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RFID im Blick

Fraunhofer IFAM bringt Gießereien mit RFID in die Industrie 4.0

Artikel | von PR RFID im Blick | 21. August 2017
Zusätzlich zum Data Matrix Code trägt das Druckgussbauteil einen eingegossenen RFID-Transponder. Zusätzlich zum Data Matrix Code trägt das Druckgussbauteil einen eingegossenen RFID-Transponder. BILD: Fraunhofer IFAM

Fraunhofer IFAM legt Proof of Concept für das Eingießen von RFID-Transpondern in Metall vor

Ohne Gussteile kein Auto: Motorblöcke, Getriebegehäuse, Felgen und Strukturbauteile werden aus geschmolzenem, bis zu 700 Grad Celsius heißem Aluminium hergestellt. Ein für die RFID-Technologie absolut ungeeigneter Einsatzort? Nein! Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen hat ein patentiertes Verfahren entwickelt, durch das sich RFID-Transponder während des Gießprozesses in Bauteile integrieren lassen - und gemeinsam mit Projektpartnern den Nachweis geliefert, dass dieses Verfahren in der Großserienfertigung prozesssicher funktionieren kann.

Christoph Pille, stellvertretender Abteilungsleiter Gießereitechnologie, Fraunhofer IFAM, und Thomas Rahn, Projektleiter Gießereitechnologie, Fraunhofer IFAM, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Gekapselter RFID-Transponder wird in das Bauteil eingegossen

Die Grundlage des Projektes ist das von Fraunhofer IFAM patentierte „Casttronics“-Verfahren, mit dem RFID-Transponder in ein Metallgussbauteil integriert werden können. „Casttronics basiert auf einer Schutzkapsel für RFID-Transponder, die diese für eine bestimmte Zeit vor den hohen Temperaturen im Druckgussverfahren schützt. Das Bauteil wird um die Schutzkapsel herum gegossen. Nach dem Gießvorgang kann der RFID-Transponder dann nicht mehr entfernt werden, ohne das Bauteil sichtbar zu beschädigen“, erläutert Christoph Pille, stellvertretender Abteilungsleiter Gießereitechnologie beim Fraunhofer IFAM.

Casttronics im Härtetest unter seriennahen Bedingungen

In Deutschland ist die Automobilindustrie der größte Abnehmer von Gießereitechnologie. Im Rahmen eines umfangreichen und mit EU-Mitteln geförderten Projektkonsortiums wurde beim Projektpartner Audi die Casttronics-Technologie für einen Testlauf unter seriennahen Bedingungen eingesetzt und erfolgreich getestet. Ein LF-RFID-Transponder wurde im Druckgussverfahren in ein bereits existierendes Strukturbauteil von Audi eingegossen. Bei jedem Gießprozess positionierte ein Greifarm am Trennmittelroboter den Transponder samt Schutzkapsel im Gießwerkzeug.

Christoph PilleChristoph Pille „Die korrekte Platzierung des Transponders ist von großer Wichtigkeit. Das Bauteil muss derart konstruiert sein, dass das Eingießen des Transponders die Stabilität nicht gefährdet. Gleichzeitig muss der Transponder thermisch ausreichend geschützt sein und darf sich während des Gießprozesses nicht verschieben. Auch die Geschwindigkeit des Verfahrens ist entscheidend, um die Produktivität nicht zu senken.“

Transponder überstehen Druckgussverfahren

Nach dem Abschluss des Projektes zieht Christoph Pille eine vollständig positive Bilanz der Ergebnisse: „Trotz der hohen thermischen Belastungen während des Druckgussverfahrens funktionieren die integrieren Transponder einwandfrei. ...

Dieser Beitrag ist in der Aprilausgabe 2017 des Fachmagazins "RFID im Blick" erschienen.

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Letzte Änderung am Montag, 21 August 2017 12:27
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