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SICK: Durchgängige Lösungen für die Produktion von Millionen von Fahrzeugen

Artikel | von Sick | 24. Mai 2017
Intelligenz der Hardware macht den Unterschied in der Wertschöpfungskette. Intelligenz der Hardware macht den Unterschied in der Wertschöpfungskette. BILD: SICK

Intelligente RFID-Lösungen schaffen Mehrwerte vom Rohbau bis zur Distribution

Millionen von Fahrzeugen weltweit wurden unterstützt durch UHF-RFID-Lösungen von Sick produziert“, so Oliver Huther, Business Development Manager RFID bei Sick. Im Interview mit „RFID im Blick“ erklärt Huther, wie UHF-RFID Mehrwerte in der Automobilindustrie schafft, warum intelligente Hardware die Grundlage der Industrie 4.0 ist und wie Sick dabei hilft, die Produktion von morgen zu gestalten.

Oliver Huther, Business Development Manager RFID, Sick Vertriebs-GmbH, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Die Automobilindustrie befindet sich im Wandel

„Die Automobilindustrie ist für Sick eine wichtige Fokusbranche“, erläutert Oliver Huther, „da das Unternehmen seit über dreißig Jahren sowohl mit Fahrzeugherstellern als auch mit Zulieferern zusammenarbeitet. Seit rund sechs Jahren bereits findet ein Paradigmenwechsel im RFID-Einsatz für die Produktion statt: RFID entwickelt sich weiter. Die Technologie findet neue Anwendungen und wird zunehmend zu einem elementaren Baustein der digitalen Transformation in der Industrie.“ Anhand eines typischen Produktionsvorganges erläutert Huther, wie RFID-Lösungen die Digitalisierung der Automobilindustrie unterstützen.

Rohbau und Lack

Präzise Produktionssteuerung ab dem ersten Schritt

Der RFID-Einsatz beginnt heute „ab dem ersten Produktionsschritt“, so Huther. Anstatt die Schub-Skids und Hängeförderer mit LF-Transpondern zu identifizieren, auf denen die Fahrzeuge durch die unterschiedlichen Montageschritte geführt werden, setzen Automobilhersteller vermehrt auf das Kennzeichnen der Fahrzeugkarosse selbst: „Jedes Fahrzeug wird über einen zentralen UHF-Transponder, beispielsweise am Längsträger, von Beginn der Produktion an identifiziert. Dies ermöglicht die präzise und individuelle Steuerung der gesamten Produktion. Alle Produktionsschritte können auf Losgröße eins stattfinden. Das MES des Herstellers erkennt am Transponder, welche Bauteile oder Farbe die Karosserie erhalten wird. Dadurch wird es möglich, den Rohbau sowie die Lackierung eines Fahrzeugs weitreichend zu automatisieren.“

Oliver HutherOliver Huther „Sick liefert nicht nur einfach Hardware. Jeder Reader und jedes System ist mit intelligenten Algorithmen ausgestattet, die höchste Performance ermöglichen und somit für eine akkurate Datenbasis sorgen. Apps, die direkt auf die Devices geladen werden können, gewährleisten eine einfache Integration in bestehende und zukünftige Systemlandschaften und bieten Skalierbarkeit. Die Anforderungen unserer Kunden sind anspruchsvoll. Mit intelligenten RFID-Systemen können wir diese Anforderungen erfüllen.“

Endmontage

Vollständige Dokumentation von Bauteilen

In der Endmontage des Fahrzeugs kommen, je nach Ausstattungswunsch, zahlreiche verschiedene Zuliefererprodukte zum Einsatz. „Zahlreiche Zulieferer haben damit begonnen, ihre Teile mit RFID-Transpondern auszustatten. Diese RFID-Transponder können auch dazu eingesetzt werden, den korrekten Einbau in der Endmontage zu überwachen“, erklärt Huther. „Für Sick zeichnet sich ab, dass das Kennzeichnen von Einzelteilen weiter zunehmen wird. Manche Bauteile unterliegen der Dokumentationspflicht, die mittels UHF-RFID automatisiert abgebildet werden kann. Durch eine automatisierte Bereitstellung und Dokumentation kann die in der Endmontage nötige manuelle Arbeit reduziert werden. Auch Rückrufe und Qualitätskontrollen werden vereinfacht.“

Technische Standards schaffen durchgängige Lösungen

Um die Kennzeichnung von Teilen zwischen Zulieferern und Automobilherstellern zu ermöglichen, brauchen Unternehmen in der Automobilindustrie verlässliche Standards. „Wichtig ist, Lösungen zu schaffen, die in der gesamten Branche funktionieren. Sick integriert in Lesegeräten die Datenstandards in die Firmware, damit nicht zusätzlich eine Middleware zum Umkodieren eingesetzt werden muss. Das spart einen zusätzlichen Layer in der IT-Infrastruktur und damit auch zusätzliche Kosten. Der Einsatz von Standards, wie durch die VDA-Empfehlungen geschehen, befördert die horizontale Integration und schafft für Anwender eine funktionale Nachhaltigkeit sowie eine hohe Investitionssicherheit.“

