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RFID im Blick

Unsichtbare Helfer von Dräger im OP und auf der Intensivstation | Interview mit „RFID im Blick“

Use Cases | von PR RFID im Blick | 28. Mai 2015
Muss ein Beatmungspatient transportiert werden, können sämtliche Parameter zur Beatmung auf dem RFID-Transponder des Schlauches gespeichert werden. Die Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter unterstützt bei der optimalen Behandlung der Patienten. Muss ein Beatmungspatient transportiert werden, können sämtliche Parameter zur Beatmung auf dem RFID-Transponder des Schlauches gespeichert werden. Die Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter unterstützt bei der optimalen Behandlung der Patienten. BILD: Dräger

Mit der Entwicklung einer RFID-Applikation für optimierte Abläufe im OP und auf der Intensivstation traf Dräger ins Schwarze – die Nachfrage nach der Lösung steigt

Ist der Schlauch korrekt angeschlossen? Wann muss der Flow-Sensor gewechselt werden? – Diese und weitere Fragen zu optimierten Abläufen beim Gebrauch von Beatmungs- und Anästhesiegeräten beantwortet in Geräten von Dräger eine RFID-Applikation. „Die RFID-Technologie ist die Basis für zahlreiche Prozessoptimierung bei der Verwendung unterschiedlicher Zubehörteile, die für Beatmung und Anästhesie genutzt werden. Mögliche Verwechslungen werden minimiert, Wechselintervalle automatisch angezeigt sowie Patientenparameter zwischen den Geräten übertragen – das unterstützt die Sicherheit in den Arbeitsabläufen, auch wenn es im OP oder auf der Intensivstation hektisch zugeht. Die RFID-Technologie trägt zu einem verbesserten Arbeitskomfort entscheidend bei“, erläutert Andreas Otto, der die RFID-Produktentwicklung bei Dräger verantwortet.

Andreas Otto, Senior Product Manager, Dräger, im Gespräch mit „RFID im Blick“

RFID-Innovation im Intensivbereich

„In der Kommunikation zwischen Gerät und Zubehör mittels RFID sehen wir uns als Pionier“, berichtet Andreas Otto. „Als wir 2009 die ersten Beatmungsgeräte mit integrierter RFID-Technologie auf den Markt brachten, war dies eine weltweite Premiere.“ Gemeinsam mit einem RFID-Reader- und Antennenhersteller sowie einem Unternehmen für RFID-Speziallabels wurde bei Dräger eine auf Basis der HF-Frequenz kommunizierende Applikation entwickelt, die beispielsweise beim korrekten Anschluss von Zubehör an Beatmungs- und Anästhesiegeräte für Operationssäle und Intensivstationen unterstützt. Neben konventionellen Label-Transpondern bei Einwegprodukten setzt Dräger beim aufbereitbaren Zubehör auch autoklavierbare Transponder ein, die problemlos Temperaturen von bis zu 134 Grad Celsius in der Dampfdrucksterilisation überstehen. „Neben der Verwechslungskontrolle ermöglicht unsere Lösung noch weitere Funktionen, die Klinikmitarbeiter bei ihrer Arbeit unterstützen. Aktuell stehen 24 verschiedene Zubehörteile mit RFID-Funktionalität zur Verfügung.“

RFID anstatt Farbkennzeichnung

Normen schreiben vor, dass Anschlüsse von Beatmungsschläuchen einheitlich gestaltet sein müssen. Das grenzt Möglichkeiten für Kennzeichnungen über farbliche Unterschiede oder mechanische Kennzeichnungen, beispielsweise durch eine Vertiefung, offenbar ein. „Mittels RFID können äußerlich weitgehend standardisierte Zubehörteile dennoch durch akustische und optische Alarme unterscheidbar gemacht werden. So können wir dazu beitragen, die Vertauschungssicherheit zu erhöhen“, erläutert Andreas Otto.

Kontrolle mit RFID für Beatmungsschläuche

Beatmungsschläuche werden für unterschiedliche Patientenkategorien, beispielsweise für Erwachsene, Kinder oder Neugeborene, hergestellt. Die Anschlüsse sind jedoch bei nahezu allen Modellen gleich, was leicht zu Verwechslungen führen kann. „Um bei der richtigen Zuordnung von Schlauch zu Patient beziehungsweise zu Gerät zu helfen, haben wir einen HF-RFID-Transponder in den Anschluss integriert. Wird ein Schlauch falsch herum an den inspiratorischen Port des Beatmungsgerätes gesteckt, wird dies von einer in den Port integrierten Antenne erkannt und ein Warnsignal – optisch und/oder akustisch – wird ausgelöst. Ebenso wird ein Alarm ausgelöst, wenn ein Schlauch angeschlossen wird, der nicht zur im Gerät eingestellten Patientenkategorie passt“, erklärt Andreas Otto die Funktion der Kontrolle mittels RFID-Technologie. „Die innovative Drahtlostechnologie kommt auch beim Anschluss eines manuellen Beatmungsbeutels zum Einsatz. Es könnte beispielsweise vorkommen, dass er am falschen Port eines Anästhesiegerätes angesteckt und somit der Beutel und nicht der Patient beatmet werden würde. Mit RFID kann das besser verhindert werden.“

