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Smartcards mit Fingerabdrucksensor von B-Id setzen sich durch

Artikel | von B-Id | 10. Oktober 2017
Smart Cards mit Fingerabdrucksensor schaffen Sicherheit für Bank- und Zugangskontrollanwendungen. Smart Cards mit Fingerabdrucksensor schaffen Sicherheit für Bank- und Zugangskontrollanwendungen. BILD: B-Id

Industrie, Banking, Zugangskontrolle, Loyalty, Events, Retail und mehr

Fingerabdrucksensoren, Dot-Matrix-Displays, Schaltflächen, dynamische Magnetstreifen und neue Lösungen für das kontaktlose Bezahlen: der Funktionsumfang von Smart Cards wächst stetig. Als Entwickler spezieller Transponder und Smart Cards berichtet B-Id über die konkreten Benefits für Unternehmen. Welche Features haben sich auf dem nordamerikanischen und asiatischen Markt bereits durchgesetzt und kommen jetzt nach Europa? Welche Projekte laufen bereits und zeigen kommende Anwendungen auf?

Yiwen Jin, Geschäftsführer, B-Id, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Vom simplen Identifikationsmedium zum High-Tech-Medium

Smart Cards werden immer smarter – und multifunktionaler. Neue Features erlauben es, die Karten immer interaktiver und vielseitiger zu nutzen. In den Vereinigten Staaten und Asien werden diese neuen Features bereits verbreitet eingesetzt, so B-Id-Geschäftsführer Yiwen Jin: „In den USA sind Jumbokarten gefragt. Diese werden als Membership-Karten genutzt und vereinen eine Vielzahl an Features, wie etwa Dot-Matrix-Displays, Schaltflächen und NFC für kontaktlose Applikationen.“ Durch „dynamic MagStripe“-Technologie lassen sich unterschiedliche klassische Magnetstreifen simulieren, sodass eine einzelne Karte wie mehrere genutzt werden kann. Welche Funktion gerade aktiviert ist, lässt sich mit den Schaltflächen durchschalten und auf dem Display anzeigen. Je nach Anzahl und Energiebedarf der Features enthalten die Karten eine integrierte Batterie.

Erhöhtes Sicherheitslevel durch Fingerabdruck

Geht es um Bank- und Zugangskontrollanwendungen, sind die Sicherheitsanforderungen an Smart Cards besonders hoch. Wie lässt sich verhindern, dass unbefugte Personen verlorene oder gestohlene Karten benutzen – oder kontaktlose NFC-Karten ohne Wissen des Nutzers aktiviert werden? „Durch den Einsatz eines Fingerabdruck-Sensors kann sich der Nutzer der Karte authentifizieren. Die Authentifizierung stellt sicher, dass der Nutzer tatsächlich der Besitzer ist, und dass er die Karte bewusst aktiviert“, erklärt Jiwen Yin.

Innovationen kommen 2017 nach Europa

Anwendungen, die Karten neue Identifikations-Features und Personendaten hinzufügen, werden laut Yiwen Jin in Europa teils skeptisch gesehen.

Yiwen JinYiwen Jin „Der Blick über den Tellerrand zeigt, dass wir in Europa noch am Anfang neuer Smart-Card-Anwendungen stehen. Nicht die Technologie, sondern die Anwendung entscheidet. Die ersten wegweisenden Projekte zeigen, dass die innovativen Features aus Übersee auch nach Europa kommen werden.“

Smartcards mit Fingerabdrucksensor setzen sich durch

1. Beispiel: Weltweit erste Fingerabdruck-Bankkarte

Die koreanische Worri Bank setzt als erstes Geldinstitut weltweit auf biometrische Identifikation bei Bankkarten. Die ersten 500.000 von insgesamt drei Millionen Fingerabdruck-Bankkarten werden 2017 durch den taiwanesischen Kartenanbieter Jinco ausgeliefert. B-Id Deutschland ist der exklusive Vertreter von Jinco für den europäischen Markt, die Tochter B-Id USA vertritt Jinco exklusiv in Nordamerika. Die Bankkarte verfügt über einen integrierten EMV Dual-Interface-Chip, einen Fingerabdruck-Sensor und einen Akku. Die Karte kann bis zu 300 mal genutzt werden, bevor sie aufgeladen werden muss.

