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COT Computer OEM Trading

Deutsche Post trackt internationale Briefe mit RFID

Use Cases | von COT | 03. Mai 2016
Mithilfe von Funketiketten in den Sendungen werden der grenzüberschreitende Transport und die Übergabe an die Zustellung des Ziellandes erfasst. Mithilfe von Funketiketten in den Sendungen werden der grenzüberschreitende Transport und die Übergabe an die Zustellung des Ziellandes erfasst. BILD: Deutsche Post

Sendungsverfolgung

Der Ländernachweis: Die RFID-basierte Antwort der Post auf Anforderungen nach Track & Trace-Lösungen des stark wachsenden E-Commerce-Markts

Der E-Commerce boomt. Die Anforderungen an Händler steigen gleichermaßen. Online-Shoppingplattformen verlangen, dass Möglichkeiten der Sendungsverfolgung angeboten werden. Mit dem Ländernachweis hat die Deutsche Post Ende 2015 ein neues Produkt als Ergänzung zum klassischen Einschreiben auf den Markt gebracht. RFID-Etiketten sind die Basis für den kostengünstigen und dennoch nachverfolgbaren Versand von internationaler Post. Wer profitiert von dieser neuen Möglichkeit und welche Hard- und Software benötigt ein Händler, um den RFID-basierten Ländernachweis zu nutzen? „RFID im Blick“ hat nachgefragt.

Dirk Pandikow, VP Export & Direct Entry, Deutsche Post, und Eiko Gramlich, Vertrieb RFID, COT, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Die Deutsche Post setzt als erstes Postunternehmen weltweit auf eine RFID-Systemlösung für internationale Warenbriefe. Der neue Service bietet bis zu sechs automatisch generierte „Track-Events“ an, die es dem Versender und dem Kunden ermöglichen, den Status des Briefes im grenzüberschreitenden Verkehr besser nachzuvollziehen. Im Gegensatz zum Einschreiben International gibt es allerdings kein End-to-End Tracking.

RFID anstatt Unterschrift

„Der Ländernachweis ist eine sinnvolle Ergänzung zum internationalen Einschreiben, da er für bisher nicht nachvollziehbare internationale Briefsendungen Trackevents liefert und dem Versender von Warensendungen in das Ausland somit die Möglichkeit gibt, dies gegenüber seinen Kunden zu dokumentieren“, erklärt Dirk Pandikow. „Die Nachfrage nach Track & Trace steigt insbesondere im E-Commerce-Umfeld exponentiell. RFID ist ein Hilfsmittel, um diese Nachfrage zu befriedigen.“

Dabei ist der Ländernachweis zugleich eine kostengünstige Versandform mit Sendungsverfolgung. Die Lösung für Vielversender liegt bei Stückpreisen von 0,57 bis 0,59 Euro netto. Verschiedene Label sind als 500er-Rolle erhältlich. Dabei können die Kunden zwischen vorcodierten und uncodierten Adressetiketten wählen. Das End-To-End Tracking inklusive Dokumentation der Übergabe per Unterschrift mit dem Einschreiben International kostet 2,50 Euro. „Relativ gering fällt der Investitionsaufwand seitens der Kunden aus, wenn sie unsere vorcodierten Labels mit Abriss-Barcode verwenden: Diese vorcodierten Labels können einfach mittels CSV-Upload aktiviert werden. Erst die Nutzung uncodierter Adressetiketten macht eine Investition in RFID-Drucker und Software erforderlich, die sich je nach Versandvolumen sehr schnell amortisieren kann“, führt Dirk Pandikow das Angebot aus.

