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„RFID im Blick“ Reportage: RFID in der Medizin 2015

Anja Van Bocxlaer

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Anja Van Bocxlaer

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RFID im Blick

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Der Patient | Die Klinik | Das Labor | Die Medizintechnik

RFID in der Medizin 2015Von Jan Phillip Denkers, Dunja Kandel und Anja Van Bocxlaer, „RFID im Blick

Der Spagat zwischen optimaler Patientenvorsorge und Wirtschaftlichkeit in allen Bereichen des Gesundheitswesens ist herausfordernd. Leistungserbringer sehen sich einem zunehmendem Sparzwang, bei mehr als 300 Milliarden Euro Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen 2012, ausgesetzt und dürfen dennoch nicht den Blick für die bestmögliche Patientenbetreuung verlieren.

 

Wie unterstützt RFID Pflegende und Patienten?

Die Patientenpflege ist zeit- und dokumentationsaufwendig. Der Bedarf nach automatisierten Lösungen nimmt zu.

Medizinische Hochschule HannoverIris Meyenburg-Altwarg, Geschäftsführerin Pflege, Medizinische Hochschule Hannover, im Gespräch mit „RFID im Blick“

„Um den Dokumentationsaufwand für die Pflegenden zu reduzieren, wird eine automatisierte Identifikation von Patienten unumgänglich – so blebt mehr Zeit für Pflege und Betreuung der Patienten.“

Immer weniger Pflegekräfte kümmern sich um immer mehr Patienten. Die Zeit für die Unterstützung der Patienten bei Körperpflege und der Nahrungsaufnahme, Arzneimittelgabe, Blutentnahme, Injektionsverabreichung sowie bei der Vorbereitung und des Anschlusses von Infusionen wird zunehmend geringer. Eine kürzere Verweildauer von Patienten trägt zu einem steigenden Dokumentationsaufwand bei. „Wir haben einen großen Bedarf an Lösungen zur Prozessautomatisierung“, sagt Iris Meyenburg-Altwarg.

Steht RFID auf dem Blutbeutel vor dem Durchbruch?

Die Interregionale Blutspende SRK (IRB SRK) will eine neuartige RFID-Kennzeichnung einsetzen, um den Weg des Blutes vom Spender bis zum Empfänger zu optimieren.

Blutspende SRK (IRB SRK)Wilhelm Hilger, Technischer Assistent, Interregionale Blutspende SRK, im Gespräch mit „RFID im Blick“

RFID-Tags auf Blutbeuteln - Die Möglichkeit zur eindeutigen und robusten Identifikation reduziert Verwechslungen auf ein Minimum und beschleunigt den Weg zum Empfänger.

RFID auf dem Blutbeutel – eine Applikation, die seit mehr als acht Jahren regelmäßig von Anbietern und Anwendern thematisiert wird. Jedoch wurde bislang keine sinnvoll einsetzbare und übertragbare Lösung entwickelt. Bisherige Versuche blieben Einzelanwendungen. Ein neuer Ansatz soll in der Lage sein, RFID auf dem Blutbeutel zum Durchbruch zu verhelfen. Dieser könnte noch in 2015 bei der IRB SRK in Bern erfolgen. Ende März startet ein erster Praxistest mit einer auf der Phasenjittermodulation (PJM) basierenden RFID-Applikation. Dieser Praxistest soll Gewissheit über die technologische Machbarkeit erbringen.

 

„Tracking & Tracing ist unser Alltagsgeschäft“

Nachverfolgbare Prozesse in der Inhouse-Logistik sind das A und O im Krankenhaus – auch mit RFID?

Klinik Logistik Eppendorf (KLE)Ansgar Kruth, Abteilungsleiter Transportwesen und Materialwirtschaft, MH Hannover und André Reinecke, Geschäftsführer, Klinik Logistik Eppendorf (KLE), im Gespräch mit „RFID im Blick“

Den Materialfluss im Blick - Ohne eine zuverlässige und reaktionsschnelle Logistik kann kein Krankenhaus die bestmögliche Patientenversorgung sicherstellen. Ein effektives Asset-Management reduziert Kosten.

„Die logistischen Anforderungen in einem Krankenhaus sind oftmals höher als in der Automobilindustrie“, sagt André Reinicke, der als Geschäftsführer der KLE die Logistik am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg verantwortet. „Notfälle können sämtliche Planungen nichtig machen.“ Bestmöglich organisierte Schnittstellen und flexible Prozessgestaltungen sollen einen reibungslosen Patienten- und Materialtransport gewährleisten. „Das Potenzial zur weiteren Automatisierung von Prozessen ist definitiv da. Konkrete Ansätze in Richtung RFID verfolgen wir aktuell jedoch nicht“, berichtet Ansgar Kruth, verantwortlich für die Inhouse-Logistik an der MHH.

