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NXP Semiconductors

NFC is Ready for Industry and IoT

Artikel | von NXP Semiconductors | 22. Mai 2017
Intelligente Zeitrelais, Device-to-Device -Kommunikation, Fehlererkennung und mehr Intelligente Zeitrelais, Device-to-Device -Kommunikation, Fehlererkennung und mehr

Neue Anwendungen und Produkte treiben NFC voran

Intelligente Zeitrelais, Device-to-Device -Kommunikation, Fehlererkennung und mehr - NFC ermöglicht zahlreiche Anwendungen in der Industrie, Logistik und Instandhaltung. Als einer der Pioniere hinter der Entwicklung und Standardisierung der Technologie treibt Halbleiterhersteller NXP die Adoption von NFC auch über das Konsumenten-IoT hinaus voran.

Richard Schmidmaier, Senior Marketing Manager, NXP Semiconductors, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Flexible Parametrierung für Industrieanwendungen

„Alle industriellen Geräte, die Parameter oder Konfigurationsinformationen benötigen, können mit NFC bestückt werden. Der Hauptvorteil von NFC, verglichen mit einem typischen Drehschalter oder 10-bit-Schalter, liegt in der gesteigerten Flexibilität: mit NFC kann der Nutzer die Geräte per App konfi gurieren, was komplexe Parametrierungen ermöglicht. Anstatt Kontroll- LEDs oder einen kleinen Bildschirm auf dem Gerät zu installieren, können der Benutzerkomfort und der große Bildschirm von Smartphone oder Tablet eingesetzt werden. Zudem kann die App Links, Benutzerhandbücher und mehr enthalten“, umreißt Richard Schmidmaier, Senior Marketing Manager bei NXP, die Vorteile der NFC-Integration in industrielle Geräte.

NFC-Zeitrelais mit 28 Programmen

Schneider Electric hat eines der ersten marktreifen Geräte entwickelt, das NFC-Chips von NXP als Parametrierungsinterface nutzt. Schmidmaier betont: „Mit NFC kann das Zelio Time Automatisierungsrelais flexibler und präziser eingestellt werden als mit mechanischer Parametrierung. Die App bietet 28 verschiedene Timer-Programme, die stufenlos mit einer Präzision von bis zu zehn Millisekunden konfiguriert werden können – fünfzigmal präziser als mit mechanischen Interfaces. NFC in Industrieanwendungen einzusetzen, spart Zeit und Kosten. Anstatt ein breites Portfolio an Spezialrelais vorhalten zu müssen, kann Schneider Electric Kunden ein flexibles Gerät anbieten, das für ihre exakten Spezifikationen frei konfiguriert werden kann.“

Richard SchmidmaierR. Schmidmaier „Alle industriellen Geräte, die Parameter benötigen, können mit NFC bestückt werden. Der Hauptvorteil von NFC liegt gegenüber einem typischen Drehschalter oder 10-bit-Schalter in der gesteigerten Flexibilität: mit NFC kann der Nutzer die Geräte per App konfigurieren.“

Open-Source-Plattform für NFC-Anwender

Diese Funktionalität wird durch einen passiven, verbundenen Tag ermöglicht – ein EEPROM sowohl mit NFC- als auch I²CInterface. NXP bietet Kunden wie etwa Schneider Electric, die NFC in ihre Geräte integrieren möchten, sowohl Hardware- als auch Software-Support. „NXP öffnet seine Wissensplattform für NFC-Anwender. Für unseren neusten Connected Tag, den NTAG I²C plus, bieten wir Beispielcodes für Smartphone-Apps und für die Firmware des Gerätes. Wir bieten auch Antennendesigns, die in das Gehäuse des Gerätes integriert werden können. Auf diese Weise können sich NXP-Kunden darauf konzentrieren, ihre Lösungen zu implementieren und zu integrieren“, erklärt Schmidmaier.

Diagnose, Manipulationsschutz und Anwesenheitsnachweis

Zusätzlich zur Kontrolle industrieller Geräte kann NFC auch Mehrwerte durch Fehlerdiagnose schaff en, unterstreicht Schmidmaier: „Der NFC-Chip fügt jedem Gerät zwei Kilobytes unabhängigen, passiven Speichers hinzu. Dadurch eignet sich NFC ideal zur Fehlerdiagnose. Selbst wenn das Gerät nicht mehr funktioniert, nicht angeschlossen ist oder sich nicht mehr anschalten lässt, kann der NFC-Chip noch gelesen werden. Wenn Performance- oder Parameterdaten zum NFC-Speicher hinzugefügt werden, kann dieser als passives Fehlerprotokoll dienen.“

Der Speicherplatz kann auch dazu genutzt werden, um ein 32-bit-Passwort einzurichten. Dieses erlaubt es, den Zugang zum Gerät zu sichern: „Für das Gerät von Schneider Electric beispielsweise muss ein vierstelliger Code eingegeben werden, bevor die Geräteparameter verändert werden können, wodurch ein zusätzlicher Sicherheits-Layer entsteht. Bei mechanischer Parametrierung kann jeder, der physischen Zugriff auf das Gerät besitzt, dessen Konfi guration verändern. Mit NFC kann die unbefugte Manipulation praktisch unmöglich gemacht werden.“

Device-to-device-Kommunikation per NFC

Da das Signal Kunststoffhüllen durchdringt, eignet sich NFC für die kontaktlose Device-to-device-Kommunikation zwischen Geräten mit hohen Schutzklassen. Nur eine Seite des Systems muss mit Energie versorgt werden. Dies ermöglicht Anwendungen, die andere Technologien nicht anbieten können: Beispielsweise kann NFC sich innerhalb von Geräten drehende Sensoren verbinden oder die Kommunikation zwischen Geräten in galvanischer Isolation herstellen. Bei bis zu 40 Kilobyte pro Sekunde kann NFC einen konstanten Austausch aus Sensor- und Prozessdaten sicherstellen.

NFC hat das Potenzial, eine Schlüsseltechnologie für das industrielle IoT zu sein“, ist Schmidmaier überzeugt. „Die standardisierte Reichweite von zehn Zentimetern ist kein Nachteil, sondern bietet Vorteile: In industriellen Umgebungen kann NFC beinahe unmöglich abgehört werden und reduziert falsche Tag-Lesungen. NFC einzusetzen bedeutet, dass die Konfiguration vor Ort durch eine sichere kontaktlose Technologie geändert wird. Für Wartungen und Inspektionen schafft die Technologie daher den Anwesenheitsnachweis. Alles in allem bietet NFC ein beträchtliches Potenzial für industrielle Anwendungen, zusätzlich zu den bekannten Benefi ts für das Konsumenten-IoT.“

Mehrwert für Konsumenten bei Sport, Freizeit und Spielzeug

„Traditionell wird NFC mit Anwendungen für Konsumenten, insbesondere kontaktlosem Bezahlen, assoziiert. Die Parametrierungs- und Diagnosemöglichkeiten von NFC treten auch im Sport, in der Freizeit und im Entertainment in den Vordergrund und schaff en Mehrwerte. Einen passiven NFC-Chip zu integrieren kostet in etwa 30 Cent und ermöglicht die Nutzung des Smartphones als Nutzerinterface“, erklärt Schmidmaier. „Sigma Sport beispielsweise rüstet seine Fahrradcomputer mit NFC aus, sodass Nutzer die Parameter einstellen können und Tourdaten auf ihr Telefon herunterladen können. Für vergleichsweise geringe Kosten wird mit NFC jedes Gerät zum Teil des IoT.“

Letzte Änderung am Montag, 22 Mai 2017 13:28
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