Spezielle RFID-Lösungen für Großversender

Für Unternehmen, die pro Monat hunderte von Sendungen per Ländernachweis nachverfolgen wollen, bietet sich die Möglichkeit an, RFID-Etiketten inhouse zu bedrucken und zu codieren. Im Zuge der Einführung des Ländernachweises erhielt das Unternehmen COT Computer OEM Trading aus Dieburg den Ausschreibungszuschlag für die Lieferung der Etiketten und agiert heute auch als Hardware-Partner der Deutschen Post, wie Eiko Gramlich berichtet: „Wir liefern nicht nur die unterschiedlichen Etiketten – vorcodiert oder uncodiert – sondern stellen Unternehmen je nach Bedarf RFID-Drucker sowie Schnittstellenlösungen zur Verfügung.“ Dirk Pandikow ergänzt: „Das Einzige, wofür die Unternehmen sorgen müssen, ist eine Schnittstelle zu unserem Auftragsmanagement und schon kann der Ländernachweis genutzt werden.“

Steigende Nachfrage im E-Commerce

Der Ländernachweis sei aber nicht nur für Großversender interessant. Auch Kleinversender, die beispielsweise nur wenige Waren über Auktionsplattformen verkaufen, können 20 bis 50 Prepaid-Label in einem Blister erwerben, online aktivieren und nachverfolgen. 20 Label kosten 19 Euro. „Nicht nur der finanzielle Aspekt ist für Privatkunden interessant. Auch die Tatsache, dass Marketplace-Betreiber zunehmend von ihren Shops eine Sendungsverfolgung erwarten, wird dem Ländernachweis im Bereich E-Commerce zusätzlichen Schub verleihen“, ist sich Dirk Pandikow sicher.

Bis zu zwei Kilogramm per Brief verschicken

Der Ländernachweis ist nur für den internationalen Brief, sprich für Briefexportprodukte bis zu zwei Kilogramm, nutzbar. Der Vorteil zum nationalen Brief liegt im Format, welches beim internationalen Brief ohne Zuzahlung ein größeres Volumen ermöglicht. „Mit dem Großbrief lassen sich gut leichte, voluminöse Sachen und kleine, flachere Gegenstände – also Briefpost mit geringem Warenwert – ins Ausland verschicken“, beschreibt Dirk Pandikow die Vorteile für den Kunden.

Abdeckung von 90 Prozent geplant

Das Internationale Postzentrum Frankfurt am Main ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Ländernachweis-Abwicklung in Deutschland. In Kooperation mit Postgesellschaften weltweit werden Track-Events erzeugt. „Aktuell ist der Ländernachweis für den Briefversand in 17 Länder möglich. Wir planen, unsere RFID-Lösung um weitere Länder auszuweiten, die dann rund 90 Prozent unseres Exportvolumens im Briefbereich abdecken werden“, so Dirk Pandikow und fasst zusammen: „Wir schließen mit diesem Service die Lücke zwischen dem bisherigen Versand ohne Sendungsverfolgung und dem Versand mit der Zusatzleistung Einschreiben. Der Ländernachweis bietet Transparenz im grenzüberschreitenden Verkehr, aber anders als das Einschreiben keine komplette Nachverfolgung.“

RFID im Post-Verteilzentrum

Die Deutsche Post installierte bereits vor Jahren RFID-Antennen an den Ein- und Ausgangstoren des internationalen Postzentrums in Frankfurt am Main. Das Ziel: Sendungen beim Ein- und Ausgang in den Auswechselstellen tracken. Im Laufe der Jahre wechselte das Unternehmen von aktiven zu passiven UHF-Transpondern. So konnte das Unternehmen bei der Integration des Ländernachweises eine bereits vorhandene Hardware- Infrastruktur nutzen.

Die Reader- und Antennentechnologie im Versandzentrum wurde von Lyngsoe Systems implementiert. Etiketten- sowie Hardwarelieferant für den Endkunden ist COT. Als weitere Technologiepartner sind bisher die Unternehmen Heidler Strichcode und MHP Solution Group beteiligt, die den Kunden Software-Lösungen und Visualisierungsmöglichkeiten der Track-Events zur Verfügung stellen.

Letzte Änderung am Dienstag, 03 Mai 2016 14:45
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