Mittels RFID erkennt das Gerät automatisch, ob sich der CO2-Absorber korrekt im Halter oder lediglich in der Parkposition befindet. Direkt nach dem Start der Beatmung wird ein Alarm ausgelöst, wenn der Absorber sich nicht in der korrekten Position befindet.Mittels RFID erkennt das Gerät automatisch, ob sich der CO2-Absorber korrekt im Halter oder lediglich in der Parkposition befindet. Direkt nach dem Start der Beatmung wird ein Alarm ausgelöst, wenn der Absorber sich nicht in der korrekten Position befindet.

Konfiguration auf dem Transponder gespeichert

Wird ein Patient, der permanent beatmet werden muss, aus dem OP auf die Intensivstation transportiert, unterstützt die RFID-Lösung die Mitarbeiter bei der Konfiguration der Beatmungsgeräte, berichtet Andreas Otto: „Die Konfiguration der Beatmung unterscheidet sich von Patient zu Patient, beispielsweise nach Alter, Größe und Gewicht, aber auch danach, in welchem Maße der Patient die Atmung noch selbst unterstützt. Diese Parameter muss das Klinikpersonal in den Beatmungsund Anästhesiegeräten individuell einstellen. Bei unserem System können alle Konfigurationen auf den Transponder im Anschluss des Schlauches geschrieben werden und beim Anstecken an ein weiteres Gerät automatisch gelesen und übernommen werden.“

Vereinfachte Austauschkontrolle

Zubehörteile an Beatmungs- und Anästhesiegeräten werden regelmäßig ausgetauscht, um die einwandfreie Funktion zu gewährleisten und so die Sicherheit der Beatmungspatienten sicherzustellen. „Die Dokumentation der Austauschintervalle erfolgt ohne RFID über Listen und handschriftliche Notizen oder Aufkleber an den Zubehörteilen. Das erfordert, dass das Klinikpersonal regelmäßig die handschriftlichen Daten prüfen muss, damit kein Austausch verpasst wird. „Die RFID-Transponder in den Anschlüssen der Zubehörteile vereinfachen diese Kontrolle erheblich. Individuelle Intervalle zum Austausch von Beatmungsschläuchen, aber auch von Atemluft-Durchfluss-Sensoren, Exspirationsventilen oder Atemkalkbehältern lassen sich programmieren. Steht ein Austausch an, werden die Mitarbeiter automatisch per Meldung auf dem Bildschirm benachrichtigt“, erklärt Andreas Otto.

Automatische Kompatibilitätsprüfung

„RFID-fähige Geräte von Dräger sind nicht nur in der Lage, falsch angesteckte Zubehörteile zu erkennen, auch wird beim Anstecken automatisch überprüft, ob das Zubehörteil überhaupt für die Nutzung mit dem Gerät zugelassen und zertifiziert ist“, sagt Andreas Otto. Mittels der automatischen Kompatibilitätsprüfung werden potenzielle Gefahren für den Patienten, aber auch für die Funktion des Gerätes vermieden.

Die Nachfrage steigt

Seit 2009 ist die Anzahl von Geräten mit RFID-Funktionalität angewachsen, auch sind weitere Zubehörteile mit RFID-Transponder erhältlich. „Beatmungs- und Anästhesiegeräte sind in Kliniken zwischen acht und zehn Jahren im Gebrauch. Investitionen in Innovationen werden somit vom Einkauf genauestens geprüft. Kliniken haben die Wahl, ob sie unser Zubehör mit zahlreichen Mehrwerten auf Basis der RFID-Technologie nutzen oder ob sie Fremdprodukte anschließen. Aber der Zuspruch aus dem Markt signalisiert uns, dass unsere Innovation gebraucht wird, sodass es unser mittelfristiges Ziel ist, einen Großteil der Zubehörteile mit RFID-Funktionalität anzubieten“, schaut Andreas Otto auf die zukünftige Ausrichtung.

Letzte Änderung am Donnerstag, 22 Oktober 2015 13:06
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