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RUD Ketten

RUD Ketten im Aufwind: Anschlagmittel für die Offshore-Industrie

Artikel | von RUD Ketten | 19. Januar 2016
Arbeiten auf hoher See: Spezielle Anschlagmittel sowie RFID-basierte Prüfungen und Inventarisierung schaffen Mehrwerte für die Offshore-Industrie Arbeiten auf hoher See: Spezielle Anschlagmittel sowie RFID-basierte Prüfungen und Inventarisierung schaffen Mehrwerte für die Offshore-Industrie BILD: RUD Ketten

In der Öl- und Gasbranche liegt ein großes Potenzial für Anschlagmittel – für Bau und Transport ebenso wie für sichere und transparente Prüfungen und Inventarisierungen

Seit mehr als 140 Jahren produziert RUD Ketten Anschlagmittel für den Einsatz vorwiegend in Industrie und Transport. Mit jedem Entwicklungsschritt werden die Komponenten wie Ketten, Anschlagpunkte und Haken von der Dimension her größer und leistungsfähiger hinsichtlich der zulässigen Arbeitslast. Daher stellen sich die Kettenexperten fortlaufend die Frage, in welchen Anwendungen die leistungsfähigsten Anschlagmittel benötigt werden. Die Antwort führte zur Offshore-Industrie. „Beim Bau und Betrieb von Offshore-Plattformen für die Energiegewinnung müssen Bau- und Anlagenteile mit einem Gewicht von mehreren Hundert Tonnen auf hoher See sicher transportiert und gehoben werden – ein perfekter Einsatzbereich für unsere Anschlagmittel“, berichten Michael Smetz und David Jaramillo, RUD Ketten, im Interview.

Michael Smetz, Produktverantwortlicher RFID und David Jaramillo, Manager of Business Development - Marine & Offshore RUD Ketten, im Interview mit Jan Phillip Denkers, „RFID im Blick

Herausforderung Offshore

Eine Bohrinsel oder ein Windpark auf hoher See sind extreme Arbeitsumfelder und insbesondere die Öl- und Gasgewinnung sind mit Blick auf die Einsatzmöglichkeiten von Technologien Hochsicherheitsbereiche. Unternehmen, die in dieser Branche aktiv sind, suchen aktiv nach Lösungen, welche die Arbeit ihrer Mitarbeiter noch sicherer machen. Unfälle aufgrund mangelhafter Anschlag- und anderer Arbeitsmittel sollen zu 100 Prozent vermieden werden. „Aktuell ist die Offshore-Industrie noch kein Kernmarkt für RUD Ketten. Strategisch gesehen wird er dies aber in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit sein“, berichtet Michael Smetz und führt aus: „Sobald unsere Anschlagmittel in höherer Stückzahl beim Bau und Betrieb von Offshore-Anlagen genutzt werden, desto höher ist der Bedarf an Lösungen, die vorgeschriebene Prüfungen aller prüfpflichtigen Bauteile optimiert. Ein ideales Einsatzgebiet für das RUD-ID-System.“

Michael SmetzMichael Smetz „Die Hardware von RUD, also sowohl die Anschlagmittel selbst als auch die RFID-Lösung RUD-ID, ist optimal auch unter härtesten Bedingungen einsetzbar. Die RUD-RFID-Lösung gewährleistet eine dauerhafte Kennzeichnung von Anschlagmitteln auch in der Offshore-Industrie.“

RUD-ID – geeignet für raueste Umgebungen

Raue Umgebungen erfordern robuste Lösungen – das wird selbst einem Laien klar, wenn es darum geht Technologien auf hoher See dauerhaft einzusetzen. Ein hoher Salzgehalt in der Luft, salziges Meerwasser, Stürme und extreme Temperaturen stellen an jegliche genutzte Lösung sowie Komponenten hohe Ansprüche. „Die Hardware von RUD, also sowohl die Anschlagmittel selbst als auch die RFID-Lösung RUD-ID, ist optimal auch unter härtesten Bedingungen einsetzbar. Die Miniaturtransponder, die in eine nur vier Millimeter messende Bohrung beispielsweise in Anschlagpunkte eingepresst werden, sind im Grunde selbst bei massiver Krafteinwirkung unverlierbar und gewährleisten eine dauerhafte Kennzeichnung. In der Entwicklungsphase haben wir Haken mit eingepressten Transpondern über Wochen in Salz- und Brackwasser absichtlich so stark korrodieren lassen, dass die Haken absolut ablegereif waren – die Transponder waren jedoch ohne Ausnahme lesbar.

