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RFID im Blick

Die Stadtwerke Augsburg setzen alles auf eine All-in-One-Kundenkarte!

Use Cases | von PR RFID im Blick | 14. Dezember 2015

Kundenbindung mit Karte funktioniert: 98.000 ausgegebene RFID-Medien sprechen eine deutliche Sprache

Die „swa KAROCARD“ ist heute für viele Augsburger eine All-in-One-Vorteilskarte, ob beim Einkaufen, als ÖPNV-Ticket oder als bargeldloses Zahlmittel im Stadion des FC Augsburg. Das bereits 2003 eingeführte, und seit 2008 auf RFID-Basis laufende, Kundenbindungselement ist ein großer Erfolg – mehr als 98.000 Karten wurden bereits ausgegeben. Die Entwicklung ging weiter: Kontinuierlich wurden zusätzliche Applikationen implementiert, wie beispielsweise ab 2010 für die Nutzung von eLadestationen und Leihfahrrädern oder seit 2014 als rabattierte Zutrittskarte in die städtischen Bäder.

Jürgen Weidenbacher, Leiter Prozesse und Anwendungen, Stadtwerke Augsburg Energie, im Gespräch mit „RFID im Blick“

„All-in-One“ von Stromtanken bis Shoppen

Alle Augsburger, die Energie- und/oder ÖPNV-Dienstleistungen der Stadtwerke in Anspruch nehmen, erhalten mit der „swa KAROCARD“ Vorteile und Mehrwerte im täglichen Leben. Über die Jahre seit der Einführung genießen Kunden ohne Mehrkosten Vorteile bei aktuell 2.000 Partnern. Ob beim Einkaufen, im Schwimmbad, beim Ausleihen von Fahrrädern, im Zoo, im Stadion, beim Stromtanken oder beim Volksfest. Unternehmen und Dienstleister in Augsburg, aber auch in ganz Deutschland akzeptieren die „swa KAROCARD“. Jeder Kunde entscheidet dabei immer selbst, welche Funktionen der Karte er nutzen möchte. Gleichzeitig dient die Karte als Legitimation im ÖPNV und bargeldlose Börse im Stadion.

Karte stärkt die Kundenbindung

Als hundertprozentige Tochter der Stadt Augsburg haben die Stadtwerke Augsburg Energie 2008 einen Relaunch ihres Kundenbindungssystems eingeführt. Damit wurde auch die kontaktlose Karte eingeführt, wie der zuständige Projektleiter Jürgen Weidenbacher berichtet. Premiumkunden, die bereits ein Jahr lang einen Vertrag mit den Stadtwerken haben, erhalten die All-in-One-Vorteilskarte seitdem mit RFID-Chip. „Für uns rundet die Karte unsere Kundenbindung perfekt ab. Als Stadtwerke genießen wir bereits ein großes Vertrauen. Der hohe Identifikationsfaktor und die regionale Bindung unserer Kunden wird durch die Vorteilskarte gestärkt“, erklärt Weidenbacher den Erfolg des Konzeptes und nimmt ein entscheidendes Fazit damit bereits vorweg.

Jürgen WeidenbacherJ. Weidenbacher “Die All-in-One-Karte rundet unsere Kundenbindung perfekt ab. Der hohe Identifikationsfaktor mit den Stadtwerken Augsburg und die regionale Bindung wird dadurch noch gestärkt.”

Bezahlfunktion plus elektronisches Ticket kombiniert in einer RFID-Karte

Die „swa KAROCARD“ vereint fünf Applikationen auf einer All-in-One-Karte: Die RFID-Karte kann als eTicket für den von den Stadtwerken organisierten ÖPNV eingesetzt werden, für das Authentifizieren an eLadesäulen sowie das bargeldlose Bezahlen von Speisen und Getränken im Stadion bei Heimspielen des Fußballbundesligisten FC Augsburg. Über das Kundenportal kann der Stadionbesucher bis 48 Stunden vor Anpfiff und nach einer vorherigen Registrierung am Bezahlsystem, eine Online Aufladung via Internet und damit der elektronischen Geldbörse vornehmen. Kunden der Stadtwerke profitieren zudem bei Shopping- und Freizeitangeboten von Vorteilen. Beispielsweise erhalten sie auf dem größten schwäbischen Volksfest, dem Augsburger Plärrer, mit dem Plärrertaler Preisvorteile bei Fahrgeschäften und in Bierzelten. Die „swa KAROkids“ bekommen bei speziellen Kinderaktionen Vergünstigungen, wie den reduzierten Eintritt in die berühmte Augsburger Puppenkiste.

