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RFID tomorrow 2015: Sicherheit im Krankenhaus? - Die tirol kliniken zeigen, wie es funktioniert!

Use Cases | von RFID & Wireless IoT tomorrow | 18. August 2015
„Der Erfolg der RFID-basierten Zutritts- und Zugriffssteuerung als Teil unseres ganzheitlichen Security-Konzeptes wiegt den dafür betriebenen Aufwand mehr als auf: Bis heute sind keine Fälle von versuchtem oder erfolgreichem Missbrauch bekannt!“ „Der Erfolg der RFID-basierten Zutritts- und Zugriffssteuerung als Teil unseres ganzheitlichen Security-Konzeptes wiegt den dafür betriebenen Aufwand mehr als auf: Bis heute sind keine Fälle von versuchtem oder erfolgreichem Missbrauch bekannt!“

Einmalig im deutschsprachigen Raum: Die RFID-Multifunktionskarten der tirol kliniken-Mitarbeiter sind der Schlüssel zu einem ganzheitlichen Service- und Security-Konzept

Spätestens seit 2003 ist das Thema eines ganzheitlichen Security-Konzeptes Chefsache im Krankenhausverbund „tirol kliniken“: Der Klinikvorstand richtete eine Stabsstelle ein, um sämtliche Security- Aktivitäten in einer Abteilung zu bündeln – mit Erfolg. Heute sind die tirol kliniken ein Vorreiter eines zukunfts- und bedarfsorientierten Securitymanagements im deutschsprachigen Raum. Angefangen mit elektronischen Zutrittslösungen vor 15 Jahren, gehören heute Übergabesysteme für physische Schlüssel, Betäubungsmittel und Post ebenso zum Konzept wie die Vorrangsteuerung von Fahrstühlen. Durch den Einsatz der RFID-Mitarbeiterkarte als Identifikationsmedium zu allen Anwendungen lässt sich jeder Zugriff/Zutritt sorgsam dokumentieren.

Jürgen Schreiber, Securitymanager, tirol kliniken, im Interview mit „RFID im Blick“

Offenes Krankenhaus vs. Gefährdung – (k)ein Widerspruch?

Jürgen SchreiberJürgen Schreiber „Grundsätzlich ist ein Krankenhaus ein öffentlich zugänglicher Bereich und muss einen ungehinderten Zutritt für Patienten zu den medizinischen Einrichtungen gewährleisten“, untermauert Jürgen Schreiber gleich zu Beginn des Interviews und führt aus: „Gleichzeitig sind Krankenhäuser einer Vielzahl an Gefährdungen ausgesetzt. Das reicht von Diebstählen und Unterschlagungen über Körperverletzung, Stalking und Drohungen bis hin zu Internetkriminalität und Terrorismus. Mitarbeiter und Patienten müssen ebenso geschützt werden wie zahlreiche Sach- und Vermögenswerte. In einem ersten Schritt ist ein Zutrittsmanagementsystem unabdingbar, um Sicherheit in spezifischen Bereichen zu gewährleisten und gleichzeitig den offenen Charakter des Krankenhauses nicht einschränken zu müssen.“

Seit mehr als 15 Jahren Security-Vorreiter

„Unser Security-Konzept ist Teil des bereits seit mehr als 15 Jahren gelebten ganzheitlichen Risikomanagements“, berichtet Jürgen Schreiber. Aus dem Projekt „I und S – Identifikation und Sicherheit“, das die Einführung elektronischer Türsicherungenen betraf, wurde 2003 auf Veranlassung des Klinikvorstandes eine eigene Stabsstelle für Security geschaffen, die Jürgen Schreiber seit Anfang 2004 leitet. „Mir sind nur wenige Häuser im deutschsprachigen Raum bekannt, die das Thema ‚Security‘ mit einem vergleichbaren Aufwand vorantreiben.“ Das ganzheitliche Konzept umfasst heute unter anderem Kriminalprävention, Gefahrenabwehr, IT-Security und Objektschutz.

RFID tomorrow-2015Jürgen Schreiber, Securitymanager bei tirol kliniken, referiert auf der RFID tomorrow 2015 am 29. September in Forum 4 - "Security mit NFC und RFID" über:

"Elektromechanische Übergabesysteme im Krankenhaus - Teil eines ganzheitlichen Sicherheitskonzeptes der tirol kliniken"

Achtung!
Zutritt nur mit definierten Berechtigungen!

  • 1.200 Türen an den beiden Standorten Innsbruck und Hall
  • 10.000 RFID-Mitarbeiterausweise (7.500 für eigene Mitarbeiter sowie 3.000 für externe Geschäftspartner)

Den Objektschutz an den Landeskrankenhäusern Innsbruck und Hall unterstützt ein elektronisches, RFID-basiertes Zutrittssteuerungssystem, das je nach Befugnis/Aufgabenerfüllung nur Berechtigten Zugang zu bestimmten Bereichen gewährt. „Aktuell sind rund 1.200 Türen per RFID-Schlosssystem gesichert. Alle mit Legic Prime Chip ausgestatteten Mitarbeiterausweise – 7.500 für interne Mitarbeiter sowie 3.000 für externe Dienstleister – in den Standorten Hall und Innsbruck sind die Basis, dass Stationen nur zu definierten Uhrzeiten oder hochsensible Bereiche wie Rechenzentrum, OP oder Intensivstation ausschließlich von berechtigten Personen betreten werden“, so Jürgen Schreiber.

