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FEIG ELECTRONIC

Sunnybrook Hospital in Toronto setzt auf RFID im OP-Bereich

Use Cases | von FEIG ELECTRONIC | 12. April 2016
Die „Abflugtafel“ im OP: Jedem Patienten wird eine eindeutige ID-Nummer zugewiesen. Diese anonyme Nummer wird genutzt, um Angehörige über den zeitlichen Verlauf der Operation eines Patienten zu informieren. Auf Monitoren – ähnlich einer Abflugtafel – im Wartebereich werden Updates in Echtzeit eingespielt, sodass jeder wartende Angehörige über den Verlauf der Operation informiert ist, ohne das OP-Personal fragen zu müssen. Die „Abflugtafel“ im OP: Jedem Patienten wird eine eindeutige ID-Nummer zugewiesen. Diese anonyme Nummer wird genutzt, um Angehörige über den zeitlichen Verlauf der Operation eines Patienten zu informieren. Auf Monitoren – ähnlich einer Abflugtafel – im Wartebereich werden Updates in Echtzeit eingespielt, sodass jeder wartende Angehörige über den Verlauf der Operation informiert ist, ohne das OP-Personal fragen zu müssen. BILD: Sunnybrook Hospital

Neues Level für Patientenversorgung und Angehörigenkommunikation mit UHF-Readern von Feig Electronic

Im Krankenhaus verbringen Patienten den größten Teil ihrer Zeit – sind sie stationär aufgenommen und dazu noch immobil – in ihrem Zimmer. Eine Zuordnung zu ihrer Patientenakte fällt leicht, solange sie dort anzutreffen sind. Werden Patienten jedoch ambulant behandelt, beispielsweise in einem Onkologischen Zentrum zur Chemotherapie, oder müssen operiert werden, dann ist die eindeutige Identifikation ein Vorgang, der über das Wohl des Patienten mitentscheidet. Das in Toronto, Kanada, ansässige Sunnybrook Health Sciences Centre nutzt RFID-Technologie, um Patienten sicher zu identifizieren, Verwechslungen auszuschließen und Verwaltungsprozesse zu optimieren. Im Gespräch mit „RFID im Blick“ erläutert Ellie Lee, Manager OR Information Management Services, wie mittels RFID zusätzlich die Kommunikation mit Angehörigen verbessert wird.

Ellie Lee, Manager OR Information Management Services, Sunnybrook Health Sciences Centre, im Interview mit „RFID im Blick“

Patienten-Tracking bei Operationen

In 2015 installierte der Systemintegrator RFID Canada UHF-Weitbereichsleser von Feig Electronic in den umgebenden Bereichen und Übergängen zu insgesamt 19 OP-Sälen. Ziel war es, die jährlich rund 13.500 chirurgischen Patienten auf ihrem Weg in die OP-Vorbereitung, im OP-Saal, im Aufwachraum und im Anschluss zurück auf die Station zu tracken. „Jeder Aufenthalt eines Patienten in den zum OP-Prozess gehörenden Bereichen wurde zwar handschriftlich dokumentiert, jedoch nicht in Echtzeit. Diese Verzögerung war in Ordnung, da das Pflegepersonal sich vornehmlich um die Versorgung der Patienten kümmert. Dennoch kam es zu Herausforderungen in den Abläufen, sodass Patienten länger als notwendig in einem der OP-Bereiche warten mussten“, erläutert Ellie Lee die Ausgangsbasis vor dem RFID-Einsatz.

„RFID ermöglicht das Lokalisieren von Patienten im OP in Echtzeit – dadurch werden zahlreiche Optimierungen in der Patientenversorgung möglich. Zusätzlich werden Angehörige schneller und ohne zusätzliche personelle Ressourcen über den Status der OP informiert.“ - Ellie Lee, Manager OR Information Management Services, Sunnybrook Health Sciences Centre

Der Trick mit der Akte

Anstatt den Patienten ein RFID-Armband zu geben, befinden sich je zwei Transponder auf den Aktendeckeln der Patientenakte. „Zum einen besteht bei einem Armband das Risiko, dass sich der Arm unter dem Körper des Patienten befindet. Dann ist eine Erfassung des Transponders kaum möglich. Zum anderen wird die Patientenakte immer zusammen mit dem Patienten im Krankenhaus transportiert“, fasst Ellie Lee zusammen und führt aus: „Wir nutzen zwei Transponder auf den Aktendeckeln in horizontaler und vertikaler Ausrichtung. So stellen wir eine bestmögliche Erfassung sicher. Wichtig war, dass die Transponder ‚offiziell‘ aussehen – bedruckt mit Logo und Seriennummer.

