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Ganzmetalltransponder von Contrinex trotzen Hochdruckreinigung und Chemikalien in Wash-Down-Prozessen

Artikel | von Contrinex Sensor | 30. Juni 2015
Die an Faserzementpumpen eingesetzten RFID-Datenträger müssen verschmutzungs-, laugen- und wasserresistend sein sowie trotz Belägen lesbar bleiben. Die an Faserzementpumpen eingesetzten RFID-Datenträger müssen verschmutzungs-, laugen- und wasserresistend sein sowie trotz Belägen lesbar bleiben. BILD: Contrinex

Sicher identifiziert selbst unter Hochdruck!

Wo im wahrsten Sinne des Wortes unter Hochdruck gearbeitet wird, sind Wasser, hohe Temperaturen, Chemikalien und Drücke bis 100 bar im Spiel. In Wash-Down-Prozessen stoßen Standardtransponder an ihre Grenzen, wie Norbert Matthes, Contrinex, erklärt. Ganzmetalltransponder mit Edelstahlgehäuse bringen alle Eigenschaften mit, um in widrigen Umgebungsbedingungen störungsfrei zu arbeiten. Sei es in der Lebensmittelindustrie, der Bauwirtschaft, im Zementwerk oder der Aluminiumfertigung.

Norbert Matthes, Produktmanager Contrinex Sensor, im Interview mit „RFID im Blick“

Aggressive Reinigungsmittel in Wash-down-Prozessen

Bei Wash-down-Prozessen werden Werkzeuge für Maschinen, Baufahrzeuge, Geräte oder Bauteile von Ölen, Kühlmittel- Span-Gemischen oder Schmutz unter Hochdruck gereinigt. Dabei kommen 85 Grad heißes Wasser und aggressive Reinigungsmittel zum Einsatz. Diese extremen Bedingungen fordern Transpondern einiges ab. Darüber hinaus sind Datenträger Einflüssen wie Öl oder Lauge sowie Beanspruchungen durch Korrosion, Schlag oder Abrieb ausgesetzt. „In diesen Umgebungen werden wir mit Anforderungen konfrontiert, die sich mit Standardkomponenten nicht lösen lassen. Ganzmetalltransponder widerstehen diesen Bedingungen und haben sich bereits in diversen rauen Umgebungen als unempfindlich gegen äußere Einflüsse erwiesen. Gerade in diesem störanfälligen Umfeld haben LF- und HF-Transponder daher ihre Berechtigung“, erklärt Norbert Matthes.

Lebensmittelindustrie: Transponder mächtig unter Dampf

In der Lebensmittelindustrie müssen RFID-Systeme zahlreiche Randbedingungen erfüllen. Die Komponenten müssen aus Hygienegründen aus Edelstahl und reinigungsbeständig sein. Verpackungsmaschinen beispielsweise werden mindestens einmal täglich gründlich eingeschäumt und gereinigt und sind daher aus Edelstahl gefertigt. „RFID-Transponder sind aggressiven Reinigungsmitteln ausgesetzt, ohne dabei Schaden nehmen zu dürfen. Zudem müssen sie in der Edelstahlumgebung der Maschine störungsfrei funktionieren - alles Gründe, die für den Einsatz von Edelstahltranspondern sprechen“, erläutert Norbert Matthes. Bei einem Hersteller von Food-Verpackungsmaschinen werden Contrinex-Ganzmetallttransponder aus Edelstahl für die automatische Werkzeugerkennung genutzt, um einen schnellen Werkzeugwechsel mit automatischer Parametrierung der Maschine zu gewährleisten.

„Bei jedem Wechsel durchlaufen die Werkzeuge einen Reinigungsprozess mit Hochdruckstrahler und Chemikalien. Da die Transponder bei diesem Prozess in den Werkzeugen verbleiben, sind diese komplett hermetisch abgeschlossen sowie vollbündig und plan in das Werkzeug eingeschraubt, sodass nur die Stirnfläche des Tags sichtbar ist. Der vollbündige Verbau in Metall ist für diese Anwendung ein weiterer Vorteil von LF-Transpondern“, so Matthes.

Mit Hammer und Meißel am Werk: Inventarisierung von Betonpumpen im Zementwerk

Ein anderes Szenario: In der Bauindustrie sind Baufahrzeuge oder Geräte prozessbedingt starken Verschmutzungen ausgesetzt. Bei dem Hersteller von Faserzementplatten Eternit werden die eingesetzten Schlauch- und Kreiselpumpen mit Hochdruckreinigern gereinigt. Hier stellen Ganzmetall-RFID-Tags von Contrinex die dauerhafte Identifizierung von rund 30 Pumpen sicher, um diese zu inventarisieren sowie zusätzliche Wartungs- und Verschleißinformationen auf die Datenträger, die fest und bündig mit dem Untergrund verschraubt sind, zu schreiben. „Hinzu kommt, dass die Transponder der Behandlung mit grobem Werkzeug ausgesetzt sind, da die Betonwesten an den Pumpen vor der Reinigung zunächst mit Hammer und Meißel regelrecht abgeschlagen werden“, erklärt Norbert Matthes.

Keine Beeinträchtigung durch Späne bei der Aluminiumbearbeitung

Aber auch andere Fertigungsumgebungen können RFID-Systemen einiges abverlangen. So werden beispielsweise bei dem Automobilzulieferer AE Group, wo unter anderem Achstriebgehäuse aus Aluminiumteilen gefertigt werden, Werkstückträger für Getriebeteile mittels RFID-Datenträgern identifiziert. Da während der Fertigung oft Aluspäne auf die Schreib-/ Leseköpfe fallen, war laut Norbert Matthes die Zuverlässigkeit des Contrinex-Systems in diesem Umfeld ein wichtiger Entscheidungsgrund: „Aluminiumspäne können einerseits zu mechanischem Verschleiß bis hin zum Ausfall eines Schreib-/ Lesekopfes führen, was den Ausschuss des transportierten Gehäuses bedeutet. Anderseits können die Späne das elektromagnetische Feld dämpfen, sodass die Lesbarkeit beeinträchtigt ist. Bei Transpondern und Schreib-/Leseköpfen im einteiligen Edelstahlgehäuse hingegen geht der mechanische Verschleiß nahezu gegen Null. Zudem kann aufgrund der verwendeten LF-Frequenz die Kommunikation aufrecht erhalten werden. Denn je höher die Frequenz, desto stärker die Störeinflüsse durch umgebenes Metall.“

Ganzmetalltransponder mit Edelstahl-Rüstung

Die Ganzmetall-Schreib-/Leseköpfe und Tags sind für einen Betriebstemperaturbereich von minus 40 bis plus 180 Grad Celsius (LF) beziehungsweise plus 250 Grad Celsius (HF) für den Hochtemperaturbereich verfügbar. Alle Ganzmetall-Datenträger entsprechen der Schutzart IP68 und funktionieren somit auch unter Wasser. Modelle, die zusätzlich die speziell im Lebensmittelbereich übliche Schutzart IP69K aufweisen, eignen sich auch für Hochdruckreinigung, Heißwasser und chemisch hoch aktive Reinigungs- und Desinfektionsmittel, insbesondere Wasserstoffperoxid, aber auch andere alkalische und chlorhaltige Produkte. Für diese Anforderungen sind die Transponder hermetisch in einem einteiligen Edelstahlgehäuse gekapselt, bei dem eine laserverschweißte Rückwand aufgebracht ist.

Letzte Änderung am Dienstag, 30 Juni 2015 12:26
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