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RFID im Blick

Weltneuheit bei Mercedes-Benz in Bremen: RFID erkennt Undichtigkeiten in Pkw!

Use Cases | von PR RFID & Wireless IoT Global | 07. Dezember 2015
Innovationsgeist bei Mercedes-Benz in Bremen! Enge und partnerschaftliche Kooperationen mit Unternehmen außerhalb der Automobilindustrie, mit Industriepartnern in der Region oder auch mit Windparks, ermöglichen Mercedes-Benz in Bremen den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und schaffen Raum für innovative Ideen. Dazu gehören Innovationen in den Bereichen alternativer Werkstoffe, Energien und Antriebe ebenso wie Prozessinnovationen rund um die Fertigung. In einem Förderkonsortium mit regelmäßigen Gremien zusammen mit „branchenfremden“ Unternehmen ist dieser Innovationsgeist verankert. Innovationsgeist bei Mercedes-Benz in Bremen! Enge und partnerschaftliche Kooperationen mit Unternehmen außerhalb der Automobilindustrie, mit Industriepartnern in der Region oder auch mit Windparks, ermöglichen Mercedes-Benz in Bremen den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und schaffen Raum für innovative Ideen. Dazu gehören Innovationen in den Bereichen alternativer Werkstoffe, Energien und Antriebe ebenso wie Prozessinnovationen rund um die Fertigung. In einem Förderkonsortium mit regelmäßigen Gremien zusammen mit „branchenfremden“ Unternehmen ist dieser Innovationsgeist verankert. BILD: Mercedes-Benz

Mercedes-Benz in Bremen testet neuartigen RFID-Tag zur Detektion von Feuchtigkeit bei der Dichtigkeitsprüfung

Wasser wird zum Problem, wenn es in Fahrzeuge eindringt. Daher gehört eine umfangreiche und penible Dichtigkeitsprüfung zum Standardprogramm im Fahrzeug-Finishing. Insbesondere wenn die Produktion eines neuen Modells anläuft, wird der Dichtigkeitsprüfung eine hohe Aufmerksamkeit eingeräumt. Innovative Pkw-Konzepte wie Hybridfahrzeuge mit Von Dr. Axel Maykuß, Teamleiter für sämtliche Exterieur-Umfänge und die Kfz-Dichtheit in der Entwicklungsverbindungsstelle, Mercedes-Benz Werk Bremen zusätzlichen Komponenten erfordern einen ebenso innovativen Weg der Prüfung, da herkömmliche Methoden nicht (mehr) anwendbar sind. Ein viel versprechender Lösungsansatz ist eine vollkommen neue RFID-Applikation, welche von Mercedes- Benz gemeinsam mit einem Technologiepartner im Bremer Werk aktuell projektiert wird.

Von Dr. Axel Maykuß, Teamleiter für sämtliche Exterieur-Umfänge und die Kfz-Dichtheit in der Entwicklungsverbindungsstelle, Mercedes-Benz Werk Bremen

Die Ansprüche steigen

Der Anspruch an die Qualität ist nicht nur Mercedes-Benz-intern sehr hoch, insbesondere Endkunden haben einen hohen Anspruch an die Fertigungsqualität eines Mercedes-Benz, ganz gleich welcher Modellreihe. Dazu gehört auch eine 100-prozentige Dichtheit des Fahrzeuges gegen das Eindringen von Wasser bei geschlossenen Fenstern, Türen und Heckklappen. Selbstverständlich darf weder ein Platzregen noch Reinigungswasser einer Waschanlage oder eines Hochdruckreinigers in das Fahrzeuginnere eindringen. Was in der Serienproduktion heute keine Herausforderung darstellt, muss beim Produktionsanlauf eines neuen Fahrzeugmodells besonders kontrolliert werden. Bis ein Fertigungsablauf zu 100 Prozent reibungslos und fehlerfrei funktioniert, vergehen ein paar Wochen. Erst wenn alle Bauteile die benötigte Maßhaltigkeit haben, alle Dichtungen die korrekte Shorehärte aufweisen und alle Mitarbeiter sämtliche Produktionsschritte verinnerlicht haben, läuft die Serienproduktion reibungslos. Die Verbauung zusätzlicher Steuergeräte, Batterien und Kabelbäume verändert jedoch die Anforderungen an die Qualitätskontrolle in der Produktionsanlaufphase massiv.

