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RFID & Wireless IoT Global

Das Universitätsklinikum Ljubljana trackt Mitarbeiterbekleidung mit RFID

Use Cases | von PR RFID & Wireless IoT Global | 15. Dezember 2015
Die Ausgabestellen für die gereinigte Wäsche befinden sich an 17 Standorten auf dem weitläufigen Klinikgelände und sind alle RFID-Readern auf Basis von UHF-Technologie ausgestattet. Die Ausgabestellen für die gereinigte Wäsche befinden sich an 17 Standorten auf dem weitläufigen Klinikgelände und sind alle RFID-Readern auf Basis von UHF-Technologie ausgestattet. BILD: Universitätsklinikum Ljubljana

Um die Verwaltung von täglich etwa 12.000 Wäschestücken zu optimieren und zu vereinfachen, setzt das Universitätsklinikum Ljubljana auf RFID

In einer Zeit, in der die Kostenfrage auch im medizinischen Bereich immer mehr in den Vordergrund rückt, ist die Einführung von IT-Lösungen zur Verbesserung interner Abläufe unabdingbar. Als eine der größten Einrichtungen Sloweniens hat das Universitätsklinikum Ljubljana auf diesen Umstand reagiert und unlängst eine RFID-Lösung für das Tracking von Arbeitsbekleidung eingeführt. Ziel war es, die Aus- und Rückgabeprozesse im Wäscheservice zu vereinfachen und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Zusammen mit dem slowenischen Integrator Špica International wurde das Projekt erfolgreich umgesetzt.

Mag. Danijela Kralj, Managerin, Universitätsklinikum Ljubljana, Slowenien, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Bis zu 12.000 Wäschestücke pro Tag

Danijela KraljDanijela Kralj Das Universitätsklinikum Ljubljana zählt zu den größten Einrichtungen Sloweniens und beschäftigt rund 7.700 Mitarbeiter. Für diese große Anzahl an Mitarbeitern fallen allein pro Tag bis zu 12.000 Wäschestücke an. Hierzu zählen die Berufsbekleidung von Ärzten, Pflegekräften und Servicemitarbeitern des Krankenhauses. Die Textilverwaltung ist mit einem hohen manuellen Aufwand verbunden, da die große Menge an Wäschestücken kaum zu überwachen oder gar nachzuverfolgen ist. Aus diesem Grund entstand 2009 das Projekt „Nachverfolgung mit RFID“. Ziel waren neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen die Optimierung der Aus- und Rückgabe von Wäschestücken sowie die Verbesserung von Hygiene und Transparenz. Bei der Umsetzung des RFID-Systems arbeitete das Universitätsklinikum Ljubljana mit dem slowenischen Systemhaus Špica International zusammen.

Automatische Erfassung bei Aus- und Rückgabe

Die Ausgabestellen für die gereinigte Wäsche befinden sich an 17 Standorten auf dem weitläufigen Klinikgelände und sind alle mit RFID-Readern auf Basis von UHF-Technologie ausgestattet. Über das System kann die Mitarbeiterin an der Ausgabestation den Mitarbeiter anhand des Namens oder der Registrierungsnummer auswählen und die ausgegebenen Kleidungsstücke diesem zuordnen. Durch den eingenähten UHF-Tag wird das Kleidungsstück am Reader der Ausgabestation registriert. Die Rückgabe funktioniert ähnlich, ist aber strikt von der Ausgabe getrennt. Bei der Abgabe der benutzten Wäsche führt der Mitarbeiter diese am RFID-Leser vorbei und wirft diese anschließend in den Transportwagen. Das System liefert den Mitarbeitern im Wäscheservice so eine detaillierte Übersicht über die zurückgegebenen Wäschestücke sowie die Art der Arbeitsbekleidung und schafft damit Transparenz über den Bestand.

Bessere Kontrolle durch hohe Transparenz

Transparenz sowie eine exakte Erfassung des Wäschebestands stellen die wichtigste Automatisierung im IT-gestützten Wäschemanagement dar und sind gleichzeitig wichtige Entscheidungsgrundlage. Durch die Bestandsgenauigkeit im Reporting-Tool kann das Universitätsklinikum Ljubljana den Wäschebedarf optimal planen sowie die Kosten im Bereich Textilien transparenter gestalten. Darüber hinaus umgeht das Klinikum mit der Automatisierung der Prozesse kritische Punkte bei der manuellen Verwaltung von Arbeitsbekleidung. Die unhygienische Aufgabe des Zählens und Sortierens der benutzten Wäschestücke entfällt ebenso wie die zeitraubende und papierbasierte Erfassung der Wäschestücke.

Systemerweiterung in Planung

Kleinere Schwierigkeiten kurz nach der Einführung der RFID-Technik konnten schnell behoben werden. Mittlerweile sind die Mitarbeiter mit dem System bestens vertraut und nehmen dieses gut an. Die RFID-basierte Aus- und Rückgabe der Mitarbeiterbekleidung hat sich so gut bewährt, das sie in Zukunft auf die gesamte Krankenhauswäsche ausgeweitet werden soll. Auch ein Neubau, der zurzeit am Universitätsklinikum entsteht, soll mit RFID ausgestattet werden.

Gelungene Investition

Die Einführung von RFID hat sich für das Universitätsklinikum Ljubljana gelohnt. Mit der Einführung von RFID konnten nicht nur die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Es wurden gleichzeitig auch Tätigkeiten automatisiert, die ansonsten manuell und unter schwierigen hygienischen Bedingungen stattfanden – wie beispielsweise das Zählen und Sortieren der benutzten Wäschestücke. Darüber hinaus bietet das Tracking der Mitarbeiterbekleidung auch finanzielle Vorteile, da durch das Vorliegen exakter Bestände die Anschaffungskosten für neue Arbeitsbekleidung bereits um fünf Prozent gesenkt werden konnten.

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Mai 2016 12:42
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