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Digitale Lösungen von Winckel für komplexe Automotive Supply Chains

Artikel | von Winckel | 15. Juni 2017
Wie viel „Intelligenz“ in der Produktion ist nötig? Wie viel „Intelligenz“ in der Produktion ist nötig?

Jetzt den Wert von Tracking-Daten erkennen und Benefits nutzbar machen

Die Technologie ist bereit, ebenso die System- und Analyselösungen. Doch wie steht es um die Hersteller und Zulieferer? Im Gespräch mit „RFID im Blick“ ist Jörg Bald davon überzeugt, dass OEMs das Potenzial digitaler Lösungen für die Automotivebranche längst erkannt haben und in internen Prozessen bereits sukzessive umsetzen. Jedoch müssen sich OEMs und Zulieferer von der Idee der Insellösung lösen und stattdessen die datentechnische Vernetzung aller in einer Wertschöpfungskette Beteiligten vorantreiben. Jörg Bald sieht hier RFID als Schlüsseltechnologie zur umfassenden Digitalisierung.

Jörg Bald, Geschäftsführer, Winckel, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Weg von Insellösungen, hin zur datentechnischen Vernetzung

Für Jörg Bald, Geschäftsführer, Winckel, ist klar: In einer Vielzahl von Digitalisierungsprojekten haben OEMs Mehrwert und Nutzen des RFID-Einsatzes in internen Prozessen bereits klar erkannt. „Es gilt nun, das Potenzial über die komplette Wertschöpfungskette vom Lieferanten über den OEM hinaus bis zum After Sales Market zu heben – auch für direkte und indirekte Vorteile durch Prozessoptimierungen und effiziente Prozessneugestaltungen beim Lieferanten und im Service.

Die VDA-Empfehlungen 5500 aufwärts werden sehr langsam innerhalb der Branche umgesetzt – insbesondere Zulieferer, die eigene Lösungen entwickelt und implementiert haben, reagieren zögerlich. Hier ist ein Umdenken aller Prozessbeteiligten gefordert – weg vom Inseldenken! Die vollständige Datentransparenz wird zum ‚Enabler‘ für das Versorgungsnetzwerk. Die Digitalisierung von Logistikketten entsteht nicht durch Insellösungen, sondern durch die datentechnische Vernetzung aller in einer Kette beteiligten Mitspieler beim Transport verschiedenster Objekte und Güter.“

Komplexe Wertschöpfungsketten sind ideale Umsetzungsbasis

Die Automobilindustrie ist ein auf dem Papier idealer Umsetzer von Digitalisierungslösungen, muss aber auch große Herausforderungen bewältigen, erklärt Jörg Bald: „Die Automobilindustrie verfügt über komplexe Wertschöpfungsketten mit zahlreichen Zulieferern und just-in-time-Prozessen. Gerade Zulieferer stehen unter Druck, ihre Prozesse als Teil der Wertschöpfungskette zu modernisieren. Zudem werden die Unternehmen zunehmend aufgefordert, die zu liefernden Produkte mit RFID zu kennzeichnen. Winckel unterstützt diese Unternehmen dabei, die Digitalisierung rechtzeitig, normenkonform und zu ihrem eigenen Vorteil umzusetzen.“

Jörg BaldJörg Bald „Wenn es kein Bewusstsein für die Datennutzung gibt, wird der Mehrwert durch den RFID-Einsatz begrenzt bleiben. Erst sobald RFID-Identifikationsdaten nutzbar gemacht wurden, können sie intelligente Entscheidungen für die gesamte Wertschöpfungskette unterstützen.“

Aus dem Prototypenbau in die Serie

Seit einigen Jahren wird RFID in der Produktion aller namhaften OEMs der deutschen Automobilindustrie getestet. Ebenso entdecken zahlreiche Tier-1- und Tier-2-Zulieferer das Potenzial von RFID für ihre eigenen Prozesse. Jörg Bald ist sich sicher, dass OEMs bald auch in der Serienproduktion auf RFID setzen werden: „Die durchgängige Digitalisierung und Nutzung von RFID und der damit realisierbaren Prozesstransparenz über die gesamte Lieferkette ermöglicht digitales Supply Chain Management als Teil eines umfassenden Industrie 4.0-Konzeptes. Dieses Potential haben OEMs heute schon erkannt und erste Pilotprojekte mit den wichtigsten Lieferanten gestartet.“

