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Fashion-Retailer Moods of Norway hat in kürzester Zeit RFID in seinen Stores ausgerollt

Use Cases | von PR RFID & Wireless IoT Global | 12. Mai 2016
Fashion-Retailer Moods of Norway hat in kürzester Zeit RFID in seinen Stores ausgerollt BILD: Moods of Norway

RFID-Instore-Lösung

Mehr Zeit für die Kunden dank RFID

Zwischen den ersten Gesprächen mit den Hardware-, Software- und Integrationspartnern Nedap und Infratek und dem Start des ersten Piloten in zwei Stores vergingen nur wenige Wochen. Die einfache RFID-Anwendung – Handheld, Ipod und Cloud-Anbindung – überzeugten Retail Director Hans Petter Hübert bereits nach kürzester Zeit. Neun Monate nach dem ersten Test war die Lösung zum Fast Stock Taking in allen 14 Stores ausgerollt. Im Gespräch mit „RFID im Blick“ berichtet Hans Petter Hübert, wie einfach es aus seiner Sicht war, Benefits mit RFID zu generieren. Und nicht nur das: Er gibt auch einen exklusiven Einblick, an welchen weiteren RFID-Applikationen derzeit bei Moods of Norway gearbeitet wird.

Hans Petter Hübert, Retail Director, Moods of Norway, im Gespräch mit „RFID im Blick“

RFID ist die Lösung!

Moods of Norway sah sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber, die das Unternehmen unweigerlich in Richtung RFID blicken ließ. Beispiele dafür waren fehlerhafter Nachschub aufgrund schlechter Bestandsgenauigkeit, extrem zeitaufwendige Inventuren mittels Barcode und ein geringes Vertrauen der Store-Mitarbeiter in die theoretischen Lagerbestände. Um Omnichannel-Konzepte zu realisieren, bedurfte es jedoch einer exakten Kenntnis der Warenverfügbarkeit. Zwei- bis viermal im Jahr durchgeführte Inventuren reichten nicht aus, um die benötigten Daten zu erhalten. Zudem blockierten Zähl- und Nachfüllprozesse wertvolle Zeit. Diese sollte eigentlich genutzt werden, um Kunden zu beraten und bestmöglich zu betreuen.

„Anstatt Kunden ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, waren unsere Kollegen durch ‚dumme‘ Tätigkeiten zeitlich gebunden. Das musste sich ändern“, so der Retail Director. Er tritt jedoch der Ansicht, dass der RFID-Einsatz für Fashion-Unternehmen komplex sei sowie umfangreiche, zeitliche und finanzielle Ressourcen binde, entschieden entgegen: „Häufig herrscht die Meinung vor, RFID sei nur mit hohem Aufwand in Instore-Prozesse zu integrieren. Dennoch, die richtigen Personen an Bord zu haben, einschließlich unserer Mitarbeiter in den Filialen, bringt eine RFIDUmsetzung geradewegs zum Erfolg. Auf jeden Fall gilt das für den schnellen Prozess der Bestandsaufnahme, bei dem vermutlich der größte Nutzen erzielt wird.Unsere Zufriedenheit mit unserer Lösung ist der beste Beweis.“

Hans Petter HübertHans Petter Hübert „Unsere Filialmitarbeiter können sich heute voll und ganz auf unsere Kunden konzentrieren. Manuelle Inventuren und Unzufriedenheit wegen schlechter Nachschubsteuerung sind Vergangenheit. Das ist definitiv einer der größten Benefits des RFIDEinsatzes!“

98 Prozent Bestandsgenauigkeit

Die von Moods of Norway heute in allen 14 Stores genutze Lösung umfasst Handheld-Reader von Nedap, die per Bluetooth mit Ipods verbunden sind. Per WLAN übermitteln die Ipods erfasste Daten in eine von Nedap entwickelte Cloud-Lösung. Die Retail-Verantwortlichen können ortsunabhängig über einen Webbrowser auf alle Bestandsdaten zugreifen. „Wir haben mit zwei Produktkategorien begonnen und konnten bereits nach kurzer Zeit eine Bestandsgenauigkeit von 98 Prozent und mehr verbuchen. Die deutliche Umsatzsteigerung hat uns zum Rollout bewogen“, blickt Hans Petter Hübert zurück. Der dann folgende Weg bis heute ist schnell erzählt: Alle Stores wurden mit RFID-Technik ausgestattet und die Mitarbeiter im Umgang mit der Lösung geschult. Im Schnitt nahm dies nur vier Stunden pro Store in Anspruch, so Hübert.

