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Smart-City-Lösung in Stuttgart: Eine Karte - zig Möglichkeiten

Use Cases | von exceet Card Group | 13. November 2015
Die Stadt Stuttgart bietet Bürgern eine Paymentlösung, Mobilität und weitere Dienstleistungsangebote auf einer einzigen Smart Card. Die Stadt Stuttgart bietet Bürgern eine Paymentlösung, Mobilität und weitere Dienstleistungsangebote auf einer einzigen Smart Card.

Besuchen Sie die Exceet Card Group auf der Cartes 2015, Stand 4 L 020

Stuttgart wird bei Mobilität, Freizeit und Payment zum bundesweiten Voreiter

Wer regelmäßig im ÖPNV unterwegs ist, benötigt eine Karte. Wer ein Car-Sharing-Fahrzeug nutzen will, benötigt eine Karte, wer bezahlen möchte, benötigt eine Karte. Und mit jeder Karte wächst die Dicke der Geldbörse. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern hat sich die Stadt Stuttgart eines ehrgeizigen Projektes angenommen und vereinigt Payment, Mobilitäts- und weitere Dienstleistungsangebote auf einer einzigen Smart Card, die das Unternehmen Exceet für das Smart-City-Projekt entwickelt hat. Über die dahinterstehende Vision, den Funktionsumfang der Anwendung und welche Rolle ein neu entwickelter Security- Token zukünftig spielen kann, darüber sprach „RFID im Blick“ mit Fabian Rau von Exceet.

Fabian Rau, Head of Segment Logical Access Solutions, Exceet Card Group, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Nahezu unbegrenzt mobil

In Stuttgart wird von mehr als 100 Personen aktuell eine deutschlandweit bislang einzigartige Lösung in einem Friendly-User-Test genauestens unter die Lupe genommen: Mit der neuen Stuttgart Service Card identifiziert sich der Nutzer bei allen Angeboten, kontaktloses Bezahlen dank zertifizierter Mastercard-Funktion inklusive. 22 Partner sind derzeit am Projekt „Stuttgart Service Card“ beteiligt. „Das Besondere an der Stuttgarter Lösung ist die Kombination des Ticketing mit der Payment-Funktionalität. Eine solches Angebot ist derzeit bundesweit, wenn nicht sogar europaweit einzigartig“, berichtet Fabian Rau.

Fabian RauFabian Rau „Erstmalig haben wir die VDV-Kernapplikation mit einer Mastercard-Funktionalität in einer Smart Card kombiniert. Die so entstandene Parallelität der beiden Funktionen in einer Karte war der technologische Meilenstein bei der Entwicklung.“

Zwei Hauptanwendungen auf einer Karte

Der technologische Meilenstein bei der Entwicklung der Stuttgart Service Card ist das Zusammenbringen von zwei Anwendungen in einer Karte: eine EMV-Anwendung, um das Mastercard-zertifizierte Payment zu realisieren, sowie die VDV-Kernapplikation – dem technischen Standard des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) für alle Formen eines elektronischen Tickets – die das Ticketing im Stuttgarter ÖPNV ermöglicht. „Durch die langjährige Erfahrung unseres Ingenieursteams war es uns möglich, unsere Expertise im Umfeld von kontaktlosen Karten, beispielsweise für Banken oder Car- Sharing-Anbieter, für die Entwicklung der Stuttgart Card zu nutzen. Auch für die Exceet war es das erste Mal, dass wir die VDV-Kernapplikation mit einer Mastercard-Funktionalität in einer Smart Card kombinieren“, erläutert Fabian Rau.

Modell auch in weiteren Metropolen möglich

„Als Dienstleister entwickeln, produzieren und personalisieren wir bereits für zahlreiche Städte, Banken und Mobilitätsdienstleister Smart Cards. Das Potenzial, auch außerhalb von Stuttgart verschiedene Dienste und das kontaktlose Bezahlen auf einer Karte zu vereinen, ist aus unserer Sicht enorm. Multifunktionskarten können auch auf den Städtetourismus eine positive Auswirkung haben, da sie einen Städte-Trip deutlich vereinfachen und man sich nicht mit verschiedenen Angeboten auseinandersetzen muss“, ist sich Fabian Rau sicher.

