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RFID & Wireless IoT Global

Gerry Weber - Die RFID-Erfolgsstory geht weiter...

Use Cases | von PR RFID & Wireless IoT Global | 15. März 2016
Relaunch des ERP-Systems + neue RFID-Lösung Relaunch des ERP-Systems + neue RFID-Lösung BILD: Gerry Weber

Nach fünf Jahren erfolgreichem RFID-Einsatz startet der RFID-Pionier den Relaunch seines RFID-Systems für 800 Filialen und legt damit das Fundament für zukünftige Innovationen

Als RFID-Pionier hat Gerry Weber Erfolgsgeschichte geschrieben! Jetzt läutet das Modeunternehmen den nächsten Step der Success Story gemeinsam mit der Umstellung seines Filialwarenwirtschaftssystem ein. Ab Sommer 2017 soll das neue ERP-System zusammen mit einer neuen RFID-Bestandslösung in den Rollout gehen. Kein kompletter Neustart, vielmehr der Grundstein, um die erfolgreichen RFID-Prozesse auf die nächste Stufe zu heben, erklärt Michel Feurich. „Wir haben sehr erfolgreich unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt wollen wir die RFID-Erfolgsgeschichte weiter vorantreiben und noch innovativer werden. Dafür stellen wir die Weichen.“ Mit dem Selbstbewusstsein des RFID-Pioniers im Rücken spricht der CIO offen über Gründe für den Systemwechsel, den Transformationsprozess und Visionen für die Filiale der Zukunft, erklärt aber auch, warum Omni-Channel noch immer eine Hürde darstellt.

Michel Feurich, CIO, Gerry Weber International AG, im Interview mit „RFID im Blick“

„Wir befinden uns mitten im Neustart. Der Kick-off der Implementierung des neuen Retail-ERPs startete gerade Anfang Januar. Mitte Februar geht es mit dem RFID-Projekt los“, so Michel Feurich. Ab Sommer 2017 soll der Filial-Rollout der neuen Filialwarenwirtschaftslösung von SAP zusammen mit einem neuen RFID-System von Tyco Retail Solutions erfolgen. „Mit dem Systemwechsel legen wir das Fundament, um noch kreativer innovative Lösungen vorantreiben zu können.“

Kick-off für neue Filialwarenwirtschaft, Rollout ab 2017

„Die Entscheidung, ein neues ERP-System für den Retail einzuführen, fiel bereits vor zwei Jahren. Das bisherige System war den heutigen Anforderungen und den zunehmenden Herausforderungen bei der Internationalisierung nicht gewachsen und konnte in der Vergangenheit in puncto Skalierbarkeit leider nicht mehr überzeugen“, berichtet Feurich. Da Gerry Weber jetzt die Warenwirtschaftslösung auf SAP umstellt, kann aufgrund der aktuell sehr engen Verzahnung von RFID- und ERP-System das bisherige RFID-Konzept, welches 2009 als Individuallösung auf der grünen Wiese entstand, nicht weiter genutzt werden. „Wir müssen das Thema RFID noch einmal neu angehen. Glücklicherweise sind die Zeit und auch der Markt nun reif, auf eine Standardsoftware zu setzen“, begründet Feurich den jetzigen Wechsel auf RFID-Lösungen von Tyco.

Im Rahmen des 2009 gestarteten Projektes wird RFID zur Optimierung der Logistikabläufe und der Prozesse im Einzelhandel sowie gleichzeitig als neue Form der Warensicherung eingesetzt. Im Laufe dieses Entwicklungsprozesses kam die Idee zu einer weiteren Innovation: Das „normale“ Pflegeetikett wurde zum textilen RFIDEtikett erweitert, welches Warensicherung, Herstellerangaben zur Pflege und den Elektronischen Produkt Code vereint.Im Rahmen des 2009 gestarteten Projektes wird RFID zur Optimierung der Logistikabläufe und der Prozesse im Einzelhandel sowie gleichzeitig als neue Form der Warensicherung eingesetzt. Im Laufe dieses Entwicklungsprozesses kam die Idee zu einer weiteren Innovation: Das „normale“ Pflegeetikett wurde zum textilen RFID-Etikett erweitert, welches Warensicherung, Herstellerangaben zur Pflege und den Elektronischen Produkt Code vereint.

Neuausrichtung bei RFID-Lösung, keine Änderung der Prozesse

„Wir krempeln aber nicht alles um. Primäres Ziel ist es, den Status quo zu halten. Das heißt: Wir bleiben bei den bewährten RFID-Prozessen und halten dabei auch an den eingenähten RFID-Etiketten fest“, betont Feurich. Seit 2011 laufen laut dem CIO die RFID-Prozesse absolut stabil und rund. Alles sei sehr gut eingeschwungen: „Wareneingang, Cycle-Counting, Auffinden von Produkten, Auffüllen der Warenbestände in den Verkaufsräumen – all diese Prozesse haben wir sehr erfolgreich mit RFID umgesetzt und optimiert. Nur technologisch fahren wir zukünftig auf einer anderen Schiene.“ Für die neue Ausrichtung hat Gerry Weber zusammen mit dem Beratungsdienstleister Tailorit verschiedene RFID-Anbieter verglichen und sich für die RFID-basierte Inventory-Visibility- Lösung von Tyco Retail Solutions entschieden. Tyco wird Gerry Weber auch Beratungsdienstleistungen bereitstellen – das Projektmanagement erfolgt bei Gerry Weber intern.

