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RFID tomorrow

RFID tomorrow 2015: 160.000 Ventile bei Copenhagen Energy - Wie finde ich die Daten dazu?

Use Cases | von RFID & Wireless IoT tomorrow | 30. Juli 2015
RFID tomorrow 2015: 160.000 Ventile bei Copenhagen Energy - Wie finde ich die Daten dazu? BILD: Veriloc Automation

Bei Hofor (Copenhagen Energy) werden alle Komponenten im Trinkwassernetz der dänischen Hauptstadt sowie in 15 Pumpstationen mit RFID erfasst und zentral verwaltet

Ein 2.000 Kilometer langes Wassernetz, durch das 50 Milliarden Liter Frischwasser pro Jahr fließen und eine Million Bewohner im Großraum Kopenhagen täglich mit Trinkwasser versorgt. Eine Mammutaufgabe! Nicht nur für den Wasserversorger Hofor (Copenhagen Energy), der die höchste Qualität des Frischwassers durch strenge Kontrollen sicherstellt, sondern auch für dessen Servicemitarbeiter, welche die 160.000 Ventile in allen Stadtbezirken regelmäßig warten. Mit der von dem dänischen Systemintegrator Veriloc Automation integrierten RFID-Lösung läuft dies in der Metropolregion RFID- und webbasiert.

Interview mit Christian Almskou, Managing Director, Veriloc Automation ApS

Sauberes Wasser

Christian AlmskouChristian Almskou Hofor (Copenhagen Energy) produziert Trinkwasser in sieben regionalen Wasserwerke und acht lokalen Werken. Zudem gehören dem Frischwasserversorger im Kopenhagener Stadtgebiet alle Wasserleitungen, die mit 160.000 Ventilen zum Öffnen und Schließen der Leitungen versehen sind. „Copenhagen Energy kam auf uns zu, da das Unternehmen eine Lösung für die Wartung suchte, die dabei unterstützt, die hohen Qualitätsansprüche sicherzustellen“, erklärt Christian Almskou von dem dänischen Systemintegrator Veriloc Automation. „Die gemeinsam entwickelte RFID-Lösung ersetzt nicht nur komplett die Papierarbeit, sondern erlaubt auch den zentralen Abruf der Wartungsdaten aller Komponenten in seinem Netzwerk sowie in den Pumpstationen nahezu in Echtzeit.“

Daten dort, wo sie genötigt werden: auf der Straße!

„Aktuell werden in einem laufenden Prozess alle Ventile im Großraum Kopenhagen gemeinsam mit Hofor getaggt“, so Christian Almskou. Die Ventile sind mit RFID-Tags speziell für raue Umgebungen, unter anderem Tags von AEG ID, ausgestattet. Auch Komponenten wie Rohre, Absperrhähne und andere Komponenten in den Pumpstationen sind, je nach der zu kennzeichnenden Komponente, mit unterschiedlichen Transpondertypen, versehen. Die durch Veriloc integrierte Lösung umfasst ebenfalls RFID-Reader, die mit Smartphones und Tablets (Android und IOS) interagieren. Dafür hat Veriloc eigens eine App programmiert, welche für die Kommunikation mit dem RFID-Reader sowie dem webbasierten Serviceportal sorgt, in dem alle Informationen über die wartungspflichtigen Komponenten hinterlegt sind.

RFID tomorrow-2015Christian Almskou, Managing Director bei Veriloc Automation, referiert auf der RFID tomorrow 2015 am 29. September in Forum 2 - "RFID in der Industrie" über:

"Versorgungsunternehmen wie HOFOR nutzen im Asset Management RFID und Software-as-a-Service-Lösungen"

Null Papier, 100 Prozent RFID

Alle Servicemitarbeiter auf den Straßen von Kopenhagen können über das Smartphone schnell und einfach auf das Serviceportal zugreifen und direkt vor Ort die für sie relevanten Informationen wie Typ, Hersteller, geotaggte Installation, Datum der letzten Inspektion etc. der zu wartenden Ventile abfragen. Unterstützend lassen sich beispielsweise Benutzerhandbücher oder Servicevideos auf das Mobilgerät laden. „Dies ist speziell bei älteren Komponenten relevant, wenn der Techniker nicht genau weiß, wie diese repariert werden soll. Wichtig: Der Service-Log ist sichtbar für alle Mitarbeiter“, betont Christian Almskou.

Das Ergebnis: Asset Management in Echtzeit, saubere Frischwasserversorgung

„Vor der Implementierung der RFID-Lösung waren all diese Informationen nur papierbasiert vorhanden. Jetzt hat Hofor durch die automatische Datenerfassung volle Transparenz in Echtzeit: Wichtige Servicedaten sind mobil genau dort für die Mitarbeiter abrufbar, wo sie benötigt werden – und zwar ohne Zettel und Stift. Durch die zentrale Verfügbarkeit aller Daten im Serviceprotokoll auf dem Web-Portal legt die RFID-basierte Lösung auch die Basis für zukünftige vorausschauende Wartung. „Beispielsweise können Ergebnisse von Leckageprüfungen darüber Aufschluss geben, ob eine Komponente in naher Zukunft ausgetauscht werden muss. Im Serviceportal sind ebenfalls Subunternehmen für Reparaturen hinterlegt. Wird ein Leck entdeckt, kann direkt eine Meldung an das zu beauftragenden Unternehmen erfolgen“, so Christian Almskou und ergänzt: „Auch dies ist bereits Bestandteil der Lösung, die Hofor insgesamt nicht zuletzt hilft, eine hohe Sicherheit der Frischwasserversorgung sicherzustellen.“

Letzte Änderung am Samstag, 24 Oktober 2015 20:56
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