Smartphones: (noch) keine Alternative zur Smart Card

Die Funktionalitäten einer Multifunktionskarte wie der Stuttgart Service Card auch mit einem Smartphone zu realisieren, ist naheliegend, jedoch aktuell noch nicht umsetzbar, so Fabian Rau: „Leider ist es bislang noch nicht möglich, eine Mastercard- Applikation sicher und funktional in ein Smartphone zu bringen, daher wurde dieser Weg von den Projektpartnern bei der Lösungsentwicklung nicht weiterverfolgt und die Karte wurde so zum einzig sinnvoll nutzbaren Medium. Würde ein Smartphone jedoch mit einer Anwendung zur Zwei-Faktor- Sicherheit bedient, wäre eine Applikation analog der Stuttgarter Karte auf dem Telefon denkbar.“

Zwei-Faktor-Sicherheit ermöglicht Smartphone-Nutzung

„Die Exceet hat für solche Szenarien einen Token entwickelt – ‚EMIS - Exceet Multi ID Solution. Eine einzige Identität auf dem Token ist für die Umsetzung gleich mehrerer Anwendungen einsetzbar – vom Türöffnen, über die Anmeldung an einem PC bis zur Authentifizierung an einem Smartphone“, berichtet Fabian Rau. So wird eine Form der Sicherheit gewährleistet, welche die einer einfachen Passworteingabe deutlich übertreffe, so Rau: „Selbst wenn das Smartphone gestohlen würde, blieben die gespeicherten Daten sicher, da diese durch den Token automatisch verschlüsselt werden. Alle Zugriffsberechtigung lassen sich in der Verwaltung mit einem Klick löschen. Aus unserer Sicht ist der Token ein entscheidender Schritt, damit Kreditinstitute wie Mastercard oder Visa die benötigte Sicherheit erhalten, um Bezahlanwendungen direkt in ein Smartphone zu integrieren. Auch SMS-TAN-Verfahren beim Online-Banking, die durchaus sicherheitskritisch zu betrachten sind, könnten durch das Zusammenspiel von Token und Tablet oder Smartphone abgelöst werden und Bezahlverfahren absolut sicher werden lassen.“

Komfort und Sicherheit durch Single Sign-on

„Ein Single Sign-on, wie es durch EMIS ermöglicht wird, bringt Nutzungskomfort und höchste Sicherheit in passwortgeschützte Applikationen“, erklärt Fabian Rau. „Den ersten Prototypen des Tokens haben wir Mitte Dezember 2014 vorgestellt. Wir sind uns sicher, dass wir mit dieser Lösung eine Lücke in der IT-Sicherheit sicher und für den Nutzer komfortabel schließen zu können.“ Ein weites Anwendungsgebiet für den neu entwickelten Security Token, der sowohl über RFID/NFC als auch über Bluetooth kontaktlos mit Geräten wie Laptops, Smartphones oder Tablets kommuniziert, sieht Fabian Rau im Gesundheitswesen: „Schauen wir in eine Arztpraxis: Kein Patient möchte, dass seine Krankenakte noch auf dem Bildschirm des Arztes zu sehen ist, wenn bereits der nächste Patient das Behandlungszimmer betritt. Nutzt der Arzt jedoch einen EMIS-Token und der Patient einen ID-Chip, erscheinen alle Daten nur solange auf dem Bildschirm, wie Arzt und Patient in räumlicher Nähe zum Computer sind. Somit entsteht kein zeitlicher Mehraufwand für die Mitarbeiter – ganz im Gegenteil. Die steigende Automatisierung lässt Ärzten und Pflegepersonal mehr Zeit für Behandlung und Pflege.“

Letzte Änderung am Freitag, 13 November 2015 15:30
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