RFID im Blick

RFID auf der SPS IPC Drives 2015 – Taktgeber oder Teil des Ganzen?

Pressemeldungen | von PR RFID im Blick | 02. Dezember 2015

RFID im BlickDrei Tage war die Welt der elektrischen Automatisierung zu Gast auf dem Messegelände Nürnberg. Der Blick auf die Zahlen lässt darauf schließen, dass das Interesse an Automatisierungslösungen steigt: 1.666 Aussteller, davon 68 Prozent aus Deutschland und 32 Prozent aus dem Ausland präsentierten ihre Produkte und Lösungen. Auf einer Ausstellungsfläche von 122.800 Quadratmetern besuchten insgesamt 64.386 Besucher die Stände der Aussteller. In allen Bereichen konnte die Messe zahlenmäßig Zuwächse verbuchen. Gilt das steigende Interesse auch für präsentierte RFID-Lösungen?

Beim Besuch der Messe wurde schnell deutlich, Industrie 4.0 ist eines der Leitthemen in der elektrischen Automatisierung – kaum ein Aussteller, der nicht seine Lösung und Interpretation zur Digitalisierung der Produktion präsentierte. Doch wie wurde die Vision greifbar? Dass RFID bei der Umsetzung von Industrie-4.0-Lösungen eine tragende Rolle einnimmt, zeigten nicht nur die Standardportfolios der RFID-Unternehmen, sondern auch insbesondere die zahlreichen innovativen Neu- und Weiterentwicklungen. Gleichzeitig war zu spüren, dass RFID bei weitem nicht allein im Fokus steht, sondern eine Technologie neben anderen ist, um Industrie-4.0-Konzepte zu realisieren.

RFID für das raue industrielle Umfeld

RFID für das raue industrielle UmfeldAm Stand von Balluff standen alle Lösungen im Zeichen eines ganzheitlichen Blickes auf die Industrie 4.0, wie Oliver Pütz-Gerbig, BU Identification Product Manager, unterstrich: „Unser Messeauftritt will zeigen, dass Komponenten für die elektrische Automatisierung wie beispielsweise robuste UHF-RFID-Lösungen das ‚Herz’ der Industrie 4.0 sind.“ Dieser Herzschlag war in der Halle 7A kaum zu überhören und wer dadurch auf den Balluff-Stand aufmerksam wurde, der konnte sich an einem RFID-Kanban-Demonstrator ebenso wie an einer exemplarischen Motorenproduktion vom Optimierungspotenzial der RFID-Technologie überzeugen.

Innovative Antennenlösungen

Innovative AntennenlösungenRobuste HF-Systeme für Arbeitsmaschinen, Schlauchbahnhöfe und Anwendungen in der industriellen Automation standen im (RFID-)Mittelpunkt am Stand von ifm electronic. Dass Innovationen dabei nicht zwingen komplett neue Komponenten sein müssen, zeigte ifm electronic mit einem Antennenadapter um die Reichweite von HF-Leseköpfen entweder zu erhöhen oder um Transponder innerhalb der Automatisierung auch bei höheren Transportgeschwindigkeiten sicher zu erfassen. „Die Adapter stellen eine einfache Lösung dar, um RFID auch in solchen Prozessen zu nutzen, wo der Einsatz ansonsten möglicherweise nur mit kostspieligen Speziallösungen realisierbar wäre“, erläutert Frank Neuwirth, Produktmanager RFID.

Bereit für Hochtemperaturanwendungen

Bereit für HochtemperaturanwendungenUltra-Hochtemperatur-RFID-Tags mit 2 KByte Speicher die auch noch bei rund 250 Grad zuverlässig auslesbar sind, waren eines der RFID-Highlights am Stand von Contrinex. Die silikonfreien Transponder können beispielsweise in Lackieranlagen eingesetzt werden. Angebracht am Hängeförderer lassen sich die Daten eines kompletten Produktionsprozesses, vom ersten Blech bis zur fertigen Karosserie, speichern und auswerten. Aber auch im Lebensmittelbereich, wenn bei der Reinigung unterschiedliche chemische Reinigungsmittel eingesetzt werden müssen. Ein Schreib-Lese-Gerät mit IO-Link-Interface wird als Neuheit auf der SPS IPC Drives vorgestellt, berichtet Oliver Schleicher Geschäftsführer der Contrinex GmbH. „Eine einfachste und schnellste Installation ohne zusätzliches Feldbus-Interface wird gewährleistet.“ Weitere Features der Contrinex-RFID-Technologie: Bis zu 30 hochfrequente und niederfrequente Schreib-Lese-Module können gemischt über Contrinet an ein Interface gekoppelt werden. „Das ist deutlich mehr als bei anderen“, ergänzt Oliver Schleicher. „Die Applikation wird dadurch günstiger.“

