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CAEN RFID: Was leisten RFID- Sensortransponder?

Artikel | von CAEN RFID | 22. Januar 2015
Die Einhaltung von Temperaturgrenzwerten beim Transport von Lebensmitteln muss kontinuierlich überwacht werden. Die Einhaltung von Temperaturgrenzwerten beim Transport von Lebensmitteln muss kontinuierlich überwacht werden.

Passiven Temperaturloggern wird ein großes Supply-Chain-Optimierungspotenzial zugeschrieben – Doch wo kommen sie heute tatsächlich bereits zum Einsatz?

Caen RFID – bekannt für stationäre RFID-Reader und kleine, kompakte mobile Handheld-Reader – ist ebenfalls stark aufgestellt in einem Bereich, in dem sich nicht viele Marktbegleiter bewegen: passive RFID-Sensortransponder. „Die RFID-Technologie bietet, gekoppelt mit Sensoren, eine innovative – und mittlerweile auch kostengünstige – Möglichkeit temperatursensitive Supply-Chains zu überwachen“, sagt David Pallassini von Caen RFID. Im Interview mit „RFID im Blick“ berichtet er über Entwicklungen und Potenziale der Kombination von Sensorik mit standardisierter UHF-RFID-Technologie und erläutert die Benefits, die Temperaturlogger in globalen Kühlketten erbringen.

David Pallassini, Sales Manager, Caen RFID, im Gespräch mit Jan Phillip Denkers, „RFID im Blick“

RFID+Sensorik – Hype oder reale Benefits?

Der Verknüpfung von passiver RFID und Sensorik wird von Herstellern und Anwendern bereits seit einigen Jahren eine entscheidende Rolle zugeschrieben, ein Enabler für den Supply- Chain übergreifenden RFID-Einsatz zu sein. Doch bislang kommen RFID-Sensortransponder nur in Nischen zum Einsatz. Der Durchbruch in der Breite der Anwendungen lässt (noch) auf sich warten. Caen RFID hat sich von dem auf den ersten Blick schmalen Einsatzbereich nicht abschrecken lassen und bereits vor rund elf Jahren den ersten passiven RFID-Temperatur- Logger zur Marktreife gebracht und konnte so das Potenzial der Verbindung kostengünstiger, passiver RFID-Technologie und Sensorik demonstrieren. „Wir bei Caen RFID haben damals das Potenzial von RFID-Sensortranspondern gesehen, aber erst die Einführung des Standards EPC Class 1 Gen 2 für UHF-RFID ermöglichte es, auf UHF-RFID-Technologie basierende Sensortransponder auch in globalen Lieferketten einzusetzen“, berichtet David Pallassini rückblickend. „Zwar ist der RFID-Sensortransponder-Markt auch heute noch ein Nischenumfeld, aber das Interesse seitens der Anwender hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen.

Parallelen der Entwicklung auch bei UHF-RFID

Mit Blick auf die Hauptaktivitäten von Caen RFID – das Entwickeln von RFID-Readern – sieht David Pallassini durchaus Parallelen: „Wir sind davon überzeugt, dass sich die UHF-Technologie nach und nach, ebenso wie passive Sensortransponder, weiterverbreiten wird. Einhergehend damit wird in Anwendungen eine Vielzahl von unterschiedlichen Readern und Antennen mit unterschiedlichen Reichweiten und Formfaktoren benötigt. Da wir als einer der wenigen UHF-Hardware-Hersteller in der Lage sind, kundenspezifische Anpassung der Standardausführungen vorzunehmen und alle unsere Reader die gleichen Programmbibliotheken nutzen, können wir auch kurzfristig Lösungen realisieren, bei denen der Kunde auch nur so viel Technik erhält, wie er auch wirklich benötigt. Parallel dazu haben wir Reader mit eingebettetem PC entwickelt, um unseren Systemintegratoren auch bei hochkomplexen Anforderungen eine intelligente Lösung mitgeben zu können, die eine externe Ansteuerung über einen PC überflüssig werden lässt.“