Die Karte ist durch alle drei zuständigen koreanischen Behörden in Bezug auf ihre IT-Sicherheit, finanzielle Sicherheit und Zuverlässigkeit zertifiziert worden: KISA überprüfte die Zuverlässigkeit der Software, KFTC die finanzielle Sicherheit und KTC die physische Stabilität der Karte. „Dieser Rollout ist ein deutliches Signal, dass Fintech-Lösungen stärker in den Fokus von etablierten Finanzdienstleistungsunternehmen rücken“, so Yiwen Jin.

2. Beispiel: Biometrischer Führerschein für Taxifahrer

Eine europäische Metropole setzt zukünftig auf passive Smart Cards von Jinco mit einem integrierten EMV Dual-Interface-Chip. Die Fingerabdruck-Karte wird als biometrischer Führerschein für Taxifahrer eingesetzt. Mit der Karte werden unlizensierte Taxifahrten bekämpft: Erst, wenn sich der Fahrer identifiziert hat, kann das Fahrzeug bewegt werden. Insgesamt werden 150.000 biometrische Smart Cards ausgegeben werden.

3. Beispiel: Zugangskontrolle für Europäische Institution

Die EU-Verwaltung setzt auf Fingerabdruck-Karten: nach einer abgeschlossenen Ausschreibung wird eine europäische Behörde mit Fingerabdruck-Karten zur Zugangskontrolle ausgestattet. Durch den Umstieg auf neue Smart Cards stellt der Auftraggeber sicher, dass nur befugte Personen Zugang zu den Gebäuden erhalten.

Innovative Transponder bringen die Industrie voran

Sandstrahl-Transponder

B-Id entwickelt anwendungsbezogene Transponderlösungen für den Einsatz in der Industrie. Eine aktuelle Neuentwicklung: Sandstrahl-resistente RFID-Transponder. Standardtransponder sind für den Einsatz bei Sandstrahlverfahren nicht geeignet. „Auch bei hohen Schutzklassen kann das Sandstrahlen das Transpondergehäuse und die Elektronik zerstören. Daher haben wir für den Kunden einen Spezialtransponder mit einer besonders widerstandsfähigen Hülle entwickelt“, erklärt Yiwen Jin.

RFID-Zündschlüssel

Eine weitere aktuelle Anwendung integriert einen RFID-Lesekopf in Produktionsmaschinen. Der Bediener braucht einen authorisierten RFID-Transponder als „Schlüssel“, um die Maschine in Betrieb zu nehmen. Auf diese Weise kann die Maschine nicht unauthorisiert bedient werden.

Absolute Zuverlässigkeit für die Industrie

Der Markt für Prozessoptimierung hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Die geeigneten RFID-Transponder für die Industrie 4.0 zu finden, ist eine Herausforderung für Unternehmen. Die Anforderungen an die eingesetzte Technik verändern sich je nach Anwendung, Frequenz, Umgebung oder Temperaturen.

Yiwen Jin kennt die Herausforderungen: „Industriekunden verlangen absolute Zuverlässigkeit. Lösungen müssen jahrelang einwandfrei funktionieren, damit sich die Integration lohnt. RFID ist die einfachste Möglichkeit, Prozesse in das IoT zu bringen. Die Technik ist bereit, die Entscheidung liegt bei den Prozessverantwortlichen.“

Industrieunternehmen warten ab

Auch der Brexit und politische Entwicklungen wie die Verschiebungen im transatlantischen Handel spielen eine Rolle: Teile der Industrie warten ab, bevor sie sich zu neuen Investitionen verpflichten, auch wenn die technischen Lösungen für die Industrie 4.0 marktreif vorliegen. „Bis tatsächliche Marktverschiebungen eintreten, wird weiter an neuen Projekten gearbeitet“, erklärt Yiwen Jin, „aber die endgültige Entscheidung über den Roll-out fällt noch nicht.“

Globalisierung und Digitalisierung alternativlos

Die aktuellen politischen und weltwirtschaftlichen Entwicklungen haben bislang kaum Auswirkungen auf die tatsächliche Geschäftstätigkeit der deutschen Industrie, so Yiwen Jin: „Es gibt für die exportorientierte deutsche Wirtschaft keine Alternative zum internationalen Handel. Die Laufzeiten für Neuentwicklungen sind ohnehin lang, denn die Unternehmen prüfen neue Technologien vor dem Einsatz auf Herz und Nieren. Und bewährte Lösungen, wie On-Metal-Tags für die Industrie, laufen weiter.“ Für B-Id bleiben Industrieanwendungen das wichtigste Geschäftsfeld neben Smart Cards.

Letzte Änderung am Mittwoch, 11 Oktober 2017 15:11
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