RFID in der Pipette

Um die Rückverfolgung und Dokumentation des Einsatzes von Pipetten im reguliertem Umfeld zu erleichtern, kann das TrackIT-System der Eppendorf AG die in Geräten der Liquid- Handling-Produktlinie integrierten RFID-Tags lesen und beschreiben.

RFID in der PipetteUwe Dunker, Produktlinien Manager, Eppendorf AG, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Rückverfolgung von Pipetten - RFID-Tags in Liquid-Handling-Geräten erleichtern Verwaltung und Dokumentation

Labore verfügen nicht selten über viele hundert Liquid-Handling-Handgeräte. In den meisten Fällen unterliegt jedes einzelne Gerät der regelmäßigen Messmittelüberwachung. Dies erfordert einige zeitintensive Verwaltungsschritte, wie die Inventarisierung und Nachverfolgung der Geräte. Das bequeme Einlesen der individuellen Merkmale eines Instruments mithilfe des RFID-Tags erleichtert diese Arbeitsschritte signifikant.

Unsichtbare Helfer im OP und auf der Intensivstation

Mit der Entwicklung einer RFID-Applikation für optimierte Abläufe im OP und auf der Intensivstation traf Dräger ins Schwarze – die Nachfrage nach der Lösung steigt

DrägerAndreas Otto, Senior Product Manager, Dräger, im Gespräch mit „RFID im Blick“

„Die RFID-Technologie ist die Basis für zahlreiche Prozessoptimierung bei der Verwendung unterschiedlicher Zubehörteile, die für Beatmung und Anästhesie genutzt werden.“

Mit der Entwicklung einer RFID-Applikation für optimierte Abläufe im OP und auf der Intensivstation traf Dräger ins Schwarze – die Nachfrage nach der Lösung steigt.

20.000 Proben täglich fehlerlos identifiziert – ohne RFID?

Labore müssen extrem effizient und sorgfältig arbeiten. RFID kann dabei unterstützen. Es fehlt jedoch (noch) an wirtschaftlichen Lösungen

Institut für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam MVZAngela Borrink, Technische Laborleitung, LADR MVZ Dr. Kramer & Kollegen und Andreas Lamers, IT-Management, Institut für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam MVZ, im Gespräch „RFID im Blick“

RFID für Spezielle Lösungen gefragt - Bei der Standard-Probenidentifikation führt kein Weg am Barcode vorbei. In speziellen Bereichen schlägt jedoch die Stunde von RFID.

„Die positive Probenidentifikation ist der wichtigste Arbeitsschritt und die Grundlage in allen Prozessen im Labor“, sagt Angela Borrink, Technische Laborleitung, LADR MVZ Dr. Kramer & Kollegen und geht weiter: „Verwechslungen müssen absolut ausgeschlossen werden.“ Labore in Deutschland analysieren jeden Tag unzählige Proben aus Krankenhäusern und Arztpraxen. Großlabore mit mehreren tausend Kunden untersuchen allein jeden Tag bis zu 20.000 einzelne Proben. Die Untersuchungsaufträge begleiten die Proben auf Papier bis ins Labor. Nur mit optimal organisierten Prozessen lässt sich die Verwechslungsquote nahe null halten. „RFID könnte uns in unserer Arbeit unterstützen und entlasten. Der Bedarf ist definitiv da. Aktuell sehen wir jedoch noch keine Lösung, die wir einsetzen können“, sagt Andreas Lamers, IT-Management beim Institut für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam MVZ.

RFID kann mehr als nur RTLS!

Trotz zahlreicher realisierter Anwendungen ist RFID noch eine Nischentechnologie im medizinischen Umfeld – zu unrecht, wie innovative und wirtschaftliche Lösungen zeigen.

HID GlobalEric Suligoj, Director Business Development – Industry & Logistics, HID Global im Interview mit „RFID im Blick“

„Vor allem Transponder in unterschiedlichsten Bauformen und -größen, aber auch Reader-Module aus unserem Portfolio kommen bereits in unzähligen Applikationen in nahezu allen Bereichen der Medizin zum Einsatz.“

Kaum zählbare Prozesse können in einer Branche profitieren, in der Fehler oder Verwechslungen schlimmstenfalls den Tod eines Patienten zur Folge haben können. „Das RFID-Potenzial im Gesundheitswesen ist sehr viel facettenreicher als oftmals bekannt – und das nicht nur aus theoretischer Sicht“, stellt Eric Suligoj heraus. „Vor allem Transponder in unterschiedlichsten Bauformen und -größen, aber auch Reader-Module aus unserem Portfolio kommen bereits in unzähligen Applikationen in nahezu allen Bereichen der Medizin zum Einsatz.“ In welchen Prozessen RFID optimierend bereits genutzt wird, darüber sprach Eric Suligoj mit „RFID im Blick“.

