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Bluhm Systeme: Kennzeichnung schafft Sicherheit für „Leib und Leben“

Artikel | von Bluhm Systeme | 03. April 2017
Mit dem Legi-Air 2050 hat Bluhm Systeme einen Einstiegs-Druckspender entwickelt, um wachsenden Anfragen nach HF-Lösungen nachzukommen. Mit dem Legi-Air 2050 hat Bluhm Systeme einen Einstiegs-Druckspender entwickelt, um wachsenden Anfragen nach HF-Lösungen nachzukommen. BILD: Bluhm Systeme

Ob per UHF- und HF-RFID oder Barcode: Eine eindeutige Identifizierbarkeit ist die Basis sicherer Supply Chains

War es bislang insbesondere die Pharmaindustrie mit ihren oftmals hochpreisigen Produkten, die auf hochwertige Kennzeichnungslösungen setzte, ziehen aktuell weitere Branchen nach. Uwe Wolter und Kurt Hoppen von Bluhm Systeme sehen den Grund dafür in dem allgegenwärtigen Trend zur Digitalisierung in nahezu allen Wirtschaftssektoren. „Kennzeichnungstechniken sind ‚Enabler‘ für die Umsetzung digitaler Konzepte und Strategien“, so Kurt Hoppen.

Kurt Hoppen, Mitglied der Geschäftsleitung, und Uwe Wolter, RFID Produktmanager, Bluhm Systeme, im Interview mit „RFID im Blick“

Um diesem Trend und der dadurch steigenden Nachfrage gerecht zu werden, steht die Entwicklung bei Bluhm Systeme niemals still. Im Gespräch mit „RFID im Blick“ berichten Kurt Hoppen und Uwe Wolter über den Lösungseinsatz in neuen Prozessen sowie die software-seitige Verknüpfung von Objekten und Systemen.

RFID-Lösungen stärker nachgefragt

Lösungen zur Produktkennzeichnung und Produktidentifizierung haben unterschiedliche technologische „Gesichter“. Optisch erfassbare Kennzeichnungstechniken in unterschiedlichen Ausprägungen, beispielsweise als 1D-Barcode oder als Datamatrixcode, sind auch heute marktübergreifend in hohen Stückzahlen eingesetzte Technologien. Doch Bluhm Systeme ist auch in zahlreichen weiteren Technologiebereichen innovativ engagiert. Aus einem einfachen Grund:

Uwe WolterUwe Wolter „Abgesehen von Anwendungen, bei denen eine optische Erfassung nicht möglich oder eine Pulkerfassung gewünscht ist, ist RFID besonders dort interessant, wo die Produktdaten im Nachhinein nochmal ergänzt oder geändert werden sollen“, erläutert Wolter.

Dabei hat Bluhm Systeme nicht ausschließlich hochpreisige Anwendungen im Blick, wie Kurt Hoppen ergänzt: „Im Druckspenderbereich steht unseren Kunden mit dem Legi-Air 2050 ein kostengünstiger Einstiegs-Druckspender zur Verfügung, mit dem jetzt auch HF-Smart-Labels automatisch bedruckt, codiert und aufgespendet werden können.“

Folgt auf UHF jetzt HF?

Dass Bluhm Systeme Mitte 2016 einen neu entwickelten Einstiegs- Druckspender vorgestellt hat, kommt nicht von ungefähr. „In der Vergangenheit wurde bei der automatischen Etikettierung nahezu ausschließlich der UHF-Frequenzbereich genutzt. Inzwischen hat aber auch hier HF Einzug gehalten und die Anfragen gehen verstärkt in diese Richtung“, berichtet Kurt Hoppen.