Am Speicher scheiden sich die Geister

Braucht die Branche User Memory im RFID-Transponder – wie ihn die VDAEmpfehlung 5500 beschreibt – oder reicht nicht doch eine einfache ID samt in der Cloud abgelegten zusätzlichen Daten aus? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Für Jörg Bald steht fest: „Im RFID-Sektor bedarf es lediglich einer eindeutigen Objektidentifikation. Zudem orientieren sich Chip- und Inlay- Hersteller heute noch maßgeblich am Massenmarkt für RFID-Identifikation, der Bekleidungsindustrie. Diese hat ihrerseits lediglich einen minimalen Speicherbedarf. Alle Entwicklungen orientieren sich am Bedarf dieser Industrie. Eine Entscheidung für größere Speicher birgt daher die Gefahr in sich, an technologischen Weiterentwicklungen nicht partizipieren zu können, wie es jüngste Beispiele zeigen.“

Wie viel „Intelligenz“ in der Produktion ist nötig?

Im Umfeld von Industrie 4.0 und IoT wird zum Teil weit in die Zukunft geschaut. Selbststeuernde Fabriken, autonome Lieferketten und vollautomatisierte Qualitätskontrollen sind Bestandteil zahlreicher Forschungs- und Innovationsprojekte. „Als eine der zentralen Schlüsseltechnologien ermöglicht erst RFID die automatische (Massen-)Identifikation von Objekten in Produktion und Logistik und ist damit unabdingbare Voraussetzung für die Digitalisierung von Prozessen. Nur wer RFID richtig einsetzt und die gewonnenen Daten ‚smart‘ interpretiert, ermöglicht mit der Digitalisierung seiner Prozesse seine Smart Factory, das Internet of Things und legt damit den Grundstein für die vielzitierte Industrie 4.0.“

Begleitung auf dem Weg in die Industrie 4.0

Jörg Bald ist zuversichtlich, was die zunehmende Digitalisierung industrieller und logistischer Arbeitsprozesse betrifft: „Heute verstehen alle Beteiligten, was Industrie 4.0, das IoT und die Smart Factory bedeuten – aber zahlreiche Unternehmen suchen nach Leitlinien, um handeln zu können. Die Art, in der Digitalisierungsprojekte angegangen werden, verändert sich. Unternehmen vollziehen im Moment einen Paradigmenwechsel und verstehen, dass sich der Ertrag der Digitalisierung nicht wie eine Investition in Gebäude oder Maschinen messen lässt.

Die Entscheidung für die Digitalisierung muss an oberster Stelle getroffen werden und alle Prozesse und Abteilungen umfassen. Um diese neue Denkweise zu unterstützen“, so Jörg Bald, „arbeitet Winckel daran, die Benefits für die Prozesse verständlich werden zu lassen. Die Reduktion der Komplexität ist ein wichtiger Aspekt, damit Digitalisierungsprozesse überhaupt das ‚Go’ aus der Geschäftsführung erhalten. Mit AMIA, einer auf AutoID-Systemtechnologie basierenden Gesamtlösung aus dem Hause Winckel, kann durch die intelligente Vernetzung von Unternehmensprozessen ein unabhängiges, nahtloses Eco-System geschaffen werden.“

Lösungsarchitekt für ganzheitliche Business-Modelle

„Softwareentwicklung und Prozessentwicklung sind keine austauschbaren Begriffe“, beschreibt Jörg Bald ein aus seiner Erfahrung oftmals auftretendes Missverstehen – samt der entsprechenden Folgen. „Was Unternehmen brauchen, ist ein Architekt, der eine ganzheitliche Lösung entwickelt. So eine Lösung kann dann wie aus einer Hand durch Subunternehmer wie Software- und Hardwarefirmen ausgeführt werden. Winckel will dieser Lösungsarchitekt sein und kann im ‘RFID Competence Center’ – einem eigenen Winckel-Unternehmensbereich – die erforderlichen technischen Qualifikationen von Hardwareprodukten sowie Labels und Tags mit hohem Knowhow selbst durchführen. Zudem bietet Winckel dem Kunden an, die technische Umsetzung, beispielsweise durch einen externen Systemintegratoren, aktiv zu begleiten.“

Letzte Änderung am Donnerstag, 15 Juni 2017 09:37
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