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FEIG ELECTRONIC

RFID von A bis Z: Von der Automatisierung bis zur Zufahrtskontrolle

Artikel | von FEIG ELECTRONIC | 23. Januar 2017
Die Einfahrt zum Warnowtunnel lässt sich mit RFID schneller passieren. Ein Windshield-Label wird von UHF-Weitbereichslesern erfasst. Die Zufahrt wird automatisch freigegeben und die Kosten für die Tunnelbenutzung verbucht. Für den Nutzer bietet sich die Möglichkeit über ein Internetportal jederzeit sein Fahrtenprotkoll einzusehen. Die Einfahrt zum Warnowtunnel lässt sich mit RFID schneller passieren. Ein Windshield-Label wird von UHF-Weitbereichslesern erfasst. Die Zufahrt wird automatisch freigegeben und die Kosten für die Tunnelbenutzung verbucht. Für den Nutzer bietet sich die Möglichkeit über ein Internetportal jederzeit sein Fahrtenprotkoll einzusehen. BILD: Angelika Heim Fotografie

Mit LF, HF und UHF lässt sich für jede Anwendung die passende Lösung finden

Mit Lösungen entlang von Trends Innovationen in Applikationen zu bringen, ist nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist, sich nicht ausschließlich auf Trends zu verlassen und einem breiten Spektrum an Anforderungen zu begegnen. Letzteres realisiert der RFID-Hardwarehersteller Feig Electronic mit einem breiten Lösungsportfolio in allen drei RFID-Frequenzbereichen. „Natürlich gibt es Bereiche, in denen eine Frequenz eine andere substituiert. Dennoch haben 2016 alle drei Frequenzen ihre Daseinsberechtigung“, sagt Stephanus Becker von Feig Electronic im Gespräch mit „RFID im Blick“. Er wirft einen Blick auf exemplarische Applikationen und erläutert, für welchen Bereich welche Frequenz die passende ist.

Stephanus Becker, Sales Director Payment & Identification, Feig Electronic, im Interview mit „RFID im Blick“

LF im weltweiten Einsatz

„Überall da, wo es einen gerichteten Vorgang gibt, hat LF seine Berechtigung: ein Reader, ein Transponder“, sagt Stephanus Becker. Für einfache Read-Only-Anwendungen der Zutrittskontrolle reiche ein Komplettsystem, das ohne eine spezielle Applikationssoftware auskommt. „Sind bestimmte Anbindungen oder Emulationen von Schnittstellen zu älteren Systemen gefordert, kommen LF-Reader zum Einsatz, die nicht nur diese Anbindbarkeit bieten, sondern auch über eine eigene Applikationssoftware verfügen. Auch die Offline-Verwaltung von Zugangsberechtigungen ist problemlos direkt in den Lesegeräten möglich.“ Weltweit sei der Entwicklungsstand hinsichtlich des Einsatzes der RFID-Technologie sehr unterschiedlich, sodass selbst in Industrienationen teilweise Wiegand-Emulationen gefordert wären. „Hier können wir Lösungen anbieten und das gilt für Entwicklungsländer ebenso wie für hochentwickelte Industriestaaten“, berichtet Stephanus Becker.

HF: Schneller und sicherer?

„HF-Lösungen sind in ihrer Robustheit vergleichbar mit LF-Lösungen, bieten jedoch den großen Vorteil der deutlich schnelleren Datenkommunikation. Dies wird auf Basis der höheren Frequenz von 13,56 Mhz gewährleistet. Für den Einsatz insbesondere im industriellen Umfeld bedeutet dies, dass mehr Informationen in kürzerer Zeit ausgetauscht werden können. In Applikationen im Bereich der Automatisierung ist dieser Vorteil bei der Arbeitsgeschwindigkeit oftmals entscheidend für die Inbetriebnahme“, so Stephanus Becker. Hinzu kommt die höhere Flexibilität hinsichtlich der Sicherheit und der Datenkommunikation im Gegensatz zur LF-Technologie. „Mit der Norm ISO 14433 lässt sich ein breites Spektrum an sicherheitsrelevanten Aspekten realisieren. Kryptografie zu nutzen ist mit LF nicht möglich. Ganz gleich, ob bei Zugriffskontrollen, im Ticketing oder an Automaten – ein sicherer Datenaustausch wird zunehmend gefordert.“

