trocken-, Frische- und Tiefkühlsortiment sowie Obst- und Gemüseprodukten versorgt werden. Gleichzeitig soll der Neubau auch Langsamläufer und Sonderartikel bevorraten und die 850 Coop-Filialen in ganz Norwegen damit bestücken. Teil der automatisierten Lagerprozesse ist auch die RFID-Technologie.

Coop befasst sich schon seit einigen Jahren mit dem Einsatz der RFID-Technologie und war einer der Hauptakteure in einem 2011 gestarteten RFID-Projekt von Norsk Lastbærer Pool NLP. Der RFID-Pilot umfasste zwei Lebensmittelhersteller, Maaraud und Finsbråten, die ihre Ware auf mit RFID getaggten Kunststoffpaletten an zwei Vertriebszentren der norwegischen Einzelhandelskette senden.

Walter HeinWalter Hein„Jetzt hält die UHF-Technologie auch im Lager Einzug. Da viele Paletten bereits UHF-Tags tragen, ist die Basis gelegt.“

 

Was war der Ausgangspunkt bei Coop in Oslo für die Umsetzung einer UHF-RFID-Lösung?

Die Umsetzung bei Coop war insofern besonders, als dass es sich um die erste UHF-Umsetzung in einem Lagerbereich handelte. Poolsystemanbieter rüsten ihre Paletten zusehends mit UHF-Tags aus. Da viele Paletten bereits UHF-Tags tragen, ist die Basis gelegt, die Technologie zukünftig nicht nur für die Automatisierung des Warenein- und ausgangs, sondern auch für weitere Prozesse zu nutzen. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, fiel bei Coop die Entscheidung, ihre Poolpaletten über deren integrierten UHF-Tag zu tracken.

Welche Logistikprozesse werden mit der UHF-Technologie abgebildet und welche Komponenten kommen zum Einsatz?

Der komplette Lagerprozess, der herkömmlich per Barcodes gesteuert wird, erfolgt in dem neuen Logistikzentrum vollständig mittels UHF-Technologie. Das heißt, an allen Stationen, an denen sonst Barcode-Leser zum Einsatz kämen, wurden RFID-Reader installiert. Insgesamt haben wir rund 250 UHF-Leser auf der Basis von RS485 direkt an das Steuerungssystem angebunden. Zusätzlich steuern Lichtschranken den Prozess. Die komplette Lagerverwaltung, von der Lagerzuführung bis zum Warenausgang, wird mit dem System abgebildet. Dieses läuft seit rund einen Jahr produktiv.

Welche besondere Anforderung bestand seitens der Reader-Integration?

Die komplette Steuerung über RFID zog nach sich, dass diese hohe Zahl an Readern in kleinen Bereichen installiert werden musste. Eine besondere Anforderung war für die richtige Palettensteuerung daher die Readereinstellung: Die Lesereichweite muss groß genug sein, um die Datenträger zu identifizieren, darf aber wiederum nicht zu hoch sein, um nicht auch andere Paletten ungewollt zu erfassen. Im Vorfeld wurde daher bei Witron eine komplette Testinstallation aufgebaut. Witron Logistik und Informatik aus Parkstein fungierte als Logistik-Generalunternehmer im Projekt. Die Einstellung der Reader wurde hier eins zu eins getestet, um in der realen Umgebung nicht von Null zu starten. Vor Ort musste nur eine Feinjustierung auf die speziellen Begebenheiten hin vorgenommen werden.

Letzte Änderung am Donnerstag, 22 Oktober 2015 13:10
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