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NXP: Sicherheitsfeatures verleihen RFID und NFC eine strahlende Zukunft | Teil 1

Artikel | von NXP Semiconductors | 26. August 2016
Mit dem ‚UCODE‘-Portfolio hat NXP UHF (RAIN) ICs entwickelt, welche beste Performance hinsichtlich der Lesereichweite und -geschwindigkeit sowie höchste Anforderungen an die Sicherheit gespeicherter Informationen kombinieren. Mit dem ‚UCODE‘-Portfolio hat NXP UHF (RAIN) ICs entwickelt, welche beste Performance hinsichtlich der Lesereichweite und -geschwindigkeit sowie höchste Anforderungen an die Sicherheit gespeicherter Informationen kombinieren. BILD: NXP

Trotz weltweit mehr als fünf Milliarden verkaufter UHF (RAIN) Tags in 2015, muss die Technologie aus Sicht von NXP weiterentwickelt werden.

Die Zeiten, in denen RFID-Anwendungen weit entfernt von den Belangen der Konsumenten nur in der Produktion und Logistik eingesetzt wurden, sind vorbei. Die Technologie durchdringt zunehmend den Alltag von Menschen rund um den Globus: Beim Bezahlen, beim Shoppen oder in Smart Homes. Für NXP ein klares Signal, Sicherheitsaspekte bei der Entwicklung von RFID-ICs verstärkt in den Vordergrund zu rücken. Dabei gilt es, so Ralf Kodritsch, genau zuzuhören, welcher Markt welche spezifische technische Lösung benötigt, um Anwender ideal beraten zu können.

Im Gespräch mit „RFID im Blick Global“ berichtet der Director Global Segment Manager RFID Solutions gemeinsam mit seiner Kollegin Brintha Koether, Senior Director & GM Payments, über die geänderten Marktanforderungen sowie über die Herausforderungen, für unterschiedliche, länderspezifische Bedürfnisse die passenden Lösungen zu kreieren.

Ralf Kodritsch, Director Global Segment Manager RFID Solutions, und Brintha Koether, Senior Director & GM Payments, NXP Semiconductors, im Interview mit „RFID im Blick Global“

Immer mehr, immer schneller, immer sicherer?

Brintha Koether: Während sich Deutschland auf diesem Feld noch in der Anlaufphase befindet, ist das kontaktlose Bezahlen mit Karten in zahlreichen anderen Ländern längst etabliert. Weltweit gab es 2015 schon mehr als eine Milliarde kontaktlos ausgelöste Zahlungen. In Deutschland läuft die Verbreitung noch etwas schleppend. Dabei ist die Infrastruktur durch den Rollout kontaktloser Kartenterminals bei großen Handelsketten wie Aldi und Lidl bereits nahezu flächendeckend erfolgt.

Ralf Kodritsch: Ein weiterer Trend geht zum ‚schlanken Portemonnaie‘. Im Londoner ÖPNV, wo die kontaktlose Oyster Card mit ‚MIFARE‘-Chip bereits seit mehr als 13 Jahren genutzt wird, können Fahrgäste heute auch die Kontaktlosfunktion ihrer Kreditkarte als ‚Oyster-Medium‘ nutzen. Dadurch kann eine zusätzliche Karte ebenso entfallen wie das sonst notwendige, regelmäßige Aufladen von Guthaben. Erweiterte Karteneinsatzmöglichkeiten bedeuten aber auch neue Anforderungen für Transaktionsgeschwindigkeiten und Sicherheitsaspekte.

Ralf KodritschRalf Kodritsch „Je mehr Konnektivität von Objekten – im Automotive- Umfeld, auf Reisen oder in der eigenen Wohnung – realisiert wird, desto stärker wächst das Bedürfnis nach technologischer Sicherheit.“

Das mobile Bezahlen mit Smartphones oder Wearables wie Activity Trackern mit NFC-Funktionalität nimmt weltweit stark zu. Hinzu kommen neue Möglichkeiten des Nutzens kontaktloser Smart Cards für Payment und Ticketing. NXP hat sich bereits seit Jahren auf die Entwicklung innovativer Features konzentriert, um das Sicherheitslevel kontaktloser Lösungen kontinuierlich zu erhöhen. Auf Basis unseres langjährig erarbeiteten Knowhows bietet NXP marktspezifische Lösungen für den sprunghaft steigenden Bedarf.