Cloud contra Hochsicherheitsbereich?

Die RUD-ID-Lösung basiert auf dem Speichern sämtlicher Daten – beispielsweise Bauteilinformationen, Prüflisten und Prüfprotokollen – in einer Cloud. „Vorteile der Cloud-basierten Lösung sind unter anderem, dass Prüfer von jedem internetfähigen Endgerät auf die RUD-ID-Net-Anwendung zugreifen können, ohne dass auf dem Gerät eine Software oder eine App installiert werden muss. Weiterhin können wir Updates der Anwendung, aber auch neue Informationen zu neuen Bauteilen allen Nutzern schneller zur Verfügung stellen, da wir die Daten direkt in die Cloud einspielen können“, erläutert Michael Smetz. Doch wie lässt sich RUD-ID-Net nutzen, wenn die Vorschriften eines Hochsicherheitsbereiches nicht zulassen, dass Mitarbeiter auf Cloud-Anwendungen zugreifen? „Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit den Anwendern unserer Lösung und können das Feedback aus der Praxis mit in die Weiterentwicklung aufnehmen. Zuerst kam die Anfrage nach einer Stand- Alone-Lösung, die nicht auf die Cloud zugreifen muss, aus dem Umfeld von Atomkraftwerksbetreibern. Für Ölbohrplattformen sehen wir ähnliche Anforderungen. Daher steht die Weiterentwicklung in dieser Richtung weit oben auf der Agenda unserer IT-Spezialisten“, berichtet Michael Smetz.

Nicht nur Prüfen und Dokumentieren

Nutzt ein Unternehmen tausende Anschlagpunkte, wird die exakte Identifikation jedes einzelnen Anschlagpunktes für vorgeschriebene Prüfungen zu einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Diese Herausforderung hat RUD Ketten mit der Entwicklung des RUD-ID-Systems bereits gelöst. RFID-Transponder, die fest mit den Bauteilen verbunden sind und sämtliche Belastungen, die im Arbeitseinsatz auftreten können, gewährleisten eine dauerhafte Kennzeichnung. „Zunehmend haben wir bei Gesprächen mit Industrieunternehmen bemerkt, dass die Inventarisierung von Arbeits- und Hilfsmitteln eine enorme Herausforderung ist. Auch für diese Aufgabe kann RUD-ID eingesetzt werden“, berichtet Michael Smetz. „Solange ein Unternehmen nur eine vage Kenntnis vom gesamten Inventar hat, ist der Einkauf gefordert, permanent Komponenten nachzuordern. Eine exakte Inventarisierung birgt somit ein enormes Potenzial, laufende Kosten einzusparen.

Weltweites Interesse an ID-Lösungen

Weltweit steigt das Interesse, ganz gleich ob bei der Offshore- Produktion auf hoher See im Nordatlantik oder in riesigen Kupferminen Südamerikas, berichtet Michael Smetz, der das RUD-ID-System weltweit vorstellt und Unternehmen bei der Einführung der Lösung zur automatisierten Dokumentation von Prüfungen unterstützt. „Weltweit unterscheiden sich die Industrien stark in ihrer Ausprägung. Allen gemein ist aber, dass Arbeitsmittel wie Anschlagpunkte und Hebezeuge genutzt werden. Ebenfalls existieren in zahlreichen Ländern Vorschriften für Prüfungen. Einige Länder gehen sogar noch weiter als Deutschland und verankern Prüfvorschriften gesetzlich. Somit steigt der Bedarf an Lösungen, welche die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften ohne großen Aufwand ermöglichen.“

Letzte Änderung am Dienstag, 19 Januar 2016 10:19
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