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RFID & Wireless IoT Global

Logistikdienstleister DSV: „Für effektives Crossdocking wäre RFID unser Mittel der Wahl“

Use Cases | von PR RFID & Wireless IoT Global | 01. Februar 2016
RFID im Lagermanagement und in Supply-Chain-Prozessen RFID im Lagermanagement und in Supply-Chain-Prozessen BILD: DSV Road

Im internen Lagermanagement ist RFID bereits integrierter Bestandteil, in Supply-Chain-Prozessen sieht der Logistikdienstleister DSV noch technologischen Nachholbedarf

In mehreren Logistikzentren für die Automobilindustrie ist RFID bereits integrierter Bestandteil der Inhouse-Logistik für die Kontrolle der Warenbewegungen. “Diese Optimierung wünschen wir uns auch in der Supply-Chain. Technologisch ist diese bisher aber wenig entwickelt“, wie Paul Claessen, Automotive Development Manager bei dem Logistikdienstleister DSV Road, erklärt. Gerade kritische Crossdocking- Prozesse ließen durch den standardisierten Einsatz von RFID deutlich effektiver und sicherer gestalten.

Paul Claessen, Automotive Development Manager bei DSV Road, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Für rund 450 Kunden aus dem Automotivebereich, darunter Automobilhersteller wie Volvo, Audi, BMW, GM oder Auftragsfertiger Valmet (Daimler), verantwortet der Logistikdienstleister DSV die Logistik in den Sparten Road, Air & Sea und Solutions. DSV betreibt Logistikzentren weltweit, davon allein 20 in Europa. Zu den DSV Standorten, an denen RFID-Ladungsträgermanagement integraler Bestandteil der Warehouse-Prozesse ist, gehört unter anderem die Flagship-Site für Volvo Cars in Gent, die nach Aufbau und mehrjährigem Betrieb von DSV an den OEM (Original Equipment Manufacturer) übergeben wurde. Der Transport- und Logistikdienstleister setzt RFID aber nicht nur im Automotivebereich ein, sondern branchenübergreifend. So nutzt zum Beispiel DSV Solutions B.V. (Moerdijk) in den Niederlanden RFID, um die gesamte Lieferkette seines Kunden Waterpik, einem Hersteller von Zahnpflegeprodukten, transparent zu gestalten und zu optimieren.

Paul ClaessenPaul Claessen „Wir haben die Technologie im Haus, die Vorteile von RFID sind bekannt. Wann legt die Automobilindustrie los? Wir würden jederzeit in ein Entwicklungsprojekt einsteigen!“

RFID inhouse integriert, aber in der Supply-Chain kein Thema?

„In mehreren Solutions Facilities, die wir in Eigenregie betreiben, ist RFID bereits inhouse im Einsatz. Wir nutzen die Technologie nicht nur auf Kundenwunsch, denn auch wir als Logistiker profitieren von den Vorteilen“, erklärt Paul Claessen, Automotive Development Manager bei DSV Road. „In unserem komplexen Lagergeschäft ermöglicht uns die Technologie, platznah eine hunderprozentige Kontrolle über Materialbewegungen zu erhalten. Gerade in Sequenzierprozessen ist eine sehr hohe Zuverlässigkeit gefordert ist. Allein im Pickingprozess sind gerade 30 bis 50 Fehler pro Million Aktivitäten erlaubt. Um diese Quote zu erreichen, setzen wir natürlich alle Mittel ein. Wir könnten aber noch schneller, besser und zuverlässiger werden, wenn wir RFID auch in der Supply-Chain nutzen könnten. Diese ist technologisch aber nicht so weit entwickelt, wie wir uns dies wünschen“, so der Automotive Development Manager.

Kritischer Punkt in der Kette: Sammelgut

Für das Roadgeschäft sieht Claessen daher noch Optimierungspotenzial. Ein besonders kritischer Punkt im Inbound- Geschäft sei Sammelgut, das als einzelne Verpackungsmittel, bis hin zu kleinen Kartonboxen, über Crossdock gehandhabt wird: „Durch unsere Logistikzentren laufen täglich bis zu hundertausend Packstücke von verschiedenen Automobilherstellern – Fehler im Versand können fatale Folgen haben. Landet ein Kleinteil, das wenig verbaut wird, nicht im richtigen Werk, bedeutet dies im schlimmsten Fall Bandstillstand – und zwei Stunden Stillstand können sich schnell auf 120.000 Euro summieren. Aus unserer Sicht sind diese Kosten eine gute Rechtfertigung, um in Technologien zu investieren, die Fehler vermeiden“, so der Development Manager.

Papier ist im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß

„Gerade angesichts der hohen Anforderungen ist es daher für uns nicht verständlich, warum die Hersteller nicht tiefer in den Prozess einsteigen und bisher nicht die Initiative ergriffen haben, gemeinsam mit den Logistikern eine integrale Kette aufzubauen. Denn es gibt viele gute Gründe dies zu tun“, so der Experte. Neben Kosteneinsparung sieht Claessen handfeste Vorteile in der Digitalisierung von Prozessen: „Papierbasiertes Arbeiten ist aus unserer Sicht unnötig, unsicher und für das 21. Jahrhundert absolut nicht mehr zeitgemäß“, erklärt er. Für die interne Optimierung treibe DSV daher selbst Aktivitäten voran, um papierbasierte Prozesse abzulösen. „Wir schaffen beispielsweise Anreize, indem wir Rabatte für unsere Dienstleistung anbieten, wenn Lieferungen papierlos erfolgen.

RFID und Standards für effektives Crossdocking

Aktuell erfolgen Warenanlieferungen von unterschiedlichen Herstellern überwiegend basierend auf Barcodes, die verschiedene Datenformate enthalten. Für jeden Hersteller nutzt DSV daher eigene EDV-Systeme und DFÜ sowie unterschiedlich konfigurierte Scanner. „Wir sehen, dass sich viele Hersteller auf Derivate der VDA-Standards zurückgezogen haben. In der Praxis heißt dies, dass wir de facto kein Label eines Herstellers mit dem eines anderen abgleichen können. Selbstverständlich stellen wir uns als Dienstleister darauf ein, aber standardisierte RFID-Labels würden uns die Arbeit erheblich erleichtern, um auf effektive und sichere Weise Crossdocking zu betreiben. Wir sind von der RFID-Technologie überzeugt und würden jederzeit in ein Entwicklungsprojekt einsteigen – und dafür auch die Entwicklungskosten übernehmen.“

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Mai 2016 12:41
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