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RFID & Wireless IoT Global

RFID-Aufbruchstimmung bei Daimler - Nur RFID schafft durchgängige Lösungen

Use Cases | von PR RFID & Wireless IoT Global | 13. Juli 2016
Die technische Machbarkeit wurde in jüngster Vergangenheit in Proof of Concepts nachgewiesen. Jetzt folgt die Anbindung an bestehende Backend-Systeme sowie Tests in der realen Produktionsumgebung. Erste Anwendungen sind bereits umgesetzt. Die technische Machbarkeit wurde in jüngster Vergangenheit in Proof of Concepts nachgewiesen. Jetzt folgt die Anbindung an bestehende Backend-Systeme sowie Tests in der realen Produktionsumgebung. Erste Anwendungen sind bereits umgesetzt. BILD: Daimler

Daimler nutzt RFID produktiv und projektiert aktuell weitere Applikationen gleich in zahlreichen Prozessen.

Wo gelingt der nächste Schritt in die Serienproduktion und wie kann der unternehmensübergreifende RFID-Einsatz gelingen?

Ortungstechniken, Dokumentation der Airbag-Montage, RFID-Kanban sowie der unternehmensübergreifende RFID-Einsatz zwischen OEM und Zulieferer – Die RFID-Experten von Daimler in Sindelfingen sind aktuell gleich in zahlreichen Prozessen aktiv. Die technische Machbarkeit wurde in jüngster Vergangenheit in Proof of Concepts nachgewiesen. Jetzt folgt die Anbindung an bestehende Backend-Systeme sowie Tests in der realen Produktionsumgebung. Erste Anwendungen sind bereits umgesetzt. „Die RFID-Technologie hat heute einen Reifegrad erreicht, bei der nachhaltige Benefits in den Prozessen realisierbar sind“, berichtet Thomas Gintschel. Gleichzeitig habe sich das RFID-Know- how so weit verbreitet, dass realistisch bewertet werden kann, wo RFID sinnvoll eingesetzt werden kann und in welchen Prozessen anderen Technologien der Vorzug gegeben werden sollte. Welche Anwendungen bereits im Einsatz sind und wie nah einige der unter realen Bedingungen getesteten Applikationen an der Serienproduktion sind, darüber sprachen Thomas Gintschel und Albert Kronmüller mit „RFID im Blick Global“.

Thomas Gintschel, Senior Manager IT bei Daimler, CoC Lead Shopfloor and Vehicle Software, Information Officer Sindelfingen, und Albert Kronmüller, Leiter CoC RFID Standards & Services, Daimler, im Gespräch mit „RFID im Blick Global“

Nur RFID schafft durchgängige Lösungen

Die Vision der Industrie 4.0 hat auch bei Daimler für eine zusätzliche Dynamik gesorgt, sich mit innovativen RFID-Anwendungen zur Optimierung entlang der gesamten Supply Chain intensiv zu befassen. „In unterschiedlichen Teilbereichen können wir bereits heute die RFID-Technologie zu unserem Vorteil einsetzen. Nicht nur die Technologie hat einen Entwicklungsstand erreicht, mit dem wir unseren Anspruch der 100-prozentigen Erfassung erfüllen. Auch wissen wir heute exakt, wo sich der RFID-Einsatz auszahlt und in welchen Anwendungen wir auf andere, einfachere Ident-Technologien, wie beispielsweise den Barcode, setzen“, sagt Thomas Gintschel. „Insbesondere dem unternehmensübergreifenden RFID-Einsatz messen wir eine hohe Bedeutung zu, da das Potenzial zur Prozessoptimierung an den Schnittstellen zwischen OEM und Zulieferer als sehr hoch einzustufen ist.“

Thomas GintschelThomas Gintschel „Wir spüren eine Aufbruchstimmung bei der konkreten Umsetzung von RFID-Anwendungen. Angetrieben durch die Vision der Industrie 4.0 führen wir heute nicht mehr nur Gespräche, sondern bringen RFID-Applikationen ganz nah an die Serienfertigung heran. Ein Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, um letzte Lücken in der Wertschöpfungskette auch mit RFID zu schließen.“

Herausforderung: Umsetzung von Standards

Der von Daimler anvisierte und in Teilprojekten getestete, unternehmensübergreifende RFID-Einsatz hat nur dann eine Chance auf einen dauerhaften Erfolg, wenn die verwendeten Nummernsysteme auf Standards beruhen. Nur Standards bieten die Möglichkeit, dass alle Unternehmen in der gesamten Wertschöpfungskette exakt die gleichen Daten nutzen können. „Aktuell nutzen wir die Packstücknummern der Zulieferer, um Ladungsträger oder einzelne Objekte zu identifizieren. Die Umsetzung von neuen Standards ist insbesondere für die IT eine Herausforderung.

