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RFID & Wireless IoT Global

Smarte Prozesse auf hoher See | RFID auf der AIDAprima

Use Cases | von PR RFID & Wireless IoT Global | 31. Januar 2017
Aida Cruises setzt auf RFID und BLE für zukunftsfähige Prozesse in der Organisation an Bord. Zutritt-, und Bezahllösungen sowie die Identifikation von Uniformen und Flachwäsche sind die die ersten Schritte. Aida Cruises setzt auf RFID und BLE für zukunftsfähige Prozesse in der Organisation an Bord. Zutritt-, und Bezahllösungen sowie die Identifikation von Uniformen und Flachwäsche sind die die ersten Schritte. BILD: Aida Cruises

Kreuzfahrtunternehmen setzt beim Zimmerzutritt, Bezahlen an Bord, Uniform-Tracking und Flachwäsche auf NFC und UHF-RFID

 Ob Türschlösser, Mitarbeiterbekleidung oder Wäschetunnelsysteme, auf der Aidaprima kommt RFID in verschiedenen Prozessen durchgängig zum Einsatz – auch um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Für Gunnar Bock von Aida Cruises bedeuten RFID und NFC Technologien ein ausbaufähiges Potenzial für die Zukunft. Mit „RFID im Blick“ sprach er über den umfassenden Rollout der Identifikationstechnologie auf dem Kreuzfahrtschiff sowie über die Migration zu virtuellen Schlüsseln.

Gunnar Bock, Director Onboard Applications, Aida Cruises, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Von der Magnetkarte zur NFC-Karte

„Anstelle der klassischen Magnetkarten setzt Aida Cruises auf dem im Mai 2016 getauften Kreuzfahrtschiff Aidaprima flächendeckend auf NFC-Zugangskarten. Bereits der gesamte Identifikations-Prozess beim Boarding ist NFC-gesteuert. Der Kunde identifiziert sich am Terminal mit Ausweis und Foto. Nach dem Überprüfen des Passes, wird die NFC-Bord- Karte personalisiert. Jedem Gast ist zur Identifikation eine Nummer zugeteilt, die im RFID-Chip gespeichert ist. Über die Nummer kann das System die in der zentralen Datenbank abgespeicherten Informationen zum Gast und seine gebuchten Leistungen in Echtzeit abgleichen.

An sogenannten Customer Touch Points identifiziert sich der Kunde über die Bord-Karte, um zusätzliche Services, wie beispielsweise Landausflüge, zu buchen oder Informationen abzurufen. Die Info-Terminals ermöglichen den direkten Zugriff auf den persönlichen Bord Account jedes Gastes. Auch der Gangway- Zugang ist über die Bord-Karte geregelt. Ein zusätzlicher Fotoabgleich mit der Datenbank erhöht die Sicherheit, dass nicht autorisierte Personen Zugang erhalten. Zugangsberechtigungen können über das System aktualisiert und erweitert werden“, erläutert Gunnar Bock.

2.300 Türschlösser mit NFC ausgestattet

2.300 Türschlösser, 2.300 Mal NFC. Auch der Zugang zu den Kabinen ist über die Kartenlösung geregelt. Bock betont: „Alle 2.300 NFC-Türschlösser auf der Aidaprima sind onlinemit einer permanenten Netzverbindung zum Server. Im System wird gespeichert, wann welcher Gast welche Tür benutzt hat. Die Transparenz erhöht die Sicherheit. Ein weiterer Vorteil liegt in der Energieversorgung der Türschlösser durch Power over Internet. Ein Batteriewechsel ist nicht nötig. Eine Pufferbatterie sichert die Versorgung beispielsweise bei einem Stromausfall.

