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Siemens: Industriedesign von RFID-Readern | Ein bislang unterschätztes Thema ?

Artikel | von Siemens | 14. Juni 2016
„Im Rahmen der RF600- Reader-Serie haben wir die Bedienphilosophie der Software mitentwickelt. Das Ziel war eine einheitliche Benutzeroberfläche mit verständlich dargestellten, textarmen Grafiken mit hohem Wiedererkennungswert. Der Kunde soll auf einen Blick sowohl die Funktion der Features als auch die Marke erkennen.“ - Nina Wendt, Industrial Design Managerin, Siemens Digital Factory „Im Rahmen der RF600- Reader-Serie haben wir die Bedienphilosophie der Software mitentwickelt. Das Ziel war eine einheitliche Benutzeroberfläche mit verständlich dargestellten, textarmen Grafiken mit hohem Wiedererkennungswert. Der Kunde soll auf einen Blick sowohl die Funktion der Features als auch die Marke erkennen.“ - Nina Wendt, Industrial Design Managerin, Siemens Digital Factory BILD: Siemens

„Design und Usability gehen Hand in Hand“ – Siemens gewinnt für die RF600-Serie den iF-Design-Award

Weshalb spielt das Design von RFID-Readern, die in rauer Industrieund Logistikumgebung eingesetzt werden, mittlerweile eine viel stärkere Rolle, als noch vor wenigen Jahren? Ingo Hecker, Axel Gerlt, Nina Wendt und Stephan Hühne von Siemens sprechen mit „RFID im Blick“ über die Bedeutung der Produktgestaltung bei UHF-RFID-Readern, die RF600-Reader- Serie und den iF-Design-Award. Sie erläutern aus beiden Perspektiven, wie Technologie und Design bei der Entwicklung von Hard- und Software zusammenwirken.

Ingo Hecker, Product Manager RFID Systems, Siemens Process Industries and Drives, Axel Gerlt, Head of Industrial Design Management, Siemens Digital Factory, Nina Wendt, Industrial Design Managerin, und Stephan Hühne, Industrial Design Manager, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Produktdesign ist wichtiger denn je

Das Industrial Design von UHF-RFID-Readern in rauer Industrie- und Logistikumgebung sei ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Es beeinflusse die Kaufentscheidung des potenziellen Kunden nachhaltiger als noch vor einigen Jahren. Siemens setzt die gestiegenen Erwartungen an die Designentwicklung bereits praktisch um und wurde für Reader der Simatic RF600-Serie im Februar 2016 mit dem iF-Design-Award ausgezeichnet. „Einkäufer entscheiden heute nicht mehr nur nach den Leistungen des Produktes im Datenblatt, das sie für industrielle Anwendungen einkaufen.

Denn nicht jede Anforderung lässt sich in harten Fakten bewerten – zum Beispiel Robustheit oder Zuverlässigkeit. Hier müssen Kunden dem Produkt ein Stück weit vertrauen. Ähnlich wie bei privaten Einkäufen von Tablets oder Flatscreens spielt deshalb das Design der Hardware eine substanzielle Rolle für die Kaufentscheidung. Wenn ein Produkt robust ist, dann muss es auch robust aussehen. Für den Hersteller bedeutet diese Entwicklung, seine Markenwerte im Produktdesign stärker zu betonen, um die Einzigartigkeit des Produkts zu kommunizieren und sich von den Mitbewerbern durch das Design zu differenzieren.“, erläutert Ingo Hecker.

Design und Usability bestimmen Kundenerfahrung

Axel Gerlt führt die Verbindung von Design und Usability aus: „Die Formgebung eines Readers soll klar erkennbar zu bestimmten Funktionen hinleiten, um diese erfassbar zu machen. Ein gutes Design bedingt eine gute Usability und umgekehrt. Features wie Antennen oder Kühlkörper werden in das Produkt integriert und nicht isoliert betrachtet.“ Siemens setzt bei der Usability der Produkte auf einen benutzerorientierten Blickwinkel. „Das Design bestimmt die Kundenerfahrung. Aus diesem Grund stellt sich das Unternehmen bei der Produktdesignentwicklung Fragen zur Positionierung der Anschlüsse, des integrierten Kühlers in der Rückwand oder zur Sichtbarkeit der LEDs. Das Industrial Design-Team ist von der ersten Produktidee bis zum fertigen Endprodukt integraler Bestandteil des Entwicklungsprozesses. Das Ziel ist es, dem Kunden den Qualitätsanspruch durch das Produktdesign zu kommunizieren“, betont Stephan Hühne.

