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RFID im Blick

Highfashion worldwide mit RFID

Use Cases | von PR RFID im Blick | 09. März 2015
Die RFID-Gates in den Luftfracht-Hubs von Panalpina erfassen alle 300 bis 500 auf einer Palette gestapelten Kartons innerhalb weniger Sekunden. Die RFID-Gates in den Luftfracht-Hubs von Panalpina erfassen alle 300 bis 500 auf einer Palette gestapelten Kartons innerhalb weniger Sekunden. BILD: Panalpina

End-to-End-Fashion-Logistik

In Zusammenarbeit mit einem italienischen Modedesigner implementierte der Logistikdienstleister Panalpina eine RFID-basierte Lösung zur Beschleunigung der globalen Supply-Verfahren

Eine End-to-End-Logistiklösung bietet zahlreiche Vorteile für Mode-Unternehmen. Sie gewährleistet die effiziente Verteilung von Waren zu wichtigen Verbrauchermärkten rund um den Globus. Was recht einfach erscheint, beruht auf anspruchsvollen Prozessen und dem Einsatz geeigneter Technologien, sagt Tim Hotze von Panalpina im Interview mit „RFID im Blick“. Die RFID-Technologie ist das Rückgrat einer End-to-End-Lösung, die Panalpina für ein italienisches High-Fashion-Unternehmen seit Mitte 2013 realisiert. Für diese spezielle Lösung auf Karton- Ebene setzt Panalpina auf eindeutige Karton-IDs in den logistischen Prozessen. Das Panalpina-Konzept ermöglicht jedoch auch die Erfassung auf Einzelteilebene, um so weitere Vorteile für Kunden und den Servicedienstleister zu ermöglichen.

Tim Hotze, Global Head of Logistics Innovation and Solutions Design und Mattias Praetorius, Global Head of Industry Vertical Consumer, Retail and Fashion, Panalpina, im Interview „RFID im Blick“

Mattias PraetoriusMattias Praetorius„Wir werden unseren Ansatz in der Fashion- Logistik zukünftig ausweiten, und RFID nimmt eine Schlüsselrolle dabei ein.“

Die Fashion-Branche im Fokus

Die großen Herausforderungen der heutigen Logistik sind insbesondere kurze Produktlebenszyklen und mehrere Mode-Kollektion- Releases innerhalb des gleichen Jahres. Einige Unternehmen starten mehr als 20 verschiedene Kollektionen pro Jahr. Um die weltweite Nachfrage sowie den Anforderungen eines Multi-Channel-Konzeptes zu erfüllen, müssen komplexe logistische Prozesse so effizient wie möglich sein. „Unser Ziel ist es, den Supply-Chain-Herausforderungen mit effizienten Lösungen wie RFID und Software-Tools zu begegnen, die Transparenz und Supply-Chain-Effizienz ermöglichen. So kann unser Mode- Kunde das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt in seinen Geschäften, bei seinen Großhändlern oder in Online-Shops auf der ganzen Welt anbieten“, sagt Mattias Praetorius. Er erklärt: „Wir werden unseren Ansatz in der Fashion-Logistik zukünftig ausweiten. Mit unserem Know-how im ganzheitlichen Supply- Chain-Management unterstützen wir unsere Kunden. Die RFID-Technologie wird dabei eine Schlüsselrolle spielen.“

End-to-End-Lösung mit RFID

Modehäuser, die hochpreisige Textilien produzieren, stellen umfangreiche Anforderungen an Logistikdienstleister, die ihre Waren in die großen Shopping-Meilen wie New York, Tokio, Paris, Dubai und Hongkong transportieren. Ein hohes Maß an Transparenz ist erforderlich und Falschlieferungen müssen ausgeschlossen werden. „In Zusammenarbeit mit einem italienischen Mode-Label, haben wir erstmalig im Sommer 2013 eine echte End-to-End-Lösung und Supply-Chain-Optimierung basierend auf RFID-Technologie umgesetzt“, sagt Tim Hotze. „Ohne RFID wären die Prozesse der Abholung der Ware beim Kunden in Italien und die Lieferung nach New York enorm zeitaufwendig und wenig transparent für den Kunden. Wir nutzen die RFIDTechnologie im Wesentlichen für die Echtzeit-Datenerfassung und Versand-Validierung, um nahtlose nachgelagerte Auslieferungen in die Zielmärkte zu gewährleisten.“

