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RFID & Wireless IoT Global

RFID und eLISA schaffen Transparenz im Prototypenbau bei Volkswagen

Use Cases | von PR RFID & Wireless IoT Global | 24. Februar 2016
Wir bestellen systematisch Prototypenteile mit RFID, und fordern die Kennzeichnung von unseren Lieferanten aktiv ein. Wir bestellen systematisch Prototypenteile mit RFID, und fordern die Kennzeichnung von unseren Lieferanten aktiv ein. BILD: Volkswagen

Mit dem Rollout des Gläsernen Prototypen sowie dem Start einer neuartigen Datenaustausch- Plattform bringt Volkswagen die Industrie 4.0 in die Technische Entwicklung

Was ist Industrie 4.0? Während Wirtschaft und Politik noch in weiten Teilen über Definition, Umsetzung und Realisierung diskutieren, schafft Volkswagen Fakten. Das Datenaustausch-Portal eLISA bildet innerhalb der technischen Entwicklung die Basis für den elektronischen Bauteiledatenaustausch zwischen Zulieferern und Volkswagen. Prototypenteile werden lieferantenseitig mit RFID gekennzeichnet. Die dazugehörigen Logistik- und Bauteildaten werden über eLISA an Volkswagen kommuniziert und unter anderem für die essentiell wichtige Bauzustandsdokumentation von Versuchsfahrzeugen genutzt. So wird die Vision vom Gläsernen Prototypen zur Realität.

Dr. Malte Schmidt und Dr. Lars Thoroe, Volkswagen, im Interview mit „RFID im Blick“

Der Durchblick in der Technischen Entwicklung

Im Rahmen einer mehrjährigen Vorbereitungsphase wurden die erforderlichen Datenstandards und Prozesse geschaffen. Gleichzeitig wurde die eingesetzte RFID-Hardware qualifiziert. Seit Anfang 2015 wird das Projekt Gläserner Prototyp großflächig ausgerollt. Volkswagen bestellt systematisch Prototypenteile mit RFID, und fordert die Kennzeichnung von den Lieferanten aktiv ein“, berichtet Dr. Schmidt. Derzeit sind bereits mehr als 150 Lieferanten in das System eingebunden. „Unser Ziel ist die 100-prozentige Abdeckung“, blickt Dr. Schmidt voraus.

Ziel sind 300 „RFID-Lieferanten“ in 2016

Die aktuell in den Gläsernen Prototypen eingebundenen Lieferanten stammen überwiegend aus Deutschland und Europa. Gleichzeitig wird die Systematik auch schon erfolgreich in Übersee eingesetzt. „Bis Ende 2016 soll die Anzahl der RFID-fähigen Prototypenlieferanten auf ca. 300 steigen“, berichtet Dr. Schmidt. „Das setzt einen hohen Grad an Kontinuität voraus“. Vom Rollout betroffen sind derzeit circa 150 verschiedene Prototypenteile. Ausgenommen sind Bauteile, die aufgrund ihrer Bauform, des fahrzeugabhängigen Verbauorts oder kritischer Faktoren, wie zum Beispiel hoher Temperaturentwicklungen, derzeit nicht für die RFID-Kennzeichnung in Frage kommen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bauteile, wie beispielsweise Steuergeräte, die per Online-Diagnose ausgelesen werden können. Damit ist die RFID-Kennzeichnung in der aktuellen Phase des Rollouts nicht erforderlich.

Dr. Malte SchmidtDr. Malte Schmidt „Wir bestellen systematisch Prototypenteile mit RFID, und fordern die Kennzeichnung von unseren Lieferanten aktiv ein. Die Vorgehensweise hat sich etabliert. Mittlerweile entstehen bei den Lieferanten auch eigene Ideen zum RFID-Einsatz – ein sehr positiver Effekt.“

RFID-Support für Lieferanten

Der Rollout des Projekts „Gläserner Prototyp“ wird von einem dediziertem RFID-Support begleitet, der die Zulieferer beim Einsatz der RFID-Technologie unterstützt, und so die ersten Schritte mit der neuen Technologie erleichtert“, erläutert Dr. Schmidt. „Dazu kommen zahlreiche RFID-Work- Shops und regelmäßig durchgeführte Lieferantentage, die dem Austausch dienen und den Lieferanten einen Eindruck vom Potential des RFID-Einsatzes vermitteln. So werden die Lieferanten für den Gläsernen Prototypen qualifiziert und entwickeln schnell eigene Ideen, wie RFID gewinnbringend eingesetzt werden kann – eine positive Rückkopplung.“

Hardware-Einsatz nach dem Baukastenprinzip

Der Rollout erfolgte mit der in den vorangegangenen Tests erprobten Hardware, wobei diese von Standort zu Standort variieren kann. „Wir haben keine Standard-Lösung, sondern richten uns nach den jeweiligen Bedingungen und Gegebenheiten vor Ort. Dabei greifen wir bezüglich der Hard- und Software auf bewährte Bausteine zurück, die wir je nach Anforderung neu kombinieren“, so Dr. Thoroe. „Insgesamt werden in der technischen Entwicklung derzeit rund 20 RFID-Gates eingesetzt. Die Gates werden sowohl für die Fahrzeug- und Bauteilerfassung als auch für andere Objekte, wie beispielsweise Mehrwegbehälter und Packstücke genutzt“, erläutert Dr. Thoroe und führt aus: „Weiterhin setzen wir mobile Handgeräte ein. Das ist eine sinnvolle Ergänzung und erhöht die Flexibilität – gerade wenn die Versuchsfahrzeuge sich an Erprobungsstandorten befinden, die über keine fest installierte RFID-Infrastruktur verfügen.“

Elektronischer Datenaustausch ist der Schlüssel zu Industrie 4.0

„Die B2B-Plattform eLISA (elektronische Lieferschein Applikation) wurde kurz vor dem Rollout des Gläsernen Prototypen live geschaltet, um die Voraussetzungen für den reibungslosen Datenaustausch zu schaffen“, berichtet Dr. Thoroe: „Knapp 500 aktive Lieferanten arbeiten aktuell mit eLISA und übermitteln uns bei der Bestellung von Prototypenteilen auf diesem Weg die erforderlichen digitalen Daten. Das sind deutlich mehr Lieferanten als im Gläsernen Prototypen, da wir neben den RFID-gekennzeichneten Prototypenteilen natürlich auch weitere Bauteilumfänge abwickeln.

Bevor es eLISA gab, wurden die Bestellungen auf unterschiedliche Art und Weise an die Lieferanten kommuniziert. eLISA standardisiert und kanalisiert die Kommunikation und sorgt damit für optimierte Prozesse zwischen Lieferanten und Volkswagen.“ Die digitale Vernetzung in diesem Teil der Wertschöpfungskette ist für Dr. Thoroe ein wichtiger Schritt in Richtung Industrie 4.0: „Über eLISA bieten wir neben dem RFID-Datenaustausch auch zusätzliche Funktionalitäten an, wie beispielsweise das Erstellen eines standardisierten Lieferscheins, was vorher insbesondere in kleineren Betrieben nicht möglich war. Das Beispiel zeigt, dass eLISA allen Beteiligten Vorteile bringt. Das steigert die Akzeptanz – und so wird mit dem Gläsernen Prototypen und eLISA der unternehmensübergreifende RFID-Einsatz real.“

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Mai 2016 12:40
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