• Technologie








    Schlagwortsuche
    Anwendungsbereich







    Keine Auswahl

KEMAS

RFID-Lösungen von Kemas für das moderne Krankenhaus | Interview mit „RFID im Blick“

Artikel | von KEMAS | 07. Mai 2015

RFID-Anwendungen, die das Handling von Betäubungsmitteln sicherer und das Management von Berufskleidung effizienter machen

Die Prozesse in einem Krankenhaus unterliegen besonderen Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Hygiene, um eine Gefährdung der Gesundheit von Patienten und Mitarbeitern zu verhindern. So müssen beispielsweise Betäubungsmittel vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Aufwendig ist auch der Umgang mit der Wäsche der Mitarbeiter. Das Unternehmen Kemas bietet für beide Bereiche Lösungen auf Basis von RFID-Technologie an und zeigt seine weiteren Visionen im unter der Leitung des Fraunhofer ISST geschaffenen „Krankenhaus der Zukunft“.

Frizzi Seltmann, Marketingmanagerin, Kemas, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Management von Berufsbekleidung

Die Verwaltung der Wäschelogistik im Krankhaus stellt eine arbeitsintensive Herausforderung dar. Aus Gründen der Hygiene muss zudem die Bekleidung eines Krankenhausmitarbeiters spätestens alle zwei Tage gewechselt werden. Die texLOG-Lösung von Kemas ermöglicht eine bedarfsgerechte Verfügbarkeit und eine Versorgung rund um die Uhr.

Herzstück tex NET Software

Hierfür werden UHF-Tags in die Textilartikel integriert und Informationen über das Item in der tex NET Software-Applikation hinterlegt. Darüber hinaus wird dort dem Krankenhauspersonal ein Bekleidungskontingent je nach Anforderung in Bezug auf Kleidergröße und -artikel zugeordnet. Nutzt ein Krankenhaus RFID-Mitarbeiterausweise, können diese zur Identifikation am Wäscheausgabeautomaten verwendet werden. So erhält der Mitarbeiter frische Kleidungsstücke gemäß seines Bekleidungsprofils. Bei Überschreitung des persönlichen Entnahmekontingents fordert das System eine Rückgabe von entliehener Wäsche. Neben der Wäscheausgabe an dezentralen Automaten bietet Kemas auch eine Raumlösung mit einem RFID-Gate an der Tür des Raumes falls dies die lokalen Begebenheiten des Krankenhauses erfordern.

Ziel: Poolbekleidungsversorgung und Bestandsreduktion

Der Vorteil der RFID-basierten Lösung ist ein besseres Management der Bekleidung durch Übergang von einer personenbezogenen Versorgung zu einer Poolbekleidungsversorgung. Anstatt einer starren, zentralen und personalintensiven Ausgabe können mehrere kleine Ausgabeautomaten, welche rund um die Uhr Kleidung zur Verfügung rücken. „Mitarbeiter müssen nicht mehr Bekleidung horten, um jederzeit frische Kleidung zu haben“, erklärt Frizzi Seltmann. Durch die kontinuierliche Erhebung von Nutzungsdaten wird die Transparenz gesteigert und somit lassen sich Warenströme optimieren, Schwundraten reduzieren und der Bedarf genau kalkulieren. All dies führt zur Reduzierung des Kleidungsbestandes und damit zu Kostenreduktionen.

Sicherheit von Betäubungsmitteln

Notwendigkeit Sicherheit: warum und wo?

Wegen der gesundheitlichen Risiken bei der falschen Einnahme unterliegen der Zugang und die Aufbewahrung von Betäubungsmitteln (BTM) strengen gesetzlichen Regeln. Da diese Medikamente allerdings auch essenzieller Bestandteil der modernen Medizin sind, müssen sie so gelagert werden, dass Berechtigte jederzeit Zugang haben, während der Zugriff durch unbefugte Personen verhindert wird.

RFID-basierte Schranklösung

Seit einiger Zeit wird in den Tiroler Landeskrankenanstalten (Tilak) eine RFID-basierte Schranklösung von Kemas eingesetzt. In einer Software werden befugte Personen berechtigt, die auf der Station oder im OP-Vorraum befindlichen BTM-Schränke zu öffnen. Per RFID-Karte können sich die Mitarbeiter am Schrank identifizieren und nach erfolgreicher Berechtigungsprüfung die Medikamente entnehmen.

Automatische Protokollierung

Automatisch wird jeder autorisierte und auch jeder Versuch eines unberechtigten Zugriffs protokolliert. Um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen, müssen das entnommene Medikament und die entnommene Menge jedoch manuell in einem sogenannten BTM-Buch notiert werden. Somit ermöglicht das System eine RFID-basierte, sichere Aufbewahrung bei gleichzeitiger Zugriffs- Protokollierung ohne Verlust der durch das klinische Umfeld erforderlichen Simplizität. Eine Erweiterung der Anwendung des Systems, beispielsweise die Einbindung in ein Alarmsystem wie in der Apotheke der Tilak, ist ebenfalls möglich.

Zwei Vorzeigesysteme zum Anfassen im Projekt mit dem Fraunhofern ISST

Kemas zeigt seit rund einem Jahr Visionen und Weiterentwicklungen von bereits zum Teil im Einsatz befindlichen Applikationen im vom Fraunhofer ISST eingerichteten „Krankenhaus der Zukunft“. Neben einem Wäscheausgabeautomaten steht ein Übergabesystem von Kemas im OP-Trakt, welches ebenfalls über einen Touchscreen komfortabel bedienbar ist. Werden Instrumentenbehälter und OP-Sets mit RFID-, Barcode- oder QRCode- Labels versehen, kann die Einlagerung und Entnahme aus dem Schrank automatisch dokumentiert werden, um in Echtzeit einen Überblick über den aktuellen Bestand zu haben.

Letzte Änderung am Montag, 06 Juli 2015 12:03
RFID & Wireless IoT tomorrow 2019
RFID and Wireless IoT tomorrow 2019Der europaweit größte Kongress für RFID & Wireless IoT
Di, 29.- Mi, 30. Oktober
Darmstadtium, Darmstadt bei Frankfurt, Deutschland
Kongress | Ausstellung | Live-Demos
Folgen Sie uns auf www.rfid-wiot-tomorrow.com/de
Wir freuen uns auf Sie!