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RFID im Blick

RFID 2.0: Klingele setzt auf Technologie-Kooperationen

Use Cases | von PR RFID im Blick | 10. Januar 2017
Der Rollenstapler im Rohpapierlager verfügt über zwei Antennen in der Rollenklammer, sodass jede aufgenomme Rolle zuverlässig erfasst wird. Das Touchscreen- Terminal ist per WLAN mit dem SAP-System von Klingele verbunden. Jede Buchung wird automatisch übermittelt. Der Rollenstapler im Rohpapierlager verfügt über zwei Antennen in der Rollenklammer, sodass jede aufgenomme Rolle zuverlässig erfasst wird. Das Touchscreen- Terminal ist per WLAN mit dem SAP-System von Klingele verbunden. Jede Buchung wird automatisch übermittelt. BILD: Klingele Papierwerke

Weitere Rollouts mit Partner-Druckereien für durchgängige Logistik-Prozesse bereits in Planung

Das Unternehmen Klingele Papierwerke setzt mit der Einbindung seiner Lieferanten ganzheitlich auf RFID in der internen Logistik. Als erste Partnerdruckerei stattet Christiansen Print Papierrollen, die an Klingele geliefert werden, mit RFID-Transpondern aus. Christian Stangrecki von Klingele spricht mit „RFID im Blick“ über die durchgängige Kooperationslösung auf Basis von RFID. Die Abwicklung des Wareneingangs mit Hilfe der Identifikationstechnologie inklusive der Benefits stehen im Fokus des Gesprächs.

Christian Stangrecki, Vertriebsleiter & Leiter zentrale Logistik, Klingele, im Gespräch mit „RFID im Blick“

300 bis 400 Tonnen Papier pro Tag abfertigen

„Eine der größten logistischen Herausforderungen für das Unternehmen sind Papierrollen-Lieferungen aus der ganzen Welt. 50 Prozent kommen von Drittanbietern, die andere Hälfte aus eigenen Werken. Ein Beispiel: Circa 15 Lkw-Ladungen pro Tag kommen in einem Standort an, was 300 bis 400 Tonnen Papier pro Tag entspricht. Rund 200 Tonnen werden von fremden Zulieferern tagtäglich angeliefert. Diese Papierrollen müssen zur Weiterverarbeitung nachträglich am Wareneingang mit RFID-Transpondern ausgestattet werden. Bei sieben bis acht Lkw erfolgt die manuelle Abfertigung über den Lieferschein“, erläutert Christian Stangrecki.

Manuelle Nachrüstung mit RFID-Transpondern

Der Leiter für die zentrale Logistik führt aus: „Um jede einzelne Rolle mit Stückzahl und Rollennummer im SAP zu erfassen, werden die benötigten Daten manuell im System eingeben, dann die Transponder mit den nötigen Informationen gedruckt und auf der Rolle appliziert. Die Transponder werden auf Nachsteck-Hülsen angebracht. Die gesamte Prozedur ist Zeit- und Personalaufwändig. Ein Mitarbeiter hebt mit dem Klammerstapler die Rolle vom Lkw, ein zweiter Mann appliziert den Transponder. Der komplette Prozess dauert 30 Minuten pro Lkw. Der zeitliche Aufwand für das Einbringen der Transponder beträgt pro Tag insgesamt circa 3,5 bis 4 Stunden.“

Christian StangreckiChristian Stangrecki „Das automatische Identifizieren der Papierrollen mit RFID ersetzt den manuellen Abfertigungsprozess am Wareneingang. Taggt der Lieferant die Waren bereits im eigenen Werk, so spart Klingele dreieinhalb Stunden pro Tag ein.“ - Christian Stangrecki, Vertriebsleiter & Leiter zentrale Logistik, Klingele

Christiansen Print stattet Papierrollen vorab mit RFID aus

Der Verpackungshersteller setzt deshalb bei seinen Lieferanten flächendeckend auf RFID. Die Druckerei Christiansen Print bringt bereits im eigenen Werk RFID-Transponder an den Papierrollen für Klingele an, in Zusammenarbeit mit dem Lösungsanbieter Stonegarden Technologies. Die Druckerei verfügt über zwei Druckmaschinen und einen Umroller, die mit RFID ausgestattet sind. Die Transponder werden an der Maschine gespendet und systemseitig verheiratet. Sie werden auf die Hülse geklebt, sodass das Papier um die Hülse gewickelt und der Transponder im Inneren der Rolle geschützt wird. Die Antenne im Aufroller erkennt die aufgeklebten Transponder inklusive Stückzahl und Meterzahl der Papierrollen. Im Warenausgang versendet das Unternehmen einen digitalen Lieferschein an Klingele. Vor Ort im Wareneingang werden die Transponder über die RFID gestützten Klammerstapler identifiziert und die Produktdaten automatisch im SAP-System erfasst.

Reibungslose Logistikprozesse bei Klingele

„Klingele hat die Klammerstapler intern mit RFID aufgerüstet. In jeder Klammer befinden sich rechts und links RFID-Antennen, die beim Abladen der Papierrollen vom Lkw die Transponder identifizieren. Dank der Vorarbeit in der Druckerei erhält das Unternehmen einen fertigen Datensatz. Der Transponder enthält Informationen zur Rolle und Rollennummer, dem Kunden und dem zu verpackenden Produkt. Im Wareneingang von Klingele werden die Daten nur noch erfasst und verbucht. Die digitale Avisierung muss nicht angepasst werden, da der globale Standard Papinet mit SAP-Anbindung zur Transaktion von Papierprodukten zum Einsatz kommt“, betont Christian Stangrecki.

Weitere Rollouts bereits in Planung

„Übergeordnetes Ziel ist, alle Lieferanten in den RFID-Prozess zu integrieren, um einen unternehmensübergreifenden Standard zu generieren. Den Anfang machen die Druckereien. Nach Christiansen Print wird aktuell eine weitere Druckerei umgestellt. Weitere Rollouts sind geplant.

Danach sollen die Papierhersteller – zuerst jene, die auftragsbezogen produzieren – auf RFID umgerüstet werden. Eine weitere Projektidee befasst sich mit der Optimierung des Warenausgang von Klingele mit RFID, um langfristig den Wareneingang und die Bestände bei den Kunden des Unternehmens zu managen und zu optimieren“, schließt Christian Stangrecki.

Letzte Änderung am Dienstag, 10 Januar 2017 10:43
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