Voller Fokus auf Digitalisierung

Voller Fokus auf DigitalisierungIn Halle 11 war Siemens nicht zu übersehen – kein Wunder, war das Unternehmen bei seinem „Heimspiel“, die Industry-Sparte sitzt in Nürnberg, der einzige Aussteller in der Frankenhalle. Die ganze Welt der industriellen Automatisierung und Digitalisierung wurde abgedeckt – da durfte auch das komplette RFID-Portfolio nicht fehlen. „Mit unseren UHF-Flagschiffen, bei denen die Umschaltung einer linearen oder zirkular polarisierenden Erfassung im laufenden Betrieb möglich ist, können wir sämtliche Prozesse in der industriellen Automatisierung, Produktionsprozesse sowie Logistikanwendungen abdecken. Unsere HF-Serie bietet ebenfalls eine große Bandbreite industrietauglicher Reader und Antennen mit unterschiedlichen Schnittstellen um ein umfangreiches Applikationsgebiet abzudecken“, berichtet Mathias Langhans, Partner Manager.

Modularität als Basis für Industrie-4.0-Anwendungen

Modularität als Basis für Industrie-4.0-AnwendungenDas „RFID-Highlight“ am Stand von Harting war der robuste RFID-Reader Ha-VIS RF-R300. „Wobei RFID genau genommen ‚nur‘ eine Ausprägung unserer neuen modularen Plattform MICA ist. Wir haben eine Lösung entwickelt, bei der in einem industrietauglichen Gehäuse aus Aluminiumdruckguss unterschiedlich bestückte Platinen eingesetzt werden können“, berichtet Olaf Wilmsmeier, Produktmanager RFID. „Das zugrunde liegende modulare Software-Konzept ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Herausforderungen, ohne jeweils dafür ein komplett neues Gerät entwickeln zu müssen.“ Im Bereich UHF RFID ist das Ziel von Harting, mittels RFID und Sensorik Objekte nicht nur zu identifizieren und ein Gedächtnis zu geben, sondern auch die Umgebungsinformationen (Temperatur, Feuchtigkeit etc.) in die Prozessoptimierung einzubeziehen.

Mehr Lesereichweite für logistische Anwendungen

Mehr Lesereichweite für logistische AnwendungenBei Pepperl+Fuchs stand mit Blick auf die RFID-Technologie die Gleichberechtigung der Frequenzen LF, HF und UHF im Fokus. „Wir sehen nach wie vor eine Berechtigung für alle drei Frequenzen. Mit unserer Bedienphilosophie – über die Auswerteeinheit IdentControl können alle Lesesysteme unabhängig von ihrer Frequenz gleichberechtigt angebunden werden – schaffen wir die Basis für Prozessoptimierungen in Produktion und Logistik“, beschreibt Dr. Konrad Kern, Produktmanager Geschäftsbereich Systeme und Geschäftsbereich Fabrikautomation, den „RFID-Weg“ von Pepperl+Fuchs. Auf diesen Weg passt auch die Erweiterung des Portfolios um den neuen UHF-Lesekopf F192, der je nach Datenträger eine Lesereichweite von vier bis sechs Metern aufweist und bis zu 200 Tags zeitgleich erfassen kann. „Dieser Lesekopf ist interessant für einige produktionslogistische Prozesse wie beispielsweise die Lkw-Produktion, in der höhere Lesereichweiten im Vergleich zur Pkw-Produktion gefordert sind.“

Letzte Änderung am Donnerstag, 03 Dezember 2015 10:15
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