Durchgängige Traceability ist nur mit RFID gegeben

RFID-Miniaturtransponder erfüllen alle Anforderungen für den Einsatz in medizinischen Instrumenten und Geräten - auch im Sterilisationsprozess

NeosidVon Yilmaz Benzer, Vertriebsleiter, und Eugen Swoboda, Entwicklungsleiter, Neosid im Interview mit „RFID im Blick“

Instrumenten-Tracking - Die Verfolgung von OP-Bestecken mit RFID hat wesentliche Vorteile. Die Technologie ist in der Anwendung erprobt und erfüllt die Anforderungen der Hersteller.

Technologisch erfüllen heutige RFID-Transponder alle Anforderungen für den Einsatz in medizinischen Instrumenten. Bereist getestet und erprobt sind RFID-Transponder für die Integration in OP-Bestecke, um komplette Tracking-Lösungen zu realisieren. Eine andere Anwendung ist die Authentifizierung von Applikatoren für medizinische Geräte mittels RFID-Technologie, wie Yilmaz Benzer und Eugen Swoboda, Neosid, im Interview mit „RFID im Blick“ erläutern. „Die Einsetzbarkeit und Zuverlässigkeit der RFID-Technologie ist im Bereich Medizintechnik gegeben. Speziell im Autoklavierprozess bestätigt die Technologie, dass sie zuverlässig arbeitet.“

Verbesserte Hygiene und weniger Kosten

Schrank-Systemlösung für OP-Kleidung senkt die Vorräte und unterstützt Hygieneanforderungen

ABG SystemsJos Fransen, Geschäftsführer, ABG Systems, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Management und Distribution von OP-Kleidung - Ein RFID-basiertes Aus- und Rückgabesystem reduziert Logistikkosten

Das Management von OP-Wäsche ist nicht nur logistisch, sondern auch aus Hygieneaspekten eine komplexe Aufgabe für Kliniken. Ein RFID-basiertes Ausund Rückgabesystem für OP-Kleidung unterstützt beide Aufgaben. Das System ist bereits in Krankenhäusern in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz sowie Notfallambulanzen implementiert. Zahlen aus dem praktischen Einsatz belegen, dass sich mit einem automatisierten System Bestände im Schnitt um 25 Prozent reduzieren lassen.

Innovation für die Medikation Smarte Patienteninformation
mit NFC

Schreiner MediPharm entwickelt gemeinsam mit Global Playern der Pharmaindustrie innovative RFID-Kennzeichnungslösungen, welche die Sicherheit und den Komfort der Selbstmedikation erhöhen

Schreiner MediPharmThorsten Kircher, Business Development Manager, Schreiner MediPharm, im Gespräch mit „RFID im Blick“

„Die Pharmaindustrie zeigt zunehmend Interesse an RFID und NFC, um innovative Produkte auf den Markt zu bringen, die nicht nur von der Wirkung her, sondern auch von der Funktion und Handhabung das Patientenwohl im Blick haben.“

Gemeinsam mit Herstellern werden Lösungen für Autoinjektoren konzipiert, die mittels integrierter RFID- und NFC-Technologie einen innovativen Weg beschreiten, um einfache Handhabung und sichere Verabreichung liquider Medikamente zu ermöglichen. „Schreiner MediPharm als Anbieter von Funktionsetiketten ist innerhalb der Schreiner Group der größte Geschäftsbereich und seit Jahrzehnten verlässlicher Partner der Pharmaindustrie. Mehr als 70 Prozent unseres Umsatzes erwirtschaften wir im Export von multifunktionalen Labels für diese Branche“, berichtet Thorsten Kircher. Dies zeige, dass Unternehmen weltweit nach hochwertigen Lösungen von Spezialisten suchen, die den hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden.

Letzte Änderung am Freitag, 30 Oktober 2015 18:03
RFID & Wireless IoT tomorrow 2017
RFID and Wireless IoT tomorrow 2017Mi, 27.- Do, 28. September
Van der Valk Airporthotel, Düsseldorf, Deutschland
80 Vorträge | 50 Aussteller | Live-Demos
Programm online auf www.rfid-wiot-tomorrow.com/de
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