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Liv Tec: Ortung geht auch in Extrembedingungen

Artikel | von LIV tec | 01. Juni 2015
Abbildung verschiedener Ortungs-Technologien zu einer Gesamtlösung Abbildung verschiedener Ortungs-Technologien zu einer Gesamtlösung BILD: Liv Tec

Auch in anspruchsvollen Industrie-Umgebungen lassen sich Ortungsaufgaben mit Genauigkeit lösen

„Die exakte Ortung in Produktionsprozessen ist für Industrieunternehmen oft noch ein schwarzes Loch“, sagt Peer Kohlstetter, LIV Tec. Um Prozesse zu optimieren, ist die genaue Positionserfassung von Flurförderzeugen, Gitterboxen, Assets sowie teurer Werkzeuge oder Geräte in großen Hallen oder Geländen jedoch entscheidend. „Welche Technologien dabei eingesetzt werden, hängt maßgeblich von der Lösung ab. Alles von vornherein mit WLAN, Wifi oder aktiver RFID erschlagen zu wollen, ist nicht sinnvoll. In Extremumgebungen, wo diese an ihre Grenzen stoßen können, bedarf es dann technologischer Alternativen.“

Peer Kohlstetter, Geschäftsführer, LIV Tec, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Objekte finden? Oft noch ein schwarzes Loch

Ein klassischer Anwendungsfall für die Ortung mit RFID ist das Asset-Management, sprich Objekte, die sich auf Containern, Paletten oder Rollwagen durch den Produktionsprozess bewegen, mit aktivem RFID-Tags im kompletten Gebäude orten zu können. „Viele Industrieunternehmen wissen oft nicht, in welchem Produktionsschritt genau sich ein Objekt befindet. So können beispielsweise Paletten für einzelne Gewerke auf Wagen ein oder zwei Wochen automatisch durchs Haus fahren, ohne deren exakten Aufenthaltsort zu kennen. Dies ist aber entscheidend, um den aktuellen Produktionsstand oder Arbeitsschritt pro Gewerk verwalten, auswerten und optimieren zu können“, erklärt Peer Kohlstetter. Die effektive Überwachung von teuren Werkzeugen und Geräten in großen Hallen und Geländen inklusive Alarmfunktion ist ein weiteres Einsatzgebiet. Diese Szenarien ließen sich gut mit passiver Technologie oder WLAN-Ortung im Außenbereich kombinieren.

Peer KohlstetterPeer Kohlstetter „Viele Industrieunternehmen wissen oft nicht, in welchem Produktionsschritt sich genau das Equipment befindet. Dies ist aber entscheidend, um den aktuellen Produktionsstand oder Arbeitsschritt pro Gewerk auswerten und optimieren zu können.“

Extremfall: Positionserfassung im Bleiwerk mit Beregnungsanlage

Es gibt aber auch Anwendungsfälle, in denen es Alternativen bedarf, speziell für Industriehallen, in denen extreme Bedingungen vorherrschen. Ein aktuelles Projekt von LIV Tec ist die Ortung in einem Bleiwerk. Hier muss gegen den hochgiftigen Bleistaub eine Beregnungsanlage in Betrieb sein, während ein Radlader in der Halle das Blei auflädt. „Eine RFID-Lösung ist aufgrund des reflektierenden Bleis am Boden nicht realisierbar. Daher wurde zusammen mit Fraunhofer eine neuartige Positionierungslösung entwickelt“, so Kohlstetter. Mit dem LIV DMS-System wird die Anlage in der Zone aktiviert, in welcher ein Fahrzeug arbeitet. Auf den Radladern sind Tags installiert, Anker an der Decke messen die Entfernung zu dem Objekt und ermitteln mittels Triangulation die Position. Die per DMS erfassten Informationen werden dann über die LIV Integrationsplattform an das Steuersystem des Unternehmens übergeben. „Grundsätzlich lässt sich das System aber mit RFID kombinieren. Für die Anker wurde per 3D-Druck von LIV Tec ein Gehäuse entwickelt, in welches sich auch ein RFID-Tag integrieren lässt und das dabei trotzdem klein genug bleibt, um auf einem Radlader oder Flurförderzeug montiert werden zu können, ergänzt Kohlstetter.

Neue Positionierungstechnologie für Industriehallen

Das neuartige System ermöglicht in Industriehallen und schwierigen Umgebungen eine Ortung, je nach Anzahl der Anker, mit einer Genauigkeit von einem Meter, wie der Geschäftsführer erläutert. „In großen offenen Hallen liefern Technologien wie GPS oder Wifi nur schlechte Genauigkeit. DMS ist speziell für freie Luftflächen eine genaue Positionierungstechnologie, um Prozesse zu optimieren und Anwendungsfälle zu realisieren, die bisher vielleicht an Kosten oder mit anderen Technologien gescheitert sind.“

Die Wahl der Technologie ist lösungs-, nicht technologiegetrieben

Grundsätzlich müsse aber im Einzelfall analysiert werden, welche Technologie die passende sei: „Industrieunternehmen suchen – gerade im Kontext von Industrie 4.0 – nach Optimierung und Lösungen, die flexibel anpassbar ist. Unser Ansatz ist daher immer lösungs-, nicht technologiegetrieben“, erklärt Kohlstetter. Auf der LIV-Plattform können verschiedene Technologien integriert werden. „Wir definieren erst die Anforderungen und testen dann die Technologien, bevor wir die Lösung implementieren. Wichtig ist uns, die Anforderungen des Anwenders zu kennen. Daher suchen wir auch Partner, welche die Kundenprobleme genau verstehen. Dazu können wir die passenden Technologien Softwarepartnern empfehlen, welche die Lösung dann bei dem Endanwender installieren“, so der Geschäftsführer.

Letzte Änderung am Dienstag, 30 Juni 2015 11:48
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