Online-Fulfillment aus den Stores

Heute wickelt Moods of Norway bereits rund 25 Prozent aller Online-Bestellungen direkt aus den Stores ab. Möglich wurde dies durch absolut korrekte Bestandsdaten auf Basis von RFID „Die Einfachheit der Lösungsintegration erlaubte uns die Erfüllung sämtlicher unserer Hauptanforderungen. Jetzt können wir ohne Druck an weiteren Entwicklungen auf Basis der RFID-Technologie arbeiten. Für uns ist es eine spannende Reise, mit Technologie Neues zu probieren, unsere Prozesse zu optimieren und so die Customer Experience zu verbessern.“

Effiziente Cloud-Lösung

Für Hans Petter Hübert liegt es auf der Hand, dass eine einfach zu handhabende RFID-Lösung nicht nur auf technischer Seite reibungslos funktionieren muss. Sie darf auch unter wirtschaftlichen Aspekten nicht überzogen sein. Umfangreiche Piloten mit unterschiedlichen Anbietern hätten den budgetierten Rahmen gesprengt, so der Retail Director: „Da bei der Nedap-Lösung der Hardware-Einsatz minimal ist, passt diese Applikation perfekt. Die Arbeit in der Cloud mit den RFID-Daten ist einfach und effizient – wirtschaftlich und prozessual.“ Die ‚!D Cloud‘ von Nedap generiert anhand erfasster Daten Bestandsinformationen und erstellt eine Artikelliste. Abweichungen zwischen den Daten des ERP Systems und den Daten, die das RFIDSystem erfasst hat, werden gekennzeichnet, freigegeben und wieder in das ERP System integriert. Per Click ist umgehend einsehbar, welche Artikel im Backstore zwar vorhanden sind, jedoch nicht im Verkaufsraum zur Verfügung stehen.

Den Kreis im Store schließen

Um die RFID-Funktionalität, auch mit Blick auf den sich ausweitenden Omnichannel-Ansatz, noch nachhaltiger zu nutzen, arbeitet Hans Petter Hübert gemeinsam mit seinem Projektteam und Technologiepartnern aktuell an einer Echtzeit-Picking-List. „Diese Art von Systemsupport, in Echtzeit zu wissen welche Waren im Front- und im Backstore sind und was fehlt, wollen wir gemeinsam mit Nedap im ersten Quartal 2016 pilotieren. Optimal wäre es, wenn wir diese Erweiterung bereits im zweiten Quartal nutzen könnten, da wir IT-seitig parallel unsere E-Commerce-Plattform neu aufstellen. Diese beiden Elemente zusammen haben das Potenzial, die letzten Lücken zu schließen“, blickt Hans Petter Hübert voraus.

Online-Shopping offline erleben

Eine weitere Option beim Einsatz der RFID-Technologie sieht Hans Peter Hübert in Smart Fitting Rooms. Eine „Light- Version“ soll bereits im ersten Quartal 2016 im Flagship- Store getestet werden. „Mit dem Smart Fitting Room wollen wir gleich zwei Ziele erreichen. Zum einen interessiert uns die Conversion-Rate: Wie viele Produkte, die von Kunden zur Anprobe mit in die Umkleidekabine genommen werden, werden im Anschluss auch gekauft? Zweitens wollen wir eine verbesserte Customer Experience ermöglichen, indem Kunden aus der Kabine direkt mit den Store-Mitarbeitern kommunizieren können. Automatisierte Empfehlungen für Bekleidungskombinationen oder passende Accessoires sind weitere Features. So bringen wir die Methodik des Online- Shopping in den Store“, erläutert Hans Peter Hübert.

Zukünftig eingenähte Labels?

Moods of Norway setzt konsequent auf Source Tagging, um den Aufwand für das manuelle Taggen im Lager und in den Stores zu minimieren. Für zukünftig weitere Anwendungen, wie beispielsweise ein EAS per RFID, sieht Hans Peter Hübert den Einsatz eingenähter RFID-Labels als logischen nächsten Schritt: „Wir rechnen mit einem Verbrauch von rund 500.000 RFID-Tags pro Jahr. Hang-Tags eignen sich nur bei wenigen Produktkategorien als EAS. Da wir in einem Store bereits mit Nedaps hybrider RF/ RFID-Antenne mit Richtungserkennungsfunktion Abläufe testen, sind eingenähte Labels für die Zukunft interessant. Die nächsten Schritte werden aktuell konkret geplant.“ Dazu gehört dann möglicherweise auch die Einbindungen der POS.

Bekleidungshersteller zeigen großes Interesse

Aktuell arbeitet Moods of Norway mit rund 30 Bekleidungsproduzenten in China und Europa zusammen. „Als wir zu Beginn unseres RFID-Projekts auf unsere Produzenten mit dem Wunsch des Source Tagging zugegangen sind, waren wir damit die ersten“, berichtet Hans Petter Hübert und führt aus: „Jetzt, rund zwei Jahre nach unseren ersten Tests, haben unsere Produzenten Anfragen von weiteren Fashion-Unternehmen auf dem Tisch. Mit uns konnten sie Erfahrungen im Umgang mit dem RFID-Source-Tagging sammeln, die sie jetzt weitergeben. Die Produzenten schauen auch detaillierter in die Supply-Chain ihrer Waren hinein, um zu analysieren, welche Potenziale mit RFID-Applikationen entlang der Kette bis zum Kunden gehoben werden können.“

RFID und Fashion auf der RFID tomorrow

Über erste Erkenntnisse aus dem RFID-Einsatz bei Moods of Norway referierte Hans Petter Hübert bereits auf der RFID tomorrow 2015. Auch auf der RFID tomorrow 2016 werden Fashion-Unternehmen am 19. und 20. September aus aktuellen RFID-Projekten berichten.

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Mai 2016 12:28
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