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New Yorker Nahverkehr plant NFC-Zugangssystem ab 2020

Use Cases | von PR RFID im Blick | 05. Dezember 2017
Die 472 Stationen der New Yorker U-Bahn werden bis 2019 mit NFC-Drehkreuzen ausgerüstet. Die 472 Stationen der New Yorker U-Bahn werden bis 2019 mit NFC-Drehkreuzen ausgerüstet. BILD: Cubic Transportation Systems

Bis 2020 soll der Rollout des 456 Millionen Euro teuren Zugangssystems abgeschlossen sein

Der New Yorker Nahverkehr befördert jeden Tag 8,7 Millionen Fahrgäste. Mit 472 U-Bahn-Stationen, 6.000 Bussen und über 3.000 Kilometern Streckennetz besitzt New York eines der größten, ältesten und weitest verzweigten Nahverkehrssysteme der Welt. Jetzt soll innovative Technologie bei der Modernisierung des Nahverkehrs für die 15,3 Millionen Einwohner der Metropolregion helfen: Ein NFC-Zugangssystem nach dem Vorbild der Londoner „Tube“ wird ab 2020 die seit 25 Jahren verwendete Metrocard mit Magnetstreifen ersetzen.

Zusammengestellt von RFID im Blick, mit Informationen der New Yorker Metropolitan Transportation Authority und Cubic Transportation Systems

Budgetprobleme, Ausfälle und Verspätungen

Die New Yorker Metropolitan Transportation Authority (MTA) führt die Aufsicht über eines der teuersten Nahverkehrssysteme der Welt: Das jährliche Budget von 13,19 Milliarden Euro übersteigt die Budgets anderer westlicher Metropolen wie London (11,73 Milliarden Euro), Paris (9,45 Milliarden Euro) oder Los Angeles (6,1 Milliarden Euro). Dennoch kämpft die MTA mit Ausfällen, Verspätungen und Einnahmeausfällen. Erst im Juni 2017 rief Gouverneur Andrew Cuomo angesichts des allgemeinen technischen Zustandes der U-Bahn den staatlichen Notstand aus.

456-Millionen-Euro-Auftrag für Metrocard-Anbieter Cubic

Die MTA führte bereits im Jahr 2006 erste Pilottests durch, um die Metrocard abzulösen. Diese blieben jedoch ohne konkrete Ergebnisse. 2015 machte die MTA bekannt, sich in Verhandlungen über kontaktlose Zugangs- und Bezahllösungen für U-Bahn, Bus und Vorortzüge zu befinden. Am 25. Oktober 2017 beschloss der Aufsichtsrat der MTA dann die Vergabe eines Auftrags über 456 Millionen Euro an den Lösungsanbieter Cubic Transportation Systems.

Das Unternehmen übernimmt Entwicklung und Implementierung des Systems, inklusive Zutrittstechnik, Plattform-Hosting, Instandhaltung von Software und Hardware sowie Support. Cubic Transportation Systems ist auch der Entwickler und Lieferant der aktuell genutzten Metrocard mit Magnetstreifen, die in New York seit 1992 zum Einsatz kommt.

Londoner Oyster-Card für New York lizensiert

Cubic Transportation Systems entwarf und implementierte bereits die Londoner Bezahl- und Zugangslösung “Oyster-Card”, die im Juli 2003 eingeführt wurde. 2016 einigten sich Cubic und Transport for London, der Betreiber des Londoner Nahverkehrs, auf eine Lizenzvereinbarung. Diese ermöglicht es beiden Partnern, die Londoner Lösung gemeinsam auch in anderen Städten auszurollen.

Dieser Beitrag ist in der aktuellen Novemberausgabe 2017 des Fachmagazins RFID im Blick erschienen.

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Letzte Änderung am Samstag, 03 März 2018 11:34
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