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IWLAN-Infrastruktur von Siemens sichert Kommunikation in vietnamesischem Warmwalzwerk

Pressemeldungen | von Siemens | 14. Juli 2017
Im Warmwalzwerk südlich von Hanoi/Vietnam wird unter anderem Roheisen verarbeitet. Um eine lückenlose Materialverfolgung sicherzustellen, ist die Erfassung sämtlicher Materialbewegungen von der Fertigung bis zur Auslieferung notwendig. Im Warmwalzwerk südlich von Hanoi/Vietnam wird unter anderem Roheisen verarbeitet. Um eine lückenlose Materialverfolgung sicherzustellen, ist die Erfassung sämtlicher Materialbewegungen von der Fertigung bis zur Auslieferung notwendig. BILD: Siemens

Ein vietnamesischer Stahlkonzern errichtet südlich von Hanoi ein integriertes Stahlwerk – das derzeit größte Neubauprojekt in der Stahlindustrie. Die für die Lagerverwaltung und Materialverfolgung nötige Hard- und Software stammt von Siemens. Mit der hochmodernen industriellen Wireless LAN-Infrastruktur wird die reibungslose Kommunikation zwischen den Materialverfolgungssystemen und der übergeordneten Automatisierung sichergestellt.

22 Millionen Tonnen Stahl – das ist der bei Fertigstellung geplante Produktionsumfang des neuen integrierten Stahlwerks, das derzeit 340 Kilometer südlich der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi entsteht. Zum Komplex gehören Hochöfen, ein Stahlwerk für Brammen, Vorblöcke und Knüppel, ein Warmwalzwerk für Flachprodukte, sogenannte Coils, und diverse Walzwerke für die Produktion von Langprodukten wie Draht und Stabstahl. Um die Kommunikation zwischen Materialverfolgung und Lagerverwaltung mit dem Leitsystem sicher zu stellen, setzt das mit der Implementierung beauftragte Unternehmen, die LogoTek GmbH aus Marktheidenfeld, auf Produkte aus dem Scalance- und Simatic-Portfolio von Siemens.

Zuverlässige Kommunikation

LogoTek ist spezialisiert auf Lösungen für die Automatisierung industrieller Prozesse – besonders für Logistikmanagement in der Stahlindustrie. Hier ist eine lückenlose Materialverfolgung durch die Erfassung sämtlicher Materialbewegungen von der Fertigung bis zur Auslieferung notwendig. Dazu überwacht ein Krankoordinatensystem alle Kranbewegungen. Legt ein Kran folglich Material irgendwo ab, sendet er die aktuelle Lageposition dieses Materials an den zentralen Leitstand der Lagerverwaltung, die mit der Vorgangssteuerung vernetzt ist und so die Produktionsplaner über zu übernehmendes Material informiert. Damit dieser Prozess optimal funktioniert, ist eine stabile und zuverlässige Kommunikationsinfrastruktur notwendig.

Dafür eignen sich die kompakten IWLAN (Industrial Wireless LAN) Access Points Scalance W774-1 besonders gut, da sie unempfindlich sind gegenüber Schmutz, Schock und Vibration. Über sie gehen die Signale via Switches und Glasfaserleitungen zu den redundanten Servern in den Rechnerräumen der einzelnen Fertigungsbereiche. Das Lagerverwaltungssystem, das auf diesen Servern läuft, ermittelt die Position der einzelnen Stahlteile und sendet diese an den Kran-Client, worüber der Kranführer den genauen Standort des angeforderten Materials bekommt.

Schnelle Positionsermittlung

Die dezentrale Automatisierung erfolgt über die Peripherie Simatic ET 200S, die durch Anbindung des Interface-Moduls IM 151-8 mit integrierter Central Processing Unit (CPU) zu einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) analog einer Simatic S7 aufgerüstet wurde. Durch die dezentrale Peripherie erfolgt die Datenverarbeitung direkt auf den derzeit 17, im Endausbau 35 Kränen selbst, was ein schnelles Reagieren in zeitkritischen Situationen ermöglicht. Dazu sind die Access Points entlang der Kranbahnen montiert, je Switch drei bis vier Geräte. Die abgesetzten Rundstrahl-Stabantennen der Access Points haben haben einen Antennengewinn von 7dBi und sorgen mit einer Datenrate von bis zu 300 Megabits (Mbit) pro Sekunde für eine zuverlässige Ausleuchtung der Funkflächen.

Die hohe Übertragungsrate ermöglicht die Fernwartung via PC oder Tablet. Für die automatische Positionserfassung sind auf den Kränen Laserdistanzmessmodule angebracht, über die die X- und Y-Koordinaten von Kranbrücke und Laufkatze im 2,4 Gigahertz (GHz)-Frequenzband an die SPS übermittelt werden. Die SPS verfügt über diverse Sensoren zur Überwachung des Hebezangenkontakts sowie zur Gewichtskontrolle und Verifizierung der Stahlteile. Als Steuerung setzt LogoTek auf das S7-300 kompatible und I/O-ausbaufähige Interface Module IM151-8. Ein Industrie-PC in der Krankabine dient der Visualisierung.

Vollste Zufriedenheit

Rückblickend auf das Projekt zieht LogoTek-Geschäftsführer Matthias Knoke positive Bilanz: „Seit Gründung unserer Firma im Jahre 2002 setzen wir für die Automatisierung von Industrieanlagen Siemens-Produkte ein und sind sehr zufrieden damit. Das in den Lagerhallen des Stahlwerks installierte lokale Funknetz mit 54 IWLAN-Access-Points und 35 Simatic-Steuerungen funktioniert hervorragend und störungsfrei. Selbst in rauer Industrieumgebung und unter extremen klimatischen Bedingungen arbeiten die Systeme höchst zuverlässig. Hier spürt man den Mehrwert der Siemens-Geräte deutlich.“

Letzte Änderung am Freitag, 14 Juli 2017 11:10
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