Bei ersten Tests mit Blanko-Transpondern wurden diese vom Personal mit Klebestreifen verwechselt und entfernt.“ Notfallpatienten, die ohne Patientenakte in den OP kommen, erhalten eine Plexiglasplatte zur Befestigung am Clipboard des Bettes, auf der ebenfalls zwei Transponder angebracht sind. Die Aktendeckel werden nach dem Verlassen des OP-Bereiches in spezielle Container eingeworfen, sodass sie aufbereitet und wiederverwendet werden können. „Ist ein Patient im System als ‚entlassen‘ vermerkt und die Rückgabe des Aktendeckel wird vergessen, wird dieser von den Antennen am Ausgang erfasst und ein Signal ertönt. Somit geht praktisch kein Artikel verloren.“

Jeder Übergang wird erfasst

Der ID ISC.LRU1002 Fixed UHF
Longe Range Reader von
Feig ElectronicDer ID ISC.LRU1002 Fixed UHF Longe Range Reader von Feig Electronic: Lesereichweiten bis zu 12 Meter | Anschluss von bis zu vier Antennen | vier Antennen-Indikatoren | Integrierter Multiplexer | UCODE DNA-Unterstützung | Unterstützung des EPC Low Level Reader Protocols (LLRP) | vier verschiedene Betriebsarten | Ausgabe von RSSI-WertenDie aktuell genutzte Infrastruktur besteht aus ID ISC.LRU1002 Fixed UHF Longe Range Readern von Feig Electronic, die an jedem Bereichsübergang (OP-Vorbereitung, OP-Bereich, Aufwachräume und Surgical Short Stay) je drei Antennen steuern. „Die Antennen sind sowohl vertikal als auch horizontal in den Wänden sowie in den Decken integriert. Diese Ausrichtung ermöglicht die exakte Erfassung der Transponder an den Akten. Die Antennen sind durch einen Edelstahlrahmen gegen Beschädigungen geschützt“, erklärt Ellie Lee. Mit der RFID-Erfassung der Patientenbewegungen über die auf verschiedenen Stockwerken gelegenen OP-Räumlichkeiten, konnten Engstellen, die zu längeren Wartezeiten führten, vermieden werden. „Der Informationsaustausch in Echtzeit ermöglicht uns heute, dass kein Patient länger als nötig in einem Bereich warten muss. Andersherum können wir ausschließen, dass leere Betten nicht genutzt werden, da wir dank RFID wissen, welche Betten belegt sind und welche nicht“, blickt Ellie Lee auf die prozessualen Vorteile.

Wissen, ohne fragen zu müssen

Selbstbedienungsterminal mit integriertem RFID-Reader. Patienten erhalten hier alle Informationen zu Terminen und zum Ablauf ihrer Therapie, nachdem sie sich mittels RFID-Karte angemeldet haben.Selbstbedienungsterminal mit integriertem RFID-Reader. Patienten erhalten hier alle Informationen zu Terminen und zum Ablauf ihrer Therapie, nachdem sie sich mittels RFID-Karte angemeldet haben. Da jeder Patient eine eindeutige ID-Nummer hat, kann diese auch genutzt werden, um Angehörige über den zeitlichen Verlauf der Operation eines Patienten zu informieren. Auf Monitoren – ähnlich einer Infotafel auf dem Flughafen – im Wartebereich werden Updates in Echtzeit eingespielt, sodass jeder Angehörige sieht, wo sein Verwandter gerade ist. „Auf den Monitoren wird lediglich die Patienten-ID angezeigt, die nur den Angehörigen bekannt ist. Wird ein Patient beispielsweise aus der Vorbereitung in den OP gefahren, fängt die Anzeige an zu blinken und ein akustisches Signal ertönt. So sind die Patientendaten geschützt und dennoch werden die Krankenhausmitarbeiter entlastet, da sie nicht fortlaufend persönlich über den jeweiligen Patientenstatus Auskunft geben müssen“, erläutert Ellie Lee. Konnte ein Patient im Vorfeld seine ID-Nummer nicht an seine Angehörigen weitergeben, steht ein Kiosk-System zur Verfügung. „Unter Eingabe des Namens und des Geburtsdatums kann die jeweilige Patienten-ID eigenständig abgerufen werden.“

Weniger Arbeit – mehr Informationen

Für das Behandlungsreporting, die Personalplanung und die Steuerung des Patientenfluss, ist es für Sunnybrook wichtig zu wissen, welcher Patient wie viel Zeit in welcher Abteilung verbringt. Dazu sei RFID als Technologie ideal geeignet, ist Ellie Lee überzeugt: „RFID ermöglicht die Erfassung aller relevanten Informationen in Echtzeit, ohne dass ein Mitarbeiter Daten manuell in einen Computer eingeben muss. Das schafft Freiräume für die Krankenpflege und patientennahen Dienstleistungen.

Letzte Änderung am Dienstag, 12 April 2016 13:36
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