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RFID im Blick

Wo stehen europäische Unternehmen in Sachen Digitalisierung?

Artikel | von PR RFID im Blick | 07. Dezember 2017
2018 wird der Trend zum IoT laut Stefan Gubi, T-Systems, ungebremst weitergehen - auch auf der RFID & Wireless IoT tomorrow 2018 in Frankfurt/Darmstadt! (Bild: Telekom) 2018 wird der Trend zum IoT laut Stefan Gubi, T-Systems, ungebremst weitergehen - auch auf der RFID & Wireless IoT tomorrow 2018 in Frankfurt/Darmstadt! (Bild: Telekom) BILD: Telekom

 Event-Highlights 2017 im Rückblick: Das IoT praktisch umsetzen!

2017 war für Stefan Gubi, Senior VP Cross Industries & IoT bei der Telekom-Tochter T-Systems, das Schlüsseljahr für die Realisierung von IoT-Anwendungen: Zentraleuropa konnte in Sachen Digitalisierung zu den USA, Israel und zahlreichen asiatischen Staaten aufschließen.

Auf der RFID & Wireless IoT tomorrow 2017 berichtete Stefan Gubi über anwendungsorientierte Lösungen für den Weg ins IoT. 2018 wird der Trend zum IoT ungebremst weitergehen - auch auf der RFID & Wireless IoT tomorrow 2018 in Frankfurt/Darmstadt!

Stefan Gubi, Senior VP Cross Industries & IoT, T-Systems, im Gespräch mit Anja Van Bocxlaer, Chefredakteurin, RFID im Blick

Im Interview mit RFID im Blick berichtet Stefan Gubi, wie Unternehmen in Europa diesen Wandel vollziehen konnten:

„Um eine digitale Transformation zu realisieren, braucht es eine unternehmerische Goldgräbermentalität. Schnelle Entscheidungen treffen, Fehler machen, aufstehen und weitergehen. Aus meiner Sicht waren Unternehmen in Europa Ende 2016 noch nicht bereit, in dieser Form an die digitale Transformation von Geschäftsprozessen heranzugehen. Der Aufbruch hat dennoch stattgefunden.“

Herr Gubi, wo steht Europa heute bei der Umsetzung von IoT- und Industrie-4.0-Lösungen?

Europa holt auf und das mit großen Schritten. Zum Jahreswechsel 2016/2017 stellte sich das aus meiner Sicht noch anders dar. Unternehmen in Zentraleuropa registrierten mit einer gewissen Skepsis, an welchen Themen im Silicon Valley, in Asien und auch in Israel gearbeitet wurde. Als die Skepsis jedoch der Erkenntnis wich, welche Benefits auf Basis digitaler Transformationen von Geschäftsprozessen realisierbar sind, wurde geradezu eine 'Aufholjagd' gestartet. Getragen von einem sehr aktiven Mittelstand. Auch Großkonzerne zeigten sich offen für neue Herangehensweisen.

In 2017 haben sich zahlreiche Start-ups und Innovation Labs – insbesondere in Berlin, aber auch in München – entwickelt und etabliert, die mit vollkommen neuen Herangehensweisen neuartige IoT-Lösungen nahezu mühelos 'aus dem Ärmel schütteln'. Dass kleine Innovationszellen dazu in der Lage sind, ist seit Längerem bekannt. Hinzu kam die Bereitschaft großer Unternehmen, sich auf flexibel agierende Start-Ups einzulassen. Diese Offenheit neuen Lösungswegen gegenüber hat den Weg der europäischen Wirtschaft in die Digitalisierung nachhaltig beschleunigt.

Was gab den Ausschlag, dass sich Deutschland bis Ende 2016 so schwer getan hat mit der digitalen Transformation?

Aus meiner Sicht ist die Realisierung des IoT eine Transformation von Geschäftsprozessen. Gleichzeitig gibt es nicht das eine Rezept, wie jedes Unternehmen diese digitale Transformation Schritt für Schritt vollziehen kann. Hier ist Pioniergeist gepaart mit dem Willen zum Learning-by-doing gefragt. Exakt an dieser Stelle, so meine Erfahrung, haderte die europäische Wirtschaft länger als andere Wirtschaftsräume weltweit. Unsere Unternehmenskultur und unsere Herangehensweise an neue Entwicklungen hat in weiten Teilen nicht den Willen umfasst, mit hohem Tempo Transformationen zu starten, bewusst Fehler in Kauf zu nehmen, um aus diesen zu lernen.

Es war lange Zeit nicht der Königsweg, Innovationen und neue Prozesse schnellstmöglich umzusetzen, selbst wenn diese noch nicht zu 100 Prozent ausgereift waren. Geprägt von Jahrzehnten erfolgreicher industrieller Ingenieursleistungen sind wir in Zentraleuropa es gewohnt, Projekte langfristig zu planen und umzusetzen. Den unbestrittenen Erfolgen zum Trotz passte diese Art der Prozessgestaltung nicht zur Digitalisierung. Erstmal loslegen, aufkommende Fehler erkennen und diese im laufenden Prozess beseitigen. Scheitern ist kein Grund zum Aufgeben, sondern ein Vorteil für den Neustart.

Diesen Spirit für Prozesstransformationen zu entdecken war essentiell. Als sich in Europa Anfang 2017 die Erkenntnis auf breiter Front durchsetzte, dass Digitalisierung nicht auf Knopfdruck alles auf einen Schlag verändert, hat sich die Sichtweise europäischer Unternehmen ins Positive gewendet.

Vollständiges Interview in RFID im Blick

Das vollständige Interview mit Stefan Gubi lesen Sie in der Septemberausgabe von RFID im Blick, dem Fachmagazin für wireless IoT. Das ganze Spektrum von RFID & Wireless IoT auf 82 Seiten!

Auch auf der RFID & Wireless IoT tomorrow 2018 am 30. und 31. Oktober in Frankfurt/Darmstadt wird das Thema Digitalisierung im Fokus stehen! System- und Lösungsanbieter geben an zwei Kongresstagen und in der internationalen Ausstellung Einblicke über die zahlreichen Wege in das industrielle IoT.

Letzte Änderung am Donnerstag, 07 Dezember 2017 09:52
RFID & Wireless IoT tomorrow 2018
RFID and Wireless IoT tomorrow 2018Der europaweit größte Kongress für RFID & Wireless IoT
Di, 30.- Mi, 31. Oktober
Darmstadtium, Frankfurt-Darmstadt, Deutschland
Kongress | Ausstellung | Live-Demos
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