Sicherheitsbedürfnisse länderspezifisch?

Ralf Kodritsch: Sicherheit umfasst – mit Blick auf das IoT – zahlreiche Anforderungen und Bedürfnisse. Je mehr Konnektivität in nahezu allen Bereichen realisiert wird, sei es im Automotive-Umfeld, auf Reisen oder in der eigenen Wohnung, desto größer wird das Bedürfnis nach technologischer Sicherheit. Weltweit haben Sicherheitsaspekte bei der kontaktlosen Identifikation und Kommunikation eine hohe Bedeutung. Diese Bedürfnisse hat NXP frühzeitig erkannt und unterschiedliche Methoden und Lösungen entwickelt, die alle geforderten Sicherheitslevel gewährleisten. NXP ist heute weltweit führend bei der Produktion sicherer Chips. Unser ‚Trust Provisioning Service‘ stellt sicher, dass Master Keys und Zertifikate zusammenpassen und hardwareseitig maximal sicher gespeichert sind.

Bessere ICs durch unterschiedliche Anforderungen?

Brintha KoetherBrintha Koether Brintha Koether: Der gesamte Smart- Card-Bereich, insbesondere bei den Bankkarten, hat seine Anfänge in Europa genommen. Deshalb legen wir bei neuen Sicherheitsprodukten immer ein besonderes Augenmerk auf diesen Markt. Für NXP ist Europa so spannend, weil hier unterschiedlichste, länderspezifische Sicherheitsanforderungen bestehen. Denn das ist nur auf den ersten Blick eine zusätzliche Herausforderung. Tatsächlich gibt es NXP die Möglichkeit, gleichzeitig unterschiedliche Lösungen in den verschiedenen Teilmärkten zu testen. Der Know-how-Zuwachs durch die Vielzahl parallel umgesetzter Projekte ist natürlich viel größer als bei aufeinander folgenden Einzelprojekten.

Dass sich in Europa so viel lernen lässt, hat auch weitere Gründe: Die Sicherheitsbranche und die ‚Tech- Community‘ waren hier schon immer stärker ausgeprägt als auf anderen Kontinenten. Und zudem arbeitet NXP in Sicherheitsfragen seit vielen Jahren in Deutschland mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und in Frankreich mit der Agence Nationale de la Sécurité des Systèmes d‘Information (ANSSI) zusammen.

Erhöhtes Manipulationsrisiko im IoT?

Ralf Kodritsch: Prognosen gehen davon aus, dass bis 2020 rund 50 Milliarden ‚Connected Things‘ im IoT miteinander verbunden sind. Damit bietet sich hier ein riesiges Marktpotenzial für IC-Produzenten wie NXP. Gleichzeitig sind wir uns dabei unserer Verantwortung sehr bewusst. Mit einem Anstieg der Anzahl smarter Produkte, die mit ihrer Umgebung kommunizieren können, um beispielsweise industrielle Prozesse zu optimieren, den Verkehr sicherer zu gestalten – Stichwort ‚Autonomes Fahren‘ – oder den Alltag komfortabler werden zu lassen, steigt zeitgleich das Risiko von Manipulationen. Bestellt ein manipulierter Kühlschrank Rindersteaks anstatt Schweinefilets ist das ärgerlich, aber nahezu folgenlos. Werden aber intelligente Verkehrssysteme oder Smart-City-Anwendungen gehackt, ist das Gefährdungspotenzial enorm. Deshalb nutzten wir bei NXP unser über Jahre gewachsenes Security- Know-how aus den Bereichen Banking und ID-Solutions auch für Industrie 4.0-, IoT- und Smart-Home- Anwendungen.

Demnächst in RFID im Blick Online: Brintha Koether und Ralf Kodritsch nehmen im 2. Teil Stellung zu Sicherheitsbedenken und beantworten Fragen zu Lösungen im Retail-Umfeld und E-Commerce.

NXP Semiconductors auf der RFID tomorrow 2016 am 19. und 20. September 2016 in Düsseldorf

RFID tomorrow 2016Robert Paulus, RFID Technical Solution Manager bei NXP referiert in Forum 2: RFID, NFC und Sensorik - Software and Integration - Successful Projects über: "Omni channel enabled by NFC and RAIN RFID (UHF) - The solution for enhanced customer experience and increasing sales."

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Letzte Änderung am Freitag, 26 August 2016 10:32
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