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Siemens: Digitale Kommunikation als Vision - RFID ist das Bindeglied zwischen digitaler und realer Welt

Artikel | von Siemens | 27. Februar 2017
Einsatz von Siemens-Readern in der Automobilindustrie. Einsatz von Siemens-Readern in der Automobilindustrie. BILD: Siemens

Siemens lässt die Fabrik der Zukunft Realität werden

Unter dem Begriff „Fabrik der Zukunft“ bündelt der Weltkonzern Siemens seine Kräfte für die kommende digitale Industrie. In der Fabrik der Zukunft ist alles miteinander vernetzt: Smarte Produkte, Assets und Maschinen kommunizieren miteinander und optimieren dadurch die Produktionsprozesse. Eine Aufgabe, bei der moderne RFID-Technologie eine zentrale Rolle spielt, erklärt Dieter Horst, Leiter des Produktmanagements der Siemens-Sparte Simatic Ident, im Interview mit „RFID im Blick“.

Dieter Horst, Leiter Produktmanagement Simatic Ident, Siemens, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Spartenübergreifende Zusammenarbeit bei Siemens

„Die Fabrik der Zukunft hat eine immense Tragweite“, erklärt Dieter Horst. „Das Projekt umfasst bei Siemens unterschiedlichste Geschäftsbereiche, die ihre jeweiligen Kompetenzen zur digitalen Transformation in der Industrie einbringen – von Sensoren über Steuerungen bis hin zur Software. Die Aufgabe von Simatic Ident ist es, die Kommunikations- und Identifikationsstrukturen beizutragen, die als Enabler für die Fabrik der Zukunft dienen. Dazu setzen wir auf RFID-Technologie mit hoher Konnektivität und geringem Integrationsaufwand.“

Die Fabrik der Zukunft betrifft alle Teile der Wertschöpfungskette

Zahlreiche Entscheider begegnen der digitalen Transformation in der Industrie – ob sie nun Industrie 4.0, Industrial Internet of Things (IIoT) oder Fabrik der Zukunft heißt – mit Bedenken hinsichtlich klarer Standards, Definitionen und Nutzen. Dieter Horst weiß, woher diese Bedenken stammen, kann sie aber nicht teilen: „Die Skepsis begründet sich auch dadurch, dass die komplette Tragweite der digitalen Transformation noch nicht überall gesehen wird. Die ersten Automatisierungslösungen erhoben ebenso den Anspruch, alles zu verändern, waren aber in der Praxis lediglich Insellösungen mit begrenztem Nutzen. Die Fabrik der Zukunft hingegen betrifft die gesamte Wertschöpfungskette, vom Supply Chain Management über Asset Management und Produktionssteuerung bis hin in die Distributionslogistik. Siemens hat zudem durch das Bekenntnis zu OPC UA und die aktive Mitarbeit in der OPC Foundation klare Standards gesetzt. Wer die Fabrik der Zukunft, wie etwa im Siemens-Elektronikwerk Amberg, in Aktion gesehen hat, der wird seine Skepsis schnell ablegen.“

Dieter HorstDieter Horst „Die Fabrik der Zukunft betrifft die gesamte Wertschöpfungskette, vom Supply Chain Management über Asset Management und Produktionssteuerung bis hin in die Distributionslogistik. Wer sie in Aktion gesehen hat, der wird seine Skepsis schnell ablegen.“

Durch die digitale Integration steigt das Potenzial von RFID

Für den Leiter des Produktmanagements Simatic Ident ist RFID ein grundlegender Baustein der Fabrik der Zukunft: „Angesichts vergangener Versprechen sind Entscheider heute teilweise skeptisch gegenüber der Technologie. RFID gibt es schon Jahrzehnte, und manche denken, sie kennen bereits alle Möglichkeiten. Tatsächlich aber existiert RFID in der heutigen Ausprägung erst seit wenigen Jahren. Die Technologie bietet durch die konsequente Weiterentwicklung und die digitale Integration heute neue und umfänglichere Benefits.“ Hierzu trägt für Horst bei, dass Identifikationslösungen wie RFID jahrelang in der industriellen Anwendung auf die Produktionssteuerung begrenzt waren. „Heute führt Identifikation in der gesamten Wertschöpfungskette zu Mehrwerten, und damit erhöht sich ihr wirtschaftliches Potenzial wesentlich.“

Per OPC UA direkt in die Siemens Mindsphere Cloud

Das Verhältnis von Implementierungsund Integrationsaufwand zu den wirtschaftlichen Benefits von RFID-Lösungen stellt sich heute anders dar als noch vor einem Jahrzehnt, so Horst: „RFID-Reader der aktuellen Generation von Siemens lassen sich per OPC UA direkt in eine Cloud-Lösung einbinden, wie Mindsphere – das cloudbasierte, offene IoTBetriebssystem von Siemens. Auf diese Weise können Unternehmen mit begrenztem Aufwand eine außerordentlich hohe Informationsdichte in Real-Time in der Cloud erreichen. Die Analyse- und Optimierungsmöglichkeiten sind aktuell nur im Ansatz ausgeschöpft.“

RFID ist das Bindeglied zwischen digitaler und realer Welt

„RFID ist in der Digitalisierung das Bindeglied zwischen digitaler und realer Welt. Es stellt sicher, dass notwendige Informationen über Prozesse von der realen Welt in die digitale Welt gelangen. Der Überblick darüber, wo sich Waren befinden und was sie tun, lässt sich nur durch Identifikationslösungen, insbesondere RFID, herstellen. Die Informationstransparenz, die digitale Lösungen bieten, muss durch ein zu 100 Prozent zuverlässiges System zur Datenerfassung unterfüttert werden. RFID ermöglicht die Integration beider Welten“, erläutert Horst.

Um diese Integration zu ermöglichen, muss die RFID-Hardware für die Fabrik der Zukunft passgenau sein. „Die Kommunikationsmöglichkeiten stehen im Vordergrund. Dabei hilft insbesondere die Implementierung von OPC UA“, so Horst. Zahlreiche neue Produkte von Siemens, welche das Unternehmen auf der SPS IPC Drives 2016 vorstellte, setzen bereits auf OPC UA: Beispielsweise die RFID-Readerfamilie Simatic RF600, die in Produktion und Logistik einsetzbar ist.

Den Übergang in die Industrie 4.0 aktiv gestalten

Dieter Horst wagt einen Ausblick in die nahe Zukunft: „Siemens verfolgt eine Roadmap, die alle Geräte in die Fabrik der Zukunft einbindet, und die Reise in Richtung einheitlicher Standards und Schnittstellen ist noch nicht abgeschlossen. Der Launch von Mindsphere verdeutlicht, wohin die digitale Reise geht. Von der Sensorik bis hin zur Cloud werden digitale Prozesse immer vollständiger integriert.

Mindsphere ist die Lösung im Bereich Data-driven Business, die es ermöglicht – gemeinsam mit unseren Partnern – die individuellen Prozesse des Kunden zu digitalisieren und Mehrwerte aus seinen Daten zu gewinnen. Die Konnektivität aller industriellen Geräte wird sich weiter verbessern, und Siemens leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Siemens möchte nicht nur über die Digitalisierung der Industrie reden, sondern sie aktiv gestalten.“

Letzte Änderung am Montag, 27 Februar 2017 10:57
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