Dr. Axel MaykußDr. Axel Maykuß „Neue Fahrzeugtechnologien wie Pkw mit Hybridantrieben erfordern ein Umdenken von Prüfprozessen in der Qualitätskontrolle. Die RFID-Technik hat insbesondere im Bereich der Dichtigkeitsprüfung das Potenzial, die Basis künftiger Methoden zu werden.“

Neue Fahrzeugkonzepte erfordern neue Prüfungen

Die Fahrzeugtechnologie ist in den vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden. Die Ingenieure in der Fahrzeugentwicklung nutzen jeden Hohlraum in den Fahrzeugen, um Batterien für Hybridantriebe und dazu notwendige zusätzliche Kabelbäume zu platzieren. Ebenso werden in den bislang freien Räumen Steuergeräte und weiter Komponenten beispielsweise für weiterentwickelte Fahrerassistenzsysteme verbaut. Der technische Fortschritt in der Fahrzeugtechnologie hat einen entscheidenden Nachteil für die Dichtigkeitsprüfung: Herkömmliche Methoden können kaum bis nicht mehr angewandt werden. Eine neuartige Lösung ist dringend erforderlich, da ansonsten Fahrzeuge nach der Fertigung komplett demontiert werden müssten, um die neuralgischen Punkte auf Wasserdichtigkeit überprüfen zu können.

Passive RFID misst Feuchtigkeit

Gemeinsam mit seinem Technologiepartner hat das Mercedes- Benz Werk Bremen in einem Projekt, das vor rund neun Monaten initiiert wurde, eine auf passiver RFID basierende Methode entwickelt. Neuartige RFID-Label werden zu Beginn der Produktion in den Fahrzeugen verklebt. Im Anschluss an Produktion und Regenprobe kann mittels Kapazitivtests der RFID-Transponder festgestellt werden, ob Wasser eingedrungen ist oder nicht. Im Rahmen von zwei Produktionsanläufen konnten bereits Tests durchgeführt werden. Die Ergebnisse geben berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass RFID die zukünftig praktikabelste Methode zur Dichtigkeitsprüfung von Fahrzeugen sein kann. An diesem bislang weltweit einzigartigen RFID-Einsatz wird Mercedes-Benz gemeinsam mit seinem Technologiepartner auch in 2016 weiterarbeiten.

Bis zu sechs Labels detektieren Wasser

Bei den Tests in der Produktion des Bremer Werkes geht es nicht nur darum, die Funktionsweise zu testen, um Daten für die Entscheidung über einen möglichen Rollout zu sammeln, sondern auch um die benötigte Anzahl der Labels pro Fahrzeug zu ermitteln. Je nach Modell variiert die Anzahl aktuell von vier bis 14 Labels. Neben der betriebswirtschaftlichen Betrachtung darf der Blick für das technologisch sinnvoll Umsetzbare nicht fehlen. Nach den Erkenntnissen der ersten Tests erweist sich die Platzierung zurzeit an im Schnitt sechs unterschiedlichen Positionen als prozessoptimierend.

Eine Revolution der Automatisierung

Manuelle Prozesse bei der Dichtigkeitsprüfung mittels automatisiertem RFID-Einsatz zu eliminieren, ist ein revolutionärer Ansatz, der aktuell beste Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung aufweist. Schlussendlich soll der Einsatz von RFID in dem speziellen Prozess der Qualitätskontrolle dazu führen, dass Mercedes-Benz in der Lage ist, Fahrzeuge vollautomatisiert überprüfen zu können. Der Automatisierungsgrad in der Kontrolle soll so auf ein höheres Level gebracht werden, damit sich die Mitarbeiter auf ihre eigentliche Arbeit, das Analysieren von Undichdigkeiten, konzentrieren können. Es soll ein Prüfprozess etabliert werden, der die Mitarbeiter in der Fahrzeugdichtheitsanalyse unterstützt und durch den Wegfall, eigentlich zusätzlicher, manueller Tätigkeiten Arbeitszeiten einspart.

Letzte Änderung am Montag, 04 Januar 2016 15:37
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