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RFID im Blick

e-Health-Projekt in Düsseldorf zeigt Chancen für Kommune von morgen auf

Use Cases | von PR RFID im Blick | 12. Juni 2017

Sensoren für Senioren

Was müssen städtische Verwaltungen tun, um die Digitalisierung nach vorne zu bringen? Welche Ideen entwickeln Kommunen, um die Smart City von morgen zu schaffen? Am Beispiel des e-Health-Pilotprojektes für altersgerechtes Wohnen erläutert Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter für Gesundheit der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Herausforderungen und Handlungsspielräume für deutsche Städte angesichts der digitalen Transformation und des demografischen Wandels.

Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beigeordneter für Gesundheit, Landeshauptstadt Düsseldorf, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Technologie kann Nähe schaffen

„Der demografische Wandel ist für zahlreiche deutsche Städte eine Herausforderung. Düsseldorf wächst, altert aber dennoch. Waren 2010 noch knapp unter 20 Prozent der Einwohner Düsseldorfs älter als 65 Jahre, werden es 2025 über 25 Prozent sein“, erklärt Gesundheitsbeigeordneter Prof. Dr. Andreas Meyer- Falcke die Ausgangslage. „Dass das Durchschnittsalter steigt, ist eine Errungenschaft der Medizin und des gesundheitsbewussten Verhaltens: Die Menschen werden nicht nur älter, sie werden vor allem gesund älter. Um die Gesundheit im Alter zu gewährleisten, ist die Wohnsituation wichtig. Familienstrukturen verändern sich, vielerorts fehlt Nähe. Technologie kann die nachbarschaftliche, persönliche Betreuung unterstützen. Daher ist eHealth, neben eMobility und eGovernance, eines der Schlüsselthemen der städtischen Digitalisierungsstrategie.“

Andreas Meyer-FalckeAndreas Meyer-Falcke „Unser Ansatz ist stets der gleiche, etwa in Bezug auf eMobility: Gelingt es der Stadt, Partner wie Verkehrsbetriebe, Parkhausbetreiber, den Flughafen, Carsharing oder unsere eigene Stadtplanung miteinander zu vernetzen – und produktiv interagieren zu lassen? Wir möchten alle Teilhaber davon überzeugen, dass es Benefits bietet, innovative Smart-City-Projekte anzustoßen.“

Alle Beteiligten an einen Tisch bringen

Der Handlungsspielraum für die Stadt ist allerdings begrenzt, erläutert Andreas Meyer-Falcke: „Die Verwaltung kann mit ihrer Digitalisierungsstrategie keinen direkten Einfluss auf eHealth nehmen, da sie keine eigenen Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen betreibt. Unser Selbstverständnis ist daher: Düsseldorf ist ein Multiplikator für 'Good Practice' in der Digitalisierung, ein Inkubator für neue Lösungen. Die Stadtverwaltung setzt darauf, Partner für Projekte miteinander in Kontakt zu bringen.

Wir konnten die Arbeiterwohlfahrt als Wohnungsanbieter für das Projekt gewinnen und aufgeschlossene Teilnehmer finden. Das Kommunikationstechnologieunternehmen ZTE stellte die passive Sensorik und Datenplattform bereit. Während der Pilotphase war auch Telefónica beteiligt.“

Sensorik für altersgerechtes Wohnen

In den zehn Wohnungen des Pilotprojektes befindet sich passive Sensorik, die präventive Trendanalysen ermöglicht: So können etwa Matratzensensoren Herzfrequenzen messen und errechnen, ob Personen ruhig schlafen. Mit diesen Informationen kann der Pflegedienst der Arbeiterwohlfahrt den Senioren gezielt ein besonderes Augenmerk schenken. Auch Angehörige können sich per Smartphone-App über das Wohlbefinden der älteren Menschen informieren und im Bedarfsfall tätig werden.

Ganzheitlicher Ansatz für die Smart City

Für Andreas Meyer-Falcke ist das Prinzip, das die Stadt in Bezug auf eHealth verfolgt, ein Modell für die Smart City im Allgemeinen: „Unser Ansatz ist stets der gleiche, etwa in Bezug auf eMobility: Gelingt es der Stadt, Partner wie Verkehrsbetriebe, Parkhausbetreiber, den Flughafen, Carsharing oder unsere eigene Stadtplanung miteinander zu vernetzen – und produktiv interagieren zu lassen? Wir möchten alle Teilhaber davon überzeugen, dass es Benefits bietet, innovative Smart-City-Projekte anzustoßen.“

Dieser Beitrag ist in der Maiausgabe 2017 des Fachmagazins "RFID im Blick" erschienen.

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Letzte Änderung am Montag, 12 Juni 2017 07:30
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