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Automobilhersteller treiben Einheitlichkeit für RFID-Labels voran, Zulieferer müssen nachziehen

Artikel | von Schreiner LogiData | 27. April 2016
Die Zulieferer sind am Zug Die Zulieferer sind am Zug BILD: Schreiner Group

Zertifizierte RFID-Labels

Durchgängigkeit und Konformität für RFID-Labels

Durchgängigkeit und Konformität: Das ist die Zukunft von RFID-Labels in der Automotiveindustrie. Um eine Wertschöpfung über die gesamte Kette zu generieren, ist eine Durchgängigkeit und Konformität für RFIDLabels unverzichtbar. Deshalb fordern die Hersteller verstärkt kompatible Tags von ihren Zulieferern. Frank Linti, Business Development Manager RFID, Schreiner LogiData, spricht mit „RFID im Blick“ über die daraus entstehenden Veränderungen am Markt. Einen besonderen Fokus legt er auf geeignete Bauteilgruppen und RFID-Labels sowie auf das Informationsangebot des Geschäftsbereichs Schreiner ProTech für Zulieferer.

Frank Linti, Business Development Manager RFID, Schreiner LogiData im Gespräch mit „RFID im Blick“

Die Zulieferer sind am Zug

„Zulieferer, die RFID für ihre internen Abläufe nutzen, liefern die hauseigenen Tags auf den Bauteilen an den Automobilhersteller. Der Hersteller kann die Labels aufgrund unterschiedlicher Konfigurationen der beiden Reader-Systeme nicht vor Ort im Werk lesen. Als Resultat treten immer mehr Automobilhersteller an ihre Zulieferer mit der Forderung heran, Bauteilgruppen mindestens auf Prototypen-Ebene mit genormter RFID-Technologie auszustatten, die eine Durchgängigkeit der Labels generiert“, beschreibt Frank Linti die aktuelle Ausgangslage auf dem Markt.

Frank LintiFrank Linti „Immer mehr Automobilhersteller treten an ihre Zulieferer mit der Forderung heran, Bauteilgruppen mit genormter RFID-Technologie auszustatten, die eine Durchgängigkeit der Label generiert. Die Zulieferer sind nun am Zug, den Anschluss an den sich verändernden Markt nicht zu verlieren.“

Investition in die Zukunft

Der deutsche Labelhersteller Schreiner ProTech will die Zulieferer für die Veränderungen auf dem Markt sensibilisieren, indem der Geschäftsbereich der Schreiner Group den Zulieferern die Benefits eines durchgängigen Labels sowohl für den Automobil-Hersteller als auch für die eigene Produktion aufzeigt. „RFID-Labels sollten im Idealfall durchgängig genutzt werden, um den bestmöglichen Mehrwert für alle am Prozess Beteiligten zu generieren. Um diesem Ziel gerecht zu werden, sucht Schreiner ProTech das Gespräch sowohl mit Zulieferern, die RFID in ihre Prozesse integriert haben, als auch mit Newcomern auf diesem Gebiet. Der Labelproduzent designt und liefert die passenden Spezial-Label, welche den VDA-Richtlinien sowie den Hersteller-Vorgaben entsprechen und gleichzeitig auch Vorteile für den Zulieferer und seine Prozesskette bieten“, erklärt Linti. „Durchgängige, VDA-konforme RFID-Labels sind die Zukunft der Automotiveindustrie, da sie interne Prozesse optimieren und eine Wertschöpfung über die gesamte Produktionskette schaffen. Eine Prozessumstellung ist eine Investition in die Zukunft.“

Geeignete Bauteilgruppen

Frank Linti hält bestimmte Bauteilgruppen für den RFID-Einsatz geeignet. Dazu gehören Bauteilgruppen wie Motorgetriebe, Fahrwerk, Chassis oder Lenkung, die mit für den Automobilhersteller nutzbaren RFID-Labels ausgestattet werden. Sicherheitsrelevante Bauteilgruppen wie Air-Bags, die Fahrzeugelektrik, die Stoßstangen, Gurtsysteme sowie Sitze sind ebenfalls von großem Interesse für die Hersteller. „Für den Einstieg werden wahrscheinlich 20 bis 30 Tags aus den genannten Bauteilgruppen für die Automobilproduzenten eine Rolle spielen. Die Umstellung wird schrittweise und nicht von jetzt auf gleich erfolgen“, so Linti.

VDA-konforme und zertifizierte Labels

Für Linti sind zwei Punkte ausschlaggebend für eine effiziente Umstellung: „Datenstandards sollten beachtet werden. Die Labels müssen in Bezug auf Größe, Bauform und Datenspeicher VDA- oder ISO-konform sein, weshalb eine Standardisierung der Zulieferer-Tags für den Anpassungsprozess unerlässlich ist. Das Ziel sind gleiche Datensätze, deren Spezifizierungen von den VDA-Richtlinien bestimmt und von den Herstellern vorgegeben werden. Diese haben Vorrang vor den produktspezifischen Informationen der Zulieferer.“

Der zweite Aspekt betrifft die Qualität des Labels. Es dürfen nur speziell genormte, zertifizierte Materialien eingesetzt werden, da die Labels hohen Temperaturunterschieden, diversen Wetterszenarien und unterschiedlichsten Untergründen und Prozessen ausgesetzt sind. „Schreiner ProTech ist einer der wenigen ISO/TS 16949 zertifizierten Label-Produzenten Deutschlands, der weltweit RFID-Labels für die Serienproduktion nach den erlaubten Material- Normen der Automobilindustrie anbieten kann. Der Geschäftsbereich hat sich mit der DistaFerr-Label-Serie vor allem auf Karbon-, Metall sowie Hitzeanwendungen spezialisiert“, erläutert Linti.

Letzte Änderung am Mittwoch, 27 April 2016 13:55