Stephanus BeckerStephanus Becker „Weshalb weiterhin LF-Reader gefragt sind, ist einfach erklärt: Weltweit besteht eine sehr breite und weitgehend lizenzfreie Installationsbasis. Mehrere Millio nen Transponder sind im Einsatz. Eine Migration ist oftmals wirtschaftlich nicht effizient abbildbar und auch technologisch in zahlreichen Fällen unbegründet.“

Mehr Reichweite mit HF für Bibliotheken

Aber nicht nur schnelle und sichere Prozesse stünden im Fokus der Anwender, auch Reichweiten von mehr als einem Meter seien gefordert. „Das Protokoll ISO 15693 ermöglicht die Entwicklung von Lösungen, die Reichweiten – je nach eingesetztem Transponder – bis zu anderthalb Metern ermöglichen. In Kombination mit der Möglichkeit der Pulkerfassung und der Anti-Kollisions-Funktion ist die HF-Frequenz ideal für Gate-Antennen in Bibliotheken geeignet. Jedes getaggte Medium wird beim Durchgang durch ein Gate erfasst.“ Mit Blick auf die UHF-Technologie biete die HF-Technologie einen nicht zu unterschätzenden Vorteil, so Stephanus Becker: „Das Frequenzband bei 13,56 Mhz ist weltweit für den RFID-Einsatz frei. Das vereinfacht die globale Zulassung von Lösungen. Beispielsweise konnte sich die UHF-Technologie im Ticketing-Umfeld nie durchsetzen. Für eine Lösung müssten entweder unterschiedliche Reader genutzt werden oder breitbandige Reader zu Einsatz kommen, die den Weg der Zulassung zusätzlich erschweren.“

UHF für Zugerkennung und Fahrzeugerfassung

„UHF ist die ideale Technologie für die schnelle und zuverlässige Erfassung von Objekten in industriellen Prozessen. Dazu gehört auch die Zugerkennung bei voller Fahrt. RFID-Reader von Feig Electronic ermöglichen auf Basis einer hohen Sensitivität der Technologie die Erfassung von Transpondern bei Geschwindigkeiten von 180 km/h“, erläutert Stephanus Becker. Nicht ganz so schnell sind Pkw und Lkw an Mautstellen: „Die Fahrzeugerfassung via UHF-RFID ist eine sichere Lösung für die Mautabrechnung. Im Gegensatz zu kamera-basierten Systemen hat UHF-RFID einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil, sodass eine schnellere Abrechnung erfolgen kann. Systemintegratoren konzipieren mitunter Kombinationen für Zufahrtslösungen zu sicherheitsrelevanten Bereichen bestehend aus RFID-Hardware von Feig Electronic und Kamerasystemen. Ein Abgleich der Erfassungsdaten verringert die Chance einer gefälschten Zufahrtsberechtigung.“

Nah beieinander? Kein Problem!

UHF-RFID-Reader rufen ihre volle Leistungsfähigkeit immer dann ab, wenn in ihrer unmittelbaren Nähe keine weiteren Lesesysteme installiert sind. „In der Logistik kommt dieser Idealfall nur selten vor. Sollen beispielsweise mehrere Laderampen mit UHF-RFID überwacht werden, beträgt der Abstand zwischen Readern oftmals nicht mehr als drei bis fünf Meter. Feig Electronic UHF-Reader ermöglichen durch ihre außerordentliche Performance im Zusammenwirken mit einer Vielzahl verschiedener UHF-Antennen höchste Leistungsfähigkeit in solchen Situationen. Ein technologisches Feature, dass aus dem HF-Portfolio auf die UHF-Systeme übertragen wurde“,so Stephanus Becker.

Letzte Änderung am Donnerstag, 26 Januar 2017 12:45
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