Betäubungsmittel und Generalschlüssel sicher verwahrt

  • Jedem Mitarbeiter werden spezifische Berechtigungen zugewiesen
  • Zusätzlich beantragte Rechte lassen sich innerhalb von maximal 48 Stunden zuteilen

2008 implementierten die tirol kliniken in das bestehende Zutrittssteuerungssystem eine Zugriffssteuerung für elektronische Übergabesysteme. Die Öffnung der Fachanlagen für die Ausgabe und Rücknahme von Schlüsseln sowie die Versorgung mit Betäubungsmitteln erfolgt ebenfalls mit der vorhandenen RFID-Karte. Über eine eigens geschaffene Schnittstelle wurden die elektronischen Fachanlagen des Unternehmens Kemas in das Zutrittssteuerungssystem eingebunden. Jedem internen oder externen Mitarbeiter wird aus dem SAP/HR-System automatisch seine spezifische Berufsgruppenzugehörigkeit, Grundberechtigung (beispielsweise das Öffnen bestimmter Türen), sowie Sonderzugriffsberechtigung (beispielsweise ‚Suchtgift/Schockraum‘) zugeordnet.

Alarm!
Verlust von Schlüsseln erschwert

  • Elektromechanische Schlüsselausgaben in Innsbruck: 7
  • Elektromechanische Schlüsselausgaben in Hall: 3
  • Alarm per SMS oder E-Mail, sobald die Ausleihzeit um 60 Minuten überschritten ist

„Befinden sich Gruppen- oder Generalschlüssel im permanenten Gewahrsam eines einzigen Mitarbeiters, steigt das Verlustrisiko“, erklärt Jürgen Schreiber. Die Integration von Übergabesystemen minimiert dieses Risiko. Eine Reinigungskraft kann beispielsweise mittels persönlicher RFID-Mitarbeiterkarte nur den Schlüssel, der für einen vorher definierten Zeitraum verfügbar ist, für den Bereich entnehmen, der ihr für die Reinigung zugewiesenen wurde. Für die Schlüsselentnahme meldet sich der Mitarbeiter am Bedienteil der Fachanlage mit seiner Karte an und identifiziert sich zusätzlich per Code-Eingabe über die Tastatur. Bei der Rückgabe „erkennt“ der in den Schrank integrierte RFID-Reader den Chip am Schlüssel. Sekundengenau wird dokumentiert, welche Person wann welches Fach geöffnet und welchen Schlüssel entnommen hat. „Wird der Schlüssel nicht zurückgegeben, generiert das System automatisch einen Alarm, der via SMS oder E-Mail an die zuständige Objektleitung gesendet wird.“

„Tatort“ Betäubungsmittelschrank

  • 15 Suchtgiftübergabesysteme am Standort Innsbruck
  • 5 Suchtgiftübergabesysteme am Standort Hall
  • Notfallöffnung nach dem 4-Augen-Prizip

„Das Abhandenkommen von Betäubungsmitteln aus einem Krankenhaus muss unbedingt unterbunden werden“, sagt Jürgen Schreiber. In den Notfall- und Unfallambulanzen sowie OP-Einheiten der beiden größten tirol kliniken Standorte Innsbruck und Hall werden Betäubungsmittel tagesbedarfsorientiert in Kemas- Fachanlagen aufbewahrt. Bei jedem Öffnen mittels RFID-Mitarbeiterkarte bei entsprechender Berechtigung wird automatisch dokumentiert, wer wann welches Fach geöffnet hat. Ein Ausfall des RFID-Schlosses hat keine fatalen Folgen für die Patientenversorgung, da eine mechanische Notöffnung per Schlüssel durch den Sicherheitsdienst beziehungsweise den technischen Bereitschaftsdienst nach dem 4-Augen-Prinzip erfolgen kann. „Durch die elektronischen Suchtgiftschränke hat sich die Dokumentation der Entnahmen erheblich verbessert“, resümiert Schreiber und blickt nach vorn: „Mittel- bis langfristig streben wir an, auch die Medikamente mit RFID-Tags auszustatten – dann möglicherweise sogar mit dem Hinweis, welchem Patienten dies verabreicht wird.“

Fazit: Das Security-Konzept geht auf Erweiterungen sind geplant

Für Jürgen Schreiber sprechen die Fakten für sich: „Bis dato sind keine Fälle von betriebenem oder versuchtem Missbrauch bekannt geworden“, berichtet der Security-Experte und gibt bereits einen Ausblick auf geplante Erweiterungen: „Hochsicherheitsbereiche wie Rechenzentrum, Apotheke, Medikamentenlager sind derzeit noch per zusätzlicher Eingabe von Pin-Codes gesichert. Geplant ist jedoch in naher Zukunft eine Sicherung durch ein biometrisches System. Ebenfalls gibt es Überlegungen, auch den EDV-Zugang mittels Biometrie oder Mitarbeiterkarte abzusichern“. Aber nicht nur für die Sicherheit hat sich das System im Klinikalltag bewährt: Die RFID-Ausweise werden auch für die Zeiterfassung, die Kantinenabrechnung und Snackautomaten, Wäscheausgabesysteme sowie am Standort Hall für die Parkraumbewirtschaftung genutzt. Auch die Vorrangsteuerung von 45 Liftanlagen wird seit diesem Jahr komplett mittels RFID-Karte realisiert – eine echte Multifunktionskarte, als Teil eines umfassenden Service- und Security-Konzeptes.

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:32
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