Bei Daimler ist der Zeitpunkt entscheidend, zu dem ein Wechsel durchgeführt wird. Bis wann nutzen wir die ‚alten‘ Nummern und ab wann die ‚Neuen‘? Bis zu welchem Zeitpunkt in der Vergangenheit sollen die alten Daten verfügbar bleiben? Zudem muss der Datenabgleich im ERP-System absolut fehlerlos vonstattengehen. Der Aufwand während der laufenden Produktion ist dementsprechend hoch“, erläutert Albert Kronmüller. „Nichtsdestotrotz führt auf lange Sicht kein Weg an Daten-Standards vorbei, um eine unternehmensübergreifende Datenweitergabe fehlerfrei zu gewährleisten. Hierzu wirken wir aktiv im VDA-Arbeitskreis Auto-ID mit. Die dort erarbeiteten VDA-Empfehlungen bezüglich Behältermanagement, Baugruppenverfolgung oder auch dem globalen Transportlabel schufen die Grundlage, künftig auch unternehmensübergreifende Prozesse leicht mit den Partnern zu implementieren. Für den Datenaustausch werden wir künftig neben EDI auch verstärkt auf EPCIS setzen.“

Einmal RFID anstatt achtmal BarcodeBild: Daimler

Einmal RFID anstatt achtmal Barcode

Daimler will zukünftig variable Fahrzeugdaten automatisch erfassen. „Es handelt sich um Daten, die einem Fahrzeug nicht vor, sondern immer nur dynamisch aus dem Herstellungsprozess zugewiesen werden können“, erklärt Thomas Gintschel. Eine RFID-Proof-of-Concept beim Verbau des Fahrerairbags wurde bereits erfolgreich durchgeführt. Im folgenden, seriennahen Test werden Backend- Systeme angebunden. „Die Seriennummer eines jeden verbauten Airbags muss mit den Fahrzeugstammdaten verknüpft werden, damit der Einbau rückverfolgbar ist. Bislang muss dazu ein Barcode manuell eingelesen werden. Mit einem RFID-Label an allen Airbags entfällt nicht nur der manuelle und zeitaufwändige Prozess an insgesamt mehreren Stationen, auch könnte zukünftig das Erfassen der Seriennummern immer im verbauten Zustand erfolgen. Damit wäre nur noch eine Lesestation notwendig“, führt Albert Kronmüller aus

Im Rohbau wird es funken

Gemeinsam mit zwei Unternehmen, die Blechteile für den Karosserierohbau zuliefern, hat Daimler die Integration eines automatischen Wareneingangs und eine spätere Teileverfolgung konzipiert. Diese wird aktuell in einem ersten Pilotprojekt umgesetzt. Zwei verschiedene Sorten von Ladungsträgern kommen zum Einsatz: Universelle Ladungsträger, bei denen die Kennzeichnung über RFID-Tags in den VDA-konformen Materialbegleitscheinen erfolgt. Zweitens werden rund 10.000 Spezialladungsträger, die Daimler gehören, dauerhaft mit einem Transponder gekennzeichnet. „Die Ladungsträger werden durch Gates gefahren und so automatisch erfasst. Der Weg der Rohbauteile vom Lieferanten bis zum Supermarkt wird somit nachvollziehbar getrackt. Ein Proof of Concept ergab eine Lesegenauigkeit von über 99 Prozent, so dass unsere Lieferanten jetzt RFID Begleitscheine im Rahmen des Pilotprojektes drucken“, erläutert Thomas Gintschel.

Das komplette Interview ist erschienen in der Juni 2016-Printausgabe des Fachmagazins "RFID im Blick".

Letzte Änderung am Donnerstag, 14 Juli 2016 12:06
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