Prozesssicherheit durch intelligente RFID-Hardware

Die Firmware der RFID-Hardware von Sick enthält nicht nur Datenstandards: „Intelligente Geräte sorgen für stabile Lösungen“, so Huther. „Die Automobilproduktion ist und bleibt eine anspruchsvolle Umgebung für den RFID-Bereich. Es wird sich beispielsweise physikalisch bedingt nicht vollständig vermeiden lassen, dass ungewollt eventuell auch mehrere Transponder gleichzeitig gelesen werden. Die Intelligenz im RFID-Reader muss dann entscheiden können, welches der prozessrelevante Transponder ist. Hierzu integriert Sick logische und physikalische Filter, welche in Algorithmen gegossen werden. So schaffen wir Prozesssicherheit.“

Distributionslogistik

Integrierte Richtungserkennung

Ist das Fahrzeug komplett montiert, beginnen die logistischen Prozesse der Fahrzeugdistribution. Eine Vielzahl verschiedener, nach Kundenwünschen gefertigter Fahrzeuge muss weltweit ausgeliefert werden. Huther erklärt die Herausforderungen: „In der Distributionslogistik ist die Richtungserkennung von großer Wichtigkeit. Um die Prozesse sicher zu steuern, muss die RFID-Lösung erkennen, in welche Richtung oder Zone sich ein Fahrzeug bewegt. Daher bietet der RFU 650 RFID-Reader eine integrierte Richtungserkennung, die sich in der Fahrzeugdistribution ebenso einsetzen lässt wie im Behältermanagement oder der Verfolgung von Routenzügen. Seine Eigenschaft, statische von dynamischen Datenträgern unterscheiden zu können, unterstützt den Reader dabei, die prozessrelevante Quelle zu identifizieren.“

Die Benefits von intelligenter RFID-Hardware liegen für Huther auf der Hand: „Die Informationen im RFID-Reader zu generieren bedeutet, dass die Intelligenz dort ist, wo das Geschehen stattfindet. Dadurch erhöht sich die Prozesssicherheit, da nicht erst auf eine Middleware zurückgegriffen werden muss, um die Daten zu interpretieren. Ohne Sensorintelligenz keine Automatisierung von komplexen – und komplexer werdenden – Produktions- und Logistikprozessen.“

Fazit: RFID-Lösungen sind eine Basis der digitalen Transformation

Oliver Huther stellt eine deutliche Weiterentwicklung bei RFID-Lösungen für die Automobilindustrie fest: „In der Vergangenheit war RFID häufig eine ‚Technologieinsel‘. Heute führt UHF-RFID zur Standardisierung der Lösungen und erzeugt eine Durchgängigkeit, die die digitale Transformation der gesamten Produktion sowie Logistik ermöglicht. Medienbrüche werden vermieden, zusätzliche Schnittstellen eingespart und die Kosten können somit deutlich reduziert werden.

Sick hat bereits eine Vielzahl von Projekten begleitet, die weltweit ausgerollt wurden.“ Gerade für Global Player bieten standardisierte RFID-Lösungen ein sehr hohes Potenzial, wenn sie auch global eingesetzt werden können. Dazu müssen beispielsweise auch alle notwendigen Funkzulassungen vorhanden sein, um RFID-Geräte in der jeweiligen Region zu betreiben. „Projekte müssen heute nicht nur in Deutschland ausrollbar sein, sondern gleichzeitig auch in ganz Europa, Nordamerika, Asien oder anderswo. Sick setzt auf Standards und ein umfassendes Portfolio mit über 40.000 Produkten für die Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation, um skalierbare Lösungen sowohl für kleinere Kunden als auch für weltweite Rollouts zu ermöglichen.“

Huther fasst zusammen: „Sick liefert nicht nur Hardware. Jeder Reader und jedes System ist mit intelligenten Algorithmen ausgestattet, die höchste Performance ermöglichen und somit für eine akkurate Datenbasis sorgen. Apps, die direkt auf die Devices geladen werden können, gewährleisten eine einfache Integration in bestehende und zukünftige Systemlandschaften. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, Prozesslogik mit diesen skalierbaren Lösungen abzubilden. Die Anforderungen unserer Kunden sind anspruchsvoll. Mit intelligenten RFID-Systemen können wir diese Anforderungen erfüllen.“

Letzte Änderung am Mittwoch, 24 Mai 2017 09:45
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