Auch das bargeldlose Bezahlen funktioniert mit der Bord-Karte. Der Gast hinterlegt vor Antritt der Reise das Zahlungsmittel seiner Wahl auf seinem Account, über den alle Leistungen abgebucht werden. Für den Spa-Bereich oder die Erlebniswelt kann der Kunde sich über seine Bord-Karte anmelden und gegen ein komfortableres NFC-Armband tauschen, mit dem er bezahlen kann und Zugriff auf die Schließfächer hat.“

Gunnar BockGunnar Bock „Der modulare Türschloss-Aufbau mit RFID- und BLE-Schnittstellen garantiert die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von Aida Cruises. Bereits jetzt vollzieht sich ein spürbarer Wandel weg von physischen Schlüsseln hin zu virtuellen Schlüsseln, die über Smartphones verschickt werden können.“

9.000 Uniform-Teile mit UHF-Textillabeln

Das Tagging der Crew-Uniformen ist ein weiterer Baustein der durchgängigen RFID-Lösung auf dem Kreuzfahrtschiff. „9.000 Uniformteile sowie 9.000 Kostümteile sind auf der Aida-Prima mit einem UHF-Textillabel versehen. Auf zwei Uniformen-Hängebahnsystemen ist Platz für insgesamt circa 16.000 Teile. Die Crew erhält ihre Uniformen an einem Ausgabe-Automaten über die Mitarbeiter- Bord-Karte, die genauso wie die Gäste-Bord-Karte RFID-fähig ist und mit dem Crew-Managementsystem verbunden ist. Im System ist jedem Mitarbeiter ein bestimmtes Uniform-Set zugeordnet.

Das System erkennt die Größe, den Standort und die Anzahl der zugewiesenen Kleidungsstücke, sodass der Mitarbeiter bei der Identifikation nur die ihm zugeordnete Uniform erhält. Auch die Auswahl einzelner Kleidungskomponenten ist möglich. Gibt der Mitarbeiter beispielsweise seine Jacke am Rückgabe- Automaten zurück, so verbucht das System die Rückgabe. Gleichzeitig schaltet es die Ausgabe für die Komponente ‚Jacke‘ am Ausgabeautomaten frei, sodass der Mitarbeiter sofort eine neue Jacke auschecken kann“, so Gunnar Bock.

Tagging der Flachwäsche erleichtert Inventur

Bock führt aus: „Vor der RFID-Integration erfolgte die Aus- und Rückgabe der Uniformsets mit großem Organisationsaufwand manuell und die Reinigung der Kleidungsstücke Zettel-basiert. UHF-RFID erhöht die Transparenz, gibt eine hundertprozentige Übersicht über den Bestand und liefert eine durchgängige Historie des Wäschestücks. Wann wurde Wäschestück X aus- und zurück gegeben? Wie oft wurde es gewaschen? Muss es ausgetauscht werden? Das gilt nicht nur für die Mitarbeiterbekleidung.Erstmals wurde auf der Aidaprima die Flachwäsche, bestehend aus Handtüchern, Bettwäsche und Tischtüchern, mit UHF-Labeln getaggt.

Über einen Schacht mit integrierten RFID-Antennen, zum Abwurf verschmutzer Texttilien die sich auf jedem Kabinengang befinden, gelangen täglich mehrere tausend Wäscheteile durch Tunnel direkt in die Wäscherei, wo sie über die eingenähten Label identifiziert werden. RFID ermöglicht einen Überblick über die Wäsche-Historie inklusive einer Nutzungsübersicht. Eine Bestandsübersicht erfolgt einfach und komfortabel über Handhelds im Lager. Die zeitaufwändige manuelle Inventur entfällt.“

Dieses Interview ist in der Juliausgabe 2016 des Fachmagazins "RFID im Blick" erschienen. Bestellen Sie die Einzelausgabe und lesen Sie weiter auf Seite 44. Werfen Sie auch einen Blick auf unser Abo-Angebot, damit immer die aktuellste "RFID im Blick" automatisch direkt nach Erscheinen in Ihrem E-Mail-Postfach oder Briefkasten landet.

Letzte Änderung am Dienstag, 21 Februar 2017 10:09
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