David PallassiniDavid Pallassini„Wir haben das große Potenzial der Kombination von passiver RFID und Sensorik erkannt und mit unserem Know-how aus dem UHF-Reader- Umfeld zusammengebracht. Werden in naher Zukunft EU-Vorschriften zur Überwachung von Kühlketten im pharmazeutischen Umfeld verabschiedet, wird das Interesse an Sensortranspondern sprunghaft steigen – darauf sind wir vorbereitet.“

Sensible Prozesse in einem sensiblen Umfeld

Ein großes Potenzial haben RFID-Temperaturlogger in den Supply-Chains von Pharmazieunternehmen. Die für die Herstellung pharmazeutischer Produkte benötigten Ausgangsstoffe müssen zum Teil ebenso lückenlos gekühlt transportiert und gelagert werden wie die Endprodukte selbst. Der Bedarf an Lösungen zur einfachen, aber dennoch sicheren Kontrolle der Einhaltung ist evident, sagt David Pallassini, jedoch seien die Prozesse in der Pharmaindustrie komplexer als in anderen Branchen. „Die Pharma-Branche ist recht komplex und der Zugang für Lösungsanbieter nicht immer ganz einfach. Auch sind Prozessanpassungen in den Pharmaunternehmen in der Regel mit hohen Investitionen verbunden, daher wägen die Verantwortlichen Kosten und Nutzen einer neuen Lösung besonders kritisch ab. Über unsere Partnerschaft mit spezialisierten Systemintegratoren werden unsere Lösungen aber bereits in zahlreichen Projekten, vornehmlich in Europa, aber auch zunehmend in den USA und in Asien eingesetzt.“

Anschub durch die EU?

„Zahlreiche Unternehmen möchten mit Blick auf den Wettbewerb die Vorteile, die unsere Produkte in ihren Prozessen erbringen, jedoch nicht preisgeben, sodass selbst wir nur selten erfahren, wo unsere Sensortransponder tatsächlich zum Einsatz kommen. Dennoch wissen wir, dass unsere Logger unter anderem zur Überwachung der Temperatur während des Transports oder der Lagerung von Schokolade, Gemüse, Impfstoffen, chemischen Stoffen, Medikamenten, Geflügel, Milchprodukten und auch sensiblen elektronischen Geräten genutzt werden“, berichtet David Pallassini. Einen weiteren Anschub für den breiteren Einsatz von RFID-Sensortranspondern in Kühlketten könnte jedoch in naher Zukunft die Europäische Union geben, so David Pallassini: „Es sind Gesetzesvorlagen in Vorbereitung, die eine lückenlose Überwachung von Kühlketten beim Transport von temperatursensitiven Pharmazeutika fordern. Sobald eine derartige Vorschrift verabschiedet würde, könnte die Nachfrage nach RFID-Temperaturloggern deutlich steigen.“

Temperaturlogger in Cold Chain Services von DHL

Aufgrund der starken Nachfrage und langjährigen Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen aus der pharmazeutischen und Life Science Industrie hat der Logistikdienstleister DHL eine europaweite Infrastruktur aufgebaut, die es gewährleisten soll, dass in der gesamten Flotte von Kühlfahrzeugen zu jeder Zeit die richtige Temperatur der sensitiven Güter konstant gehalten werden kann. „DHL setzt in der ‚Thermonet‘ genannten Lösung RFID-Sensortransponder von Caen RFID ein, die Teil einer Komplettlösung für einen temperaturgeführten Transport-Service in einer End-to-End-Dienstleistung sind. Neben der RFIDTechnologie setzt DHL auch GPS- und GSM-Technologien für umfassende Trac&Trace-Funktionalitäten ein und stellt seinen Kunden über ein spezielles Webportal Informationen und den jeweiligen Status der Sendung zur Verfügung.“ Auf Wunsch des Kunden kann eine automatisiert erstellte E-Mail versendet werden, wenn es zu einer Temperaturabweichung kommen sollte. „Da die UHF-RFID-Technologie es jedoch ermöglicht, dass die Pakete während des gesamten Transportes verschlossen bleiben, ist dieses Risiko für Temperaturschwankungen von vornherein ausgeschlossen“, sagt David Pallassini.

Letzte Änderung am Mittwoch, 04 Februar 2015 12:24
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