Schrittweise, kontinuierliche Integration der Dienste

Die unterschiedlichen Funktionen des Dienstleistungsangebots wurden Schritt für Schritt in die „swa KAROCARD“ integriert, wie Weidenbacher berichtet: „Gestartet sind wir 2008 mit der Zusammenführung von Energie und Verkehr als Vorteilskarte und gleichzeitiges eTicket. 2009 wurde das bargeldlose Bezahlsystem für das Stadion eingeführt. Quasi mit dem Stadionneubau des FC Augsburg kann die Karte als Stadionbörse genutzt werden. 2011 wurden dann die Funktionen Elektromobilität und Fahrradverleih aufgeschaltet, 2014 kamen Augsburger Bäder als Partner hinzu. Und das mit großem Erfolg: Seit 2008 sind 98.000 Medien im Umlauf und werden aktiv genutzt. Speziell das ÖPNV-Ticketing ist mit rund 40.000 Nutzern dauerhaft im Einsatz. Zukünftig könnten weitere Applikationen integriert werden.

Datenschutz ist entscheidend, Zahlen im Stadion mit separater Börse

„Um ein Kundenbindungssystem richtig umzusetzen, ist die Balance zwischen Innovation, dem Wunsch Kunden etwas Gutes zu tun und Datensicherheit ein entscheidender Faktor. Die Freiheit, das System eigenständig zu führen, gibt uns auch Verpflichtungen mit. Ein sicherheitsbezogenes Legitimationsmedium ist dabei unverzichtbar. Dabei legen wir höchsten Wert auf Datenschutz und Datensicherheit.“ Alle Applikationen auf der Karte sind getrennt: Jede Applikation ist einzeln mit Zugangsschlüsseln abgesichert und mit Berechtigungen versehen, die ein Auslesen nur den jeweils autorisierten Lesern erlauben. Die Augsburger nutzen dafür das Master- Token-System von Legic. „Die Bezahlfunktion ist als eigene Börse realisiert, die nur im Stadion gilt. Stadionbesucher, die nicht Stadtwerkkunde sind, erhalten eine anonyme FCA-Fankarte, mit gleichem Inhalt, aber nur einer Funktion. Bei Verlust der Kundenkarte ist das Guthaben nicht verloren, sondern der Wert wird – in diesem Fall anonym – auf das System und die neue, als Ersatz ausgestellte „swa KAROCARD“ übertragen.“

Vorreiter für Multiapplikation - Ein Konzept, das Nachahmer findet

„Das Konzept der „swa KAROCARD“ hat in Deutschland sicher eine Alleinstellung und wir waren unseres Wissens das erste Stadtwerk, das eine Multiapplikationskarte mit ÖPNV-eTicket in Eigenregie realisiert haben. Ein Konzept, das in anderen Städten aber Nachahmer gefunden hat“, so Weidenbacher und erklärt: Die Karte basiert nicht auf der VDV-Kernapplikation, die zum Zeitpunkt der Einführung noch nicht multiapplikationsfähig war, sondern wir sind als Betreiber des ÖPNV hier einen eigenen Weg gegangen. Für das ÖPNV-Semesterticket oder das bargeldlose Bezahlsystem hatten die Stadtwerke beispielsweise auch eine Kooperation mit Universitäten, Hochschule und Studentenwerk angestrebt, dafür hätte es jedoch einer zweiten Geldbörse mit einem weiteren Abrechnungsdienstleister wie beispielsweise einer Bank oder Sparkasse bedurft. „Trotzdem hat die Idee Früchte getragen: Die Hochschule und die Universität Augsburg haben sich inzwischen der gleichen Technologie angenommen und zusammen mit dem Unternehmen, das uns als Berater zur Seite stand, eine eigene Lösung für die Mensa-Geldbörse aufgesetzt“, so der Projektleiter.

Letzte Änderung am Montag, 14 Dezember 2015 09:23
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