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RFID im Blick

Wie unterstützt RFID Pflegende und Patienten? | Interview mit Iris Meyenburg-Altwarg

Use Cases | von PR RFID im Blick | 06. Juli 2015
„Wir haben einen großen Bedarf an Lösungen zur Prozessautomatisierung“ „Wir haben einen großen Bedarf an Lösungen zur Prozessautomatisierung“

Die Patientenpflege ist zeit- und dokumentationsaufwendig. Der Bedarf nach automatisierten Lösungen nimmt zu

Immer weniger Pflegekräfte kümmern sich um immer mehr Patienten. Die Zeit für die Unterstützung der Patienten bei Körperpflege und der Nahrungsaufnahme, Arzneimittelgabe, Blutentnahme, Injektionsverabreichung sowie bei der Vorbereitung und des Anschlusses von Infusionen wird zunehmend geringer. Eine kürzere Verweildauer von Patienten trägt zu einem steigenden Dokumentationsaufwand bei. „Wir haben einen großen Bedarf an Lösungen zur Prozessautomatisierung“, sagt Iris Meyenburg-Altwarg.

Iris Meyenburg-Altwarg, Geschäftsführerin Pflege, Medizinische Hochschule Hannover, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Aufwand verringern, Qualität erhöhen

„Um den Dokumentationsaufwand für die Pflegenden zu reduzieren, wird eine automatisierte Identifikation von Patienten unumgänglich – so bleibt mehr Zeit Pflege und Betreuung der Patienten. Auch mögliche Fehler durch sprachliche Barrieren könnten so vermieden werden.“ Derzeit wird jeder Patient über ein Armband identifiziert, das in Klarschrift über die Patienten- und Stationsnummer, den Namen sowie das Geburtsdatum informiert. „Ein visueller Abgleich des Bandes mit den Unterlagen ist somit immer erforderlich und kann zu Fehlern führen. Der Abgleich ist ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der durch eine automatisierte Erfassung entfallen kann.“

Iris Meyenburg-AltwargIris Meyenburg-Altwarg „Um den Dokumentationsaufwand für die Pflegenden zu reduzieren, wird eine automatisierte Identifikation von Patienten unumgänglich – so blebt mehr Zeit für Pflege und Betreuung der Patienten.“

Individuelle Pflegemaßnahmen im Blick

Die Zunahme neuer Behandlungs- und Therapiemethoden erhöht die Anzahl von patienten spezifischen Mischlösungen, die in individuellen Dosierungen und Zeiträumen verabreicht werden, so Iris Meyenburg-Altwarg: „Dabei ist es wichtig, nicht nur die richtige Dauer der Infusion über Spritzen- oder Infusionspumpen zu überwachen, sondern auch das richtige Medikament an den richtigen Patienten zu bringen. Über einen RFID-Chip kann die Zuordnung zum Patienten erfolgen und so die Erfassung automatisch in einem Dokumentationssystem gespeichert werden. In der Intensivmedizin wird bereits über das Dokumentationssystem die Geschwindigkeit der Infusionspumpen angepasst, aber eine stationsübergreifende Lösung auf Basis einer automatischen Patientenidentifikation ist bei uns nicht realisiert.“

Säuglinge in Sicherheit

Jährlich werden 2.000 Babys in der MHH geboren, Tendenz steigend. „Gesunde Neugeborene bleiben heute in der Regel bei ihren Müttern im Zimmer und werden von den Müttern eigenständig versorgt. Einerseits eine zeitliche Entlastung für die Pflegenden, andererseits werden Säuglinge nicht mehr permanent in einem Raum vom Pflegepersonal zentral überwacht. Wir müssen absolut sicherstellen, dass Entführungen und Verwechslungen zu 100 Prozent ausgeschlossen sind. Eine Lösung, welche das Pflegepersonal automatisch informiert, sollte ein Neugeborenes ohne die Mutter die Station verlassen, wäre für uns eine große Hilfe“, so Iris Meyenburg- Altwarg.

Lesen Sie mehr über RFID in der Medizin (Ein Thema – vier Bereiche: Der Patient, Das Krankenhaus, das Labor und die Medizintechnik) in der Märzausgabe 2015!

Besuchen Sie das Forum 5 der „RFID tomorrow 2015“ mit dem Thema „RFID in medizinischen Prozessen“.

Letzte Änderung am Donnerstag, 22 Oktober 2015 13:06
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