Uwe Wolter erklärt diese ‚Rückbesinnung‘ auf HF-RFID mit folgendem Umstand: Im Logistikumfeld, wo hohe Lesereichweiten gefordert sind, wird weiterhin UHF die dominierende Frequenz bleiben. Unternehmen, die zunehmend auch Prozesse in anderen Bereichen mit Blick auf Industrie 4.0 und IoT digitalisieren möchten, erkennen die Möglichkeiten der HF-RFID-Technik: „Klassische Anwendungen im Logistikbereich werden zwar kontinuierlich ausgebaut, aktuell verzeichnen wir jedoch verstärkt Anwendungen im Behältermanagement und der Produktionssteuerung. Unternehmensseitig waren das bisher die Pharmaindustrie oder die Produktion höherpreisiger Bauteile. Inzwischen hat sich RFID aber auch im Behältermanagement – von der Nahrungsmittelproduktion bis hin zu C-Teil-Lieferanten – etabliert. Im Vordergrund von Rollouts, die mit Lösungen von Bluhm Systeme realisiert werden, stehen intralogistische Anwendungen mit Verwendung der Smartlabels in geschlossenen Kreisläufen zum Beispiel bei Mehrweg-Transportbehältern.“

Das Cockpit für eine transparente Produktion

Drucker, Etikettierer, Druckspendesysteme und weitere Kennzeichnungshardware sind immer nur ein Teil einer Gesamtlösung, die für eine zunehmende Vernetzung von Produktion, Logistik und Planung implementiert werden soll. Bluhm Systeme antwortet auf diese Anforderung mit einer im eigenen Haus entwickelten Lösung. „Durch unsere hauseigene Cockpit-Software ‚Bluhmware‘ schaffen wir es, die aktuellen Abläufe und Zustände im Produktionsprozess transparent darzustellen und wichtige Kennzahlen zu liefern. Hierdurch kann bis zur Betriebsleitung jeder Verantwortliche rechtzeitig reagieren und eingreifen“, beschreibt Wolter die Vorteile von exakt aufeinander abgestimmten Hardware- und Softwarebestandteilen.

Gleichzeitig sieht Kurt Hoppen ‚Bluhmware‘ als Brücke für Unternehmen, die ihren bestehenden Anlagen-Pool fit für Industrie 4.0 und das IoT machen möchten, ohne diesen auszutauschen. „Die Anfragen nach Kennzeichnungslösungen kommen aus allen Branchen. Digitalisierung, Industrie 4.0 und IoT-Anwendungen sind derzeit in aller Munde und die Kennzeichnungstechniken sind ‚Enabler‘ für diese Umsetzung. Nur durch Barcode, Dotcode und RFID werden Produkte und logistische Einheiten eindeutig identifizierbar und können unter Umständen sogar Produktionsanlagen steuern. Mit geeigneten Software-Tools wie beispielsweise ‚Bluhmware‘ Cockpit können auch ältere Maschinen in die moderne Welt integriert werden.“

Pharmaindustrie ist Zugpferd

Kurt HoppenKurt Hoppen „Die Pharmaindustrie ist oft Vorreiter, wenn es um Auto-ID-Standards geht, gerade beispielsweise durch die Einführung der GS1- Datamatrix zur Erhöhung der Fälschungssicherheit. Da es hier um ‚Leib und Leben‘ gehen kann, ist die Motivation in diesem Umfeld natürlich sehr groß, neue Technologien auf Einsetzbarkeit zu untersuchen und dann auch möglichst auszuschöpfen“, berichtet Kurt Hoppen.

Die Pharmaindustrie muss sich in zahlreichen Prozessen an strenge Richtlinien und Vorgaben halten und wird auf diesem Weg zum Treiber der Weiterentwicklung von AutoID-Lösungen, so Wolter: „Aktuell stehen für die Pharmaindustrie weniger die Entwicklung neuer RFID-Lösungen im Fokus, sondern die Umsetzung der Fälschungsschutzrichtlinie. Bis Anfang 2019 müssen alle Produktionslinien ausgerüstet sein, einen serialisierten Datamatrix- Code aufzubringen und darüber hinaus die Faltschachtel manipulationssicher auszustatten.

Wir favorisieren für die Bedruckung TIJ-Inkjet-Systeme oder Laser. Für den Manipulationsschutz werden verstärkt Tamper-Evident-Labeller eingesetzt, die besonders schnell arbeiten und zuverlässig die Siegeletiketten auf die Faltschachten aufbringen. Sicherlich werden in Zukunft noch weitere Fälschungsschutzmaßnahmen getroffen, die im Problemfall dem Hersteller eine eindeutige Zuordnung erlauben.“

Letzte Änderung am Montag, 03 April 2017 14:35
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