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RFID im Blick

BMW und „DriveNow“ setzen auf NFC-Karten

Artikel | von PR RFID im Blick | 14. Januar 2016
Seit Juli 2015 kann die neue BMW- und Mini-Kreditkarte mit NFC-Chip nicht nur als kontaktloses Zahlungsmittel eingesetzt werden, sondern übernimmt auch die Funktion des Autoschlüssels beim Öffnen eines Fahrzeugs der DriveNow-Flotte. Seit Juli 2015 kann die neue BMW- und Mini-Kreditkarte mit NFC-Chip nicht nur als kontaktloses Zahlungsmittel eingesetzt werden, sondern übernimmt auch die Funktion des Autoschlüssels beim Öffnen eines Fahrzeugs der DriveNow-Flotte. BILD: BMW Group

Carsharing-Nutzer sollen beim kontaktlosen Fahrzeugzugang die freie Wahl der Medien haben

Das Fahrzeug per RFID-, NFC-Karte oder Smartphone- App öffnen, dies ist bei den großen Carsharinganbietern „state of the art“. Beim Update ihrer Technologien verfolgen diese jedoch ganz unterschiedliche Ansätze. BMW setzt bei seinem Mobilitätsangebot „DriveNow“ auf die Wahlfreiheit der Nutzer und sieht diese als wichtigen Erfolgsfaktor: „Der Kunde möchte und soll bei der Wahl des Mediums selbst entscheiden“, erklärt Bernhard Stimpfle, Leiter Technologien, Mobilitätsdienste, bei BMW. Gerade hat das Carsharing-Joint-Venture der BMW Group und Sixt bei der Nutzerzahl die Halbe-Million- Marke geknackt und will weiter speziell im E-Flottensegment wachsen.

Bernhard Stimpfle, Leiter Technologien Mobilitätsdienste, BMW Forschung und Technik, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Die Karte bleibt, solange der Markt es fordert

Anders als der Mitbewerber Car2go, der die Membercard durch die Smartphone-basierte Miete abgelöst hat, setzt DriveNow bei den Technologien für den Fahrzeugzugang auf Medienvielfalt: „Dem Kunden ein Medium vorzugeben, halte ich nicht für den richtigen Weg. Solange die Marktanforderung besteht, bieten wir alle technischen Optionen und weiter ein breites Spektrum an Kartentypen an“, betont Bernhard Stimpfle. DriveNow-Nutzer können sich sowohl mittels NFC-Kundenkarte am Fahrzeug authentifizieren als auch seit kurzem die BMW- und Mini-Kreditkarte sowie den Zugang mittels Smartphone-App nutzen. Auch die BMW-Tochter Alphabet setzt kontaktlose Karten im Corporate-Carsharing für das Flottenleasing ein.

Forschungsaktivitäten für NFC-Schnittstelle

BMW arbeite aber auch an einer NFC-Schnittstelle für den Fahrzeugzugang via Smartphone, wie Stimpfle erklärt. Im firmeneigenen Fuhrpark würden NFC-fähige Smartphones bereits eingesetzt, als lohnenswerte Massenanwendung sieht der Experte diese bisher noch nicht: „Entscheidend für den breiten Einsatz ist, dass die Anforderungen und ein damit verbundener Mehrwert gegeben sind. Wenn der Markt dies jedoch fordert, sind wir vorbereitet“, so Stimpfle. BMW kooperiere daher in verschiedenen Forschungsprojekten bereits mit Smartphoneherstellern beziehungsweise Mobilfunkoperatoren, um die Entwicklungstendenzen frühzeitig zu kennen und aufzugreifen.

Im multimodalen Verkehr geht die Tendenz zum Smartphone

Im multimodalen Verkehr hält er die mobile Zugangslösung durchaus für die wahrscheinlichere Variante. DriveNow kooperiert bein multimodalen Angebot mit lokalen Verkehrsverbünden wie der Düsseldorfer Rheinbahn und den Berliner Verkehrsbetrieben. „Multimodal unterwegs zu sein heißt idealerweise, ein Medium für Zugang und Payment zu nutzen. Das Smartphone als unabhängiges Device mit unterschiedlichen Apps wird sich leichter durchsetzen als eine Multiapplikationskarte – nicht aus technischen Gründen, sondern weil sich aus prozessualer Sicht einfacher ein gemeinsamer Nenner finden lässt. NFC muss dabei nicht die einzige Technologie bleiben“, blickt der Leiter für die Sparte Mobilitätsdienste vielsagend voraus.

Bei Mobilitätsdiensten weiter expandieren

Dass sich multimodale Konzepte durchsetzen, davon ist Stimpfle überzeugt: „Die vergangenen vier Jahre haben gezeigt, dass Carsharing in Großstädten etabliert ist – und in Verbindung mit E-Fahrzeugen auch noch umweltfreundlich. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch die multimodale Nutzung steigt.“ Aber nicht nur bei Carsharing will der Automobilhersteller expandieren, sondern auch Joint Ventures für weitere Mobilitätsdienste ausbauen. „Carsharing ist das wichtigste und ein sehr potentes Thema hinsichtlich Value Added Services innerhalb der BMW Group, aber nicht das einzige.“ Aktuell pilotiere BMW auch Dienste wie den app- und webbasierten Service „ParkNow“ oder adaptive Assistenzfunktionen. „Es gibt noch keine konkreten Produkte, aber wir verfolgen auch hier eine klare Marktstrategie: „Eine schnelle Pilotierung, die den Nutzer miteinbezieht, denn am Ende entscheidet der Kunde.“

Letzte Änderung am Donnerstag, 14 Januar 2016 11:03
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