RFID-Repository als nächster Step

„Wir werden zukünftig das Thema Middleware ganz anders angehen“, erklärt der CIO. „Im ersten Schritt bauen wir gemeinsam mit Tyco ein sauberes RFID-Repository auf, aus dem sich alle anderen Systeme bedienen. Höchsten Wert legen wir auf den Datenschutz. Mit der neuen Lösung optimieren wir die Datenschutzstandards, die wir 2011 eingeführt haben, weiter. Die Trennung von Serialisierung und der GTIN sowie im zweiten Schritt von unseren bekannten Kunden können wir noch besser absichern, als wir dies heute schon praktizieren. Im Rahmen der Implementierung werden wir auch in die Hardware-Evaluierung gehen und prüfen, wie wir speziell die mobilen Filialprozesse noch besser gestalten können“, so Feurich.

Neues Logistikzentrum: Mehr Effizienz durch Insourcing der Logistik

Auch die logistischen Prozesse erhalten einen Effizienz- Schub: Seit Dezember 2015 befindet sich das neue Logistikzentrum am neuen Wirtschaftsstandort Ravenna Park in der Hochlaufphase. Hieraus wird Gerry Weber zukünftig seine Logistik in Eigenregie steuern. Bisher wurde diese über die Logistikdienstleister Meyer & Meyer und Fiege abgewickelt. „Hier konnten wir aus der langjährigen Zusammenarbeit und RFID-Erfahrung aus dem Vollen schöpfen“, so Feurich. „Das Zentrum wurde so konzipiert und die bewährten RFID-Prozesse nach unseren Vorstellungen so abgerundet, dass wir die maximale Effizienz erzielen.“ Bereits in den nächsten Wochen sollen erste RFID-getaggte Lieferungen aus Fernost eintreffen. Neu ist: Zukünftig werden auch Accessoires von Lizenzpartnern das Center getaggt verlassen. „Auch diesen Prozess verbessern wir mit dem neuen Logistikzentrum.“

Ab Sommer zusätzlich 4 Millionen Hallhuber-Artikel integriert

Ein wichtiger Schritt im Transformationsprozess des Unternehmens war der Zukauf des Modeunternehmens Hallhuber. Die Abrundung des Portfolios mit der Zielgruppenorientierung auf Mode für die Frau ab 25 bedeutet einerseits eine Verjüngung, anderseits operativ, dass zusätzlich 3,5 bis 4 Millionen Artikel jährlich getaggt werden. Aktuell werde RFID in den Hallhuber-Filialen noch nicht genutzt. Gerry Weber statte derzeit aber alle Artikel mit RFIDEtiketten aus, um ab Sommer 2016 die Einbindung von Hallhuber in die Logistik zu starten, nachdem alle Gerry Weber Marken im neuen Logistikzentrum integriert worden sind, sagt Feurich.

Internationalisierung: Kanada der erste Schritt mit eigenem Retail über den großen Teich

Auch die Internationalisierung steht bei dem Modeunternehmen auf der Roadmap: Derzeit läuft die RFID-Technologie in 20 Ländern produktiv. Nur in Kanada, wo 2015 erste Filialen eröffneten, werden die Artikel mit klassischen Hard-Tags versehen. „Dort haben wir noch keine eigene IT vor Ort. Sollten wir in den nächsten Jahren die kritische Masse an Filialen in Nordamerika erzielen, haben wir die RFID-Implementierung durchaus auf dem Schirm“, blickt Feurich voraus.

Die Filiale der Zukunft und Omni-Channel auf der Agenda

Mit dem neuen ERP-System legt Gerry Weber auch die Grundlage für zukünftige Innovation im Store. „Wir sehen noch weit mehr vielversprechendes Potenzial in RFID. Store-Analysen von Laufwegen oder Verweilzeiten in der Kabine, intelligente Fitting Rooms, aber auch Themen wie NFC, iBeacon oder Kunden-Apps stehen für die ‚Filiale der Zukunft‘ auf unserer Agenda. Wir sind kreativ, offen und haben natürlich die junge Zielgruppe im Blick.“ Nach dem Thema Omni-Channel gefragt, antwortet Feurich offen: „Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen. In der Logistik werden wir bereits jetzt die Kanäle zusammenführen und sind dann wesentlich flexibler in der Saison. Um die Kanäle aber sauber vernetzen zu können, müssen wir zunächst das neue ERP-System und den ECommerce auf ein höheres Level bringen.“

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Mai 2016 12:39
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