Ingo HeckerIngo Hecker „Die integrierten Features der RF600-Reader-Serie, wie Webserver und Inbetriebnahme- und Diagnose- Tools, liefern die Basis für ein benutzerfreundliches Gesamtpaket, das komplexe Aufgaben in unterschiedlichen Prozessen löst und kostenintensive Ausfallzeiten verringert.“

Einheitliche Benutzeroberfläche mit Wiedererkennungswert

Ebenso wichtig wie das Design der Hardware sei das Design der Software. Einen Reader zu konfigurieren dürfe nur wenig Zeit in Anspruch nehmen, da Installationskosten der größte Posten einer RFID-Integration wären. Eine durchdacht gestaltete, einfach zu bedienende GUI ist heute wichtiger denn je. „Im Rahmen der RF600-Reader-Serie wurde parallel zum Hardware-Design auch die Software- Applikation mitgestaltet. Das Ziel war die Entwicklung einer einheitlichen Benutzeroberfläche mit verständlich dargestellten, textarmen Grafiken und hohem Wiedererkennungswert. Der Kunde soll auf einen Blick sowohl die Funktion der Features als auch die Marke über die Bedienoberfläche erkennen. Siemens setzt auf in sich schlüssige, durchgehende Produktlinien bei Hard- und Software, wie beispielsweise bei der „Kissen“-Form der RF600-Reader-Serie“, berichtet Nina Wendt.

Integrierte, benutzerfreundliche Produktfeatures

Auch die technologischen Features der RF600-Reader-Serie werden von einem benutzerfreundlichen Ansatz getrieben. „Der integrierte Webserver ermöglicht den plattformunabhängigen Zugriff auf den Reader entweder lokal direkt am Lesepunkt mit einem Notebook plus Netzwerkkabel oder per Remote aus der Leitstelle. Eine zusätzliche Software muss nicht installiert werden. Mit Inbetriebnahme- Tools kann der UHF-RFID-Reader innerhalb weniger Minuten mittels ein paar Klicks in Betrieb genommen werden. Diagnose-Tools lokalisieren Fehler schnell und differenziert und stellen die Ergebnisse in Diagrammen oder Tabellen dar. Sie verringern kostenintensive Ausfallzeiten, was in einer höheren Anlagenverfügbarkeit resultiert. Die Diagnose kann sowohl in Echtzeit erfolgen, als auch auf vergangene Events zurückgreifen, sodass Datenanalysen zur Prozessoptimierung möglich sind“, erläutert der Produktmanager für RFID-Systeme, Ingo Hecker.

Adaptives Gesamtpaket Schlüssel zum Erfolg

Stephan HühneStephan Hühne „Einkäufer entscheiden heute nicht mehr nur nach den Leistungen des Produktes im Datenblatt. Das Design der Hardware spielt längst eine substanzielle Rolle. Kunden erwarten nicht nur hohe Produktqualität, sondern auch ein klares und funktionales Design.“

„Die neue Plug & Play-Produktlinie bietet ein Hardware- und Software-Gesamtpaket für komplexe Aufgaben in unterschiedlichen Prozessen. Beim UHFReader RF685R entfällt beispielsweise die Frage, welcher Antennentyp besser passt, da der Reader drei Antennen in sich vereint. Die Polarisation kann adaptiv automatisch variiert werden, um die bestmögliche Erfassung zu erreichen. Es gibt ein Produkt für unterschiedliche Features, was die Projektplanung und die Ersatzteilhaltung vereinfacht“, führt Ingo Hecker aus. Dieser Ansatz sei so erfolgreich, dass Siemens dieses Konzept auch als externe Antenne RF680A auf den Markt gebracht habe, so Hecker: „Jetzt können Kunden in Verbindung mit dem Reader RF650R oder RF680R gleich vierfach von den Features einer adaptiven Antenne profitieren, da vier dieser Antennen an die Reader angeschlossen werden können.“

Inbetriebnahme auf 10 Minuten reduziert

Die Resonanz des Marktes auf die neue Produktfamilie sei vielversprechend. „Die Produktlinie ist seit eineinhalb Jahren auf dem Markt und das Kunden-Feedback sehr positiv. Ein Automobilhersteller konnte durch die RF600-Reader-Serie die Inbetriebnahme des Systems bei der Karosserie-Identifikation an kritischen Stellen von ein bis zwei Tagen auf zehn Minuten reduzieren – davon entfielen acht Minuten auf den Antennenaufbau“, erläutert Hecker und blickt voraus: „Es war nie einfacher, ein RFID-System in Betrieb zu nehmen. Die Produktion von Einzelstücken in Anlagen für Massenproduktionen ist dank der Technologie Realität. Sowohl die Weiterentwicklung der Technologie als auch die Datensammlung und -auswertung machen Unternehmen mit Blick auf die Vision Industrie 4.0 wettbewerbsfähiger für die Zukunft. Die mit dem iF-Design-Award ausgezeichnete RF600-Produktlinie von Siemens unterstützt eine schnellere, effizientere und variantenreichere Produktion.“

Letzte Änderung am Dienstag, 14 Juni 2016 14:03
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