Tim HotzeTim Hotze„RFID auf Einzelteilebene kann nicht nur Transportprozesse optimieren, sondern auch die Kundenzufriedenheit auf dem Shopfloor erhöhen.“

Item-Tagging für zusätzliche Mehrwerte

Die Zusammenarbeit mit dem italienischen Modelabel ist ein Beispiel für eine auf RFID basierende End-to-End-Lösung. „Wir sprechen derzeit mit unseren Kunden weltweit über verschiedene Anwendungen der RFID-Technologie. Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf die Quellensicherung für zusätzliche Transparenz und Supply-Chain-Kontrolle auf Einzelteilebene. Wir bezeichnen diesen Prozess als ‚end-to-end piece level RFID workflow‘ und werden ihn unter dem Begriff ‚Retail Enablement‘ pushen“, führt Tim Hotze aus und erläutert: „RFID auf Einzelteilebene spielt eine entscheidende Rolle, um Store-Prozesse im Handel zu optimieren. Betrachten Sie zum Beispiel eine Geschäft auf der 5th Avenue in New York: Die Mieten für Einzelhandelsflächen sind extrem hoch, was bedeutet, dass eine optimale Raumausnutzung von entscheidender Bedeutung ist. Je mehr Ware in demselben Raum verkauft werden kann, desto besser für Panalpina-Kunden.“

Retail Enablement für Store-Prozesse

Inventurgenauigkeit und Aufstockungsprozesse sind für die Shops somit eine enorme Herausforderung, insbesondere wenn das Fulfillment im Omni-Chanelling aus einem spezifischen Store erfolgt. RFID auf Einzelteilebene kann nicht nur diese Abläufe optimieren, sondern auch die Kundenzufriedenheit auf dem Shopfloor erhöhen, so Tim Hotze: „Das Display-Management und intelligente Umkleidekabinen mit einem ‚Dressing Room Concierge‘, bei dem Kunden direkt aus der Kabine passende Teile anfordern, können den Kundenservice verbessern und so den Umsatz steigern.“ Mattias Praetorius fügt hinzu: „In- Store-Prozesse sind Teil unseres ‚Retail Enablement‘, welches ein vollständig integriertes End-to-End-Einzelhandels-Supply-Chain- Management umfasst. Die logistischen Prozesse sind bereits optimiert, jetzt wollen wir Einzelhändler ansprechen und unterstützen. Das betrifft natürlich auch Rücksendungen aus den Stores in das Distributionszentrum.“

Immer einen Blick auf die Mode

„Transparenz in Echtzeit steht ganz oben auf der Agenda vieler weltweit tätiger Mode-Unternehmen. Als Logistikanbieter ist es wichtig, messbare Meilensteine entlang globaler Lieferketten zu definieren, anhand derer über Abweichungen frühzeitig informiert werden kann“, so Mattias Praetorius. Aus der Perspektive von Panalpina profitieren moderne Lieferketten von technologisch getriebenen, zunehmend transparenten Prozessen im Warenfluss – von der Produktion, über verschiedene Kanäle, bis zum Verbraucher. „Für die Logistikprozesse, über die wir mit unseren Fashion-Kunden sprechen, ist die RFID-Technologie eine der effizientesten Möglichkeiten, um die notwendige Transparenz zu realisieren. Wenn wir eine 100-prozentige End-to-End- Visibility erreichen wollen, ist RFID essenziell. Dies erfordert auch ein leistungsstarkes Order-Management-System. Bereits heute bieten wir High-Fashion-Unternehmen echte Mehrwerte, um die Produktionsstätten logistisch mit den wichtigsten Märkten weltweit über innovative Supply-Chains zu verbinden